Stoiber schmeiß den Spreng raus


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vega2000:

Stoiber schmeiß den Spreng raus

 
18.08.02 22:35
Der Medienexperte Spreng führt Edi übers Glatteis & der rutscht prompt darauf aus. In der ZDF-Sendung Berlin Direkt wurde Stoiber 25 Minuten vom TV-Pfarrer Hahne interviewt & unter anderem zum Thema Hochwasserkatastophe & Umweltschutz befragt. Statt unkonventionelle Hilfe für die Not der Bürger im Osten zu versprechen, versteckte sich der Bayerische Ministerpräsident hinter Paragraphen & will uns allenernstes weissmachen, daß erst geprüft werden muß was machbar ist. Hahahahaha, im Osten saufen die Leute ab & der verschiebt die Hilfsmaßnahmen erst einmal bis..., ja bis wann eigentlich ? Den größten Klops leistete sich Stoiber aber auf die Frage: "Wie er denn auf die Umweltprobleme in Zukunft reagieren wolle, da er ja keinen Umweltexperten in seinem Kompetenzteam habe ? Seine Antwort: "Da kümmere ich mich selber drum, das ist Chefsache. Wuhahahaha, soviel Dreistigkeit muß man sich erst einmal zutrauen (die Idee stammt garantiert von Spreng).
Das Interview fand in der Bayerischen Staatskanzlei statt & zeigte Stoiber & Hahne in einer riesigen Halle mit Blick auf den Hofgarten, -Größenwahn pur, -hee Stoiber, hat dir denn keiner gesagt, daß Wahlkampf etwas mit Psychologie zu tun hat, -die Menschen erwarten Bescheidenheit & Perspektiven für die Zukunft & keinen stotternden Kanzlerkandidaten ?  Mensch Edi, der Spreng hat sein Pulver zu früh verschossen & du merkst genau, daß Schröder Punkte macht. Der Wahlkampf hat gerade erst richtig begonnen & Stoiber wackelt schon!
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754176
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hjw2:

kompetent, kompetenter, am kompetentesten

 
18.08.02 22:45

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Mara:

Ich finde es empörend, wie Herr Stoiber da

 
18.08.02 23:19
behandelt wird.

Dieser Mann wird noch eine Menge Gutes für unser Volk tun. Wir sollten dankbar sein, dass er bald unser Kanzler ist.

Nur er hat zu den Menschen gehalten, die so sehr unter der Flutkatastrophe leiden. Er war bei ihnen und hat persönlich mit angepackt.

Was macht Herr Schröder ? Er redet und redet.

Herr Stoiber handelt.

Ich bitte doch sehr darum, ihn fair zu behandeln. Er behandelt Herrn Schröder doch auch fair.

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vega2000:

Stimmt mara, danke für den Hinweis

 
18.08.02 23:23
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754219
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Mara:

Danke vega2000

 
18.08.02 23:28
Ich hoffe, du schreibst jetzt mal auch etwas Positives über Herrn Stoiber. Er hat es wirklich verdient. Ich verstehe gar nicht, warum ihn hier so viele kritisieren. Er hat doch seine Qualifikation als bayerischer Ministerpräsident schon lange bewiesen.

Und was hat Herr Schröder gemacht ? Niedersachsen geht es doch nicht so gut wie Bayern.
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vega2000:

Na gut mara, du hast mich überredet

 
18.08.02 23:30
Wenn ich mal eine Brille brauche, dann das gleiche Modell wie Stoiber. Reicht das..., echt, mehr fällt mir nicht ein.
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754228
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Schnorrer:

stimmt, mara. Danke für den Hinweis.

 
18.08.02 23:32
nd wann kommt endlich die Versetzung in die 2. Klasse Grundschule?

Nach 38 Jahren "Sitzenbleiben" sollte man sich doch mal überlegen, ob man nicht vielleicht selbst schuld ist ....?
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vega2000:

*Rofl* Ich halte das nicht mehr aus

 
18.08.02 23:34
Da musst du erst einmal drauf kommen...., "38 Jahre sitzen bleiben" *ggg*
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754232
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Mara:

Was wollt ihr denn ?

 
18.08.02 23:43
Vega2000,
zu Herrn Stoiber fällt dir bestimmt eine Menge Gutes ein. Bedenke, wie sehr er sich jetzt für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten einsetzt. Und nicht nur in Bayern. Ich glaube, er war sogar in Prag.

Schnorrer,
ich bin überhaupt nicht sitzengeblieben. Ich glaube nämlich, du hast mich gemeint. Das ist eine Unterstellung. Ausserdem bin ich noch gar keine 38 Jahre alt. Bitte höre damit auf, sonst rede ich wirklich nicht mehr dir.

