STOIBER SORGT FÜR VERKAUFSDRUCK


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STOIBER SORGT FÜR VERKAUFSDRUCK

 
07.07.02 12:10
Griff in die Kasse

Unternehmen sollen Veräußerungsgewinne wieder versteuern  


Für Aufregung bei den Wirtschaftsverbänden hat die Absicht der Union gesorgt, die Steuerbefreiung für Veräußerungsgewinne bei Kapitalgesellschaften „zu überprüfen“. Sogleich kritisiert Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle in ungewohnter Schärfe die Steuerpläne von Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber "Ich halte es für außerordentlich verhängnisvoll, wenn dieses Rad zurückgedreht würde", warnte Schulte-Noelle, der sich ansonsten mit politischen Äußerungen in der Öffentlichkeit sehr zurückhält.

Aktienkurse unter Druck

In der Finanzszene gilt es aber mittlerweile als sicher, das die Steuerbefreiung nicht mehr lange gilt. Würden die Banken und Versicherungen, die zum Teil große Pakete an Industrieunternehmen halten, ihre Beteiligungen dann schnell auf den Markt bringen, würden die Aktienkurse stark unter Druck geraten.

Die Steuerbefreiung für Beteiligungsverkäufe ist zentraler Bestandteil der von der rot-grünen Bundesregierung durchgesetzten Steuerreform. Sie soll dazu beitragen, "die verkrusteten Strukturen der Deutschland AG" aufzubrechen. Insbesondere Banken und Versicherungskonzerne profitieren davon, da sie auf großen Beteiligungsportfolios sitzen. Die Entflechtung von Allianz und Münchener Rück wurde dadurch beispielsweise vorangetrieben.

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