Überhaupt: Ihr seid gemein !
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Schnorrer:

Verzeihung, mara, ich nehme alles zurück

 
18.08.02 23:47
und beschränke mich künftig darauf, die unerfüllten Ankündigungen eines Herrn Stoiber hier zu dokumentieren.

PS: bist Du blond? Ich hätte da eine Idee ....
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vega2000:

@mara: Wenn du Stimmen hörst, dann solltest du

 
18.08.02 23:50
einen Arzt konsultieren, -bei Ariva wird nur gelesen..., bis jetzt.
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754250
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Mara:

Ich habe jetzt keine Lust mehr !

 
18.08.02 23:52
Ihr wollt mich nur ärgern. Ausserdem verstehe ich nicht, welche Rolle es spielen soll, ob eine Frau blond ist oder nicht.

Ich bin aber so selbstbewusst, deine Frage zu beantworten. Eigentlich bin ich dunkelblond. Ich habe mir meine Haare aber hellblond gefärbt, weil ich das eben mag. Frau Stoiber ist auch hellblond. Aber eigentlich spielt das keine Rolle. Es kommt immer nur auf die Taten an.

Weil ich morgen arbeiten muss, und weil ihr mich nur ärgern wollt, gehe ich jetzt.

Gute Nacht
Mara

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Nassie:

@ mara

 
18.08.02 23:53
Bist Du etwa die Schwester von maramures ?

Der hat hier auch so genial gepostet.
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vega2000:

Halt, halt mara

 
18.08.02 23:55
Wo gehst du hin & wann können wir wieder mit deinen intellektuellen Höhepunkten bei Ariva rechnen ? Bitte melde dich...., ich kann sonst nicht schlafen
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754255
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Schnorrer:

@mara: ich bin erschüttert über

 
18.08.02 23:55
die Erschütterungswirkung gewisser Postings. Das ist niederträchtig, gemein und einseitig, und ich bin froh, daß Du das zugibst und Deine Anschuldigungen auf sich beruhen läßt. Das beweist Klasse.

Ein Hoch auf mara.
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Mara:

Was meinst du denn jetzt wieder, Schnorrer ?

 
19.08.02 00:02
Bist du jetzt vielleicht doch für Herrn Stoiber ?

Wenn das so ist, bin ich froh, obwohl ich dir noch immer böse bin, weil du mich ärgern wolltest.

Bitte drücke dich doch etwas klarer aus !

Vega2000,
ich glaube, es gibt einige Männer, die mich kennen, die nicht schlafen können, weil ich nicht bei ihnen sein kann oder will. An dir kritisiere ich, dass du so Gehässiges gegen Herrn Stoiber schreibst. Ich hoffe aber, dass du sonst ganz nett bist. Wie alt bist du eigentlich ?
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vega2000:

Wie alt bist du denn mara ?

 
19.08.02 00:04
Ich bin 24.
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754266
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Hörny:

up, weil auch lustig mit Mara o.T.

 
19.08.02 10:30
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Mara:

Vega2000, eigentlich fragt man eine Dame ja nicht,

 
19.08.02 13:49
wie alt sie ist.

Aber weil du es bist, sage ich dir, dass wir fast gleichaltrig sind. Aber nur fast.

Wenn du Lust hast, können wir uns vielleicht mal treffen und über Politik diskutieren. Ich bin nämlich in der Jungen Union und habe daher sehr gute Informationen. Darin steht auch, dass Herr Schröder auch mit der PDS koalieren würde. Findest du das nicht auch schrecklich ?

Leider habe ich jetzt nicht mehr viel Zeit zu schreiben. Aber ich wollte dir auf deine Frage antworten.

Horny,
warum meinst du, dass es mit mir lustig ist ? Ich habe hier doch nur Ernstes geschrieben. Ansonsten hast du ja Recht. Ich mag Humor und lache gerne.

Also bis später
Mara  
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ottifant:

Vega mach doch endlich ernst.

 
19.08.02 14:03
Die junge Dame braucht Deine Zustimmung über den großartigen
mutervorzeige Ministerpräsident.
Und Du schreibst in so ehrverletzenden Art und Weise über diesen Herrn.
Sofort 3x Ave Maria und ab in die Kirche.
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vega2000:

otti: Komme gerade von der Kirche

 
19.08.02 14:09
Bin leider nicht reingekommen, -alles voll. Der Andrang war so groß, daß ich noch einmal in vier Wochen wiederkommen soll, -alle da wegen Edi & den drei Ave Maria,.... auweia
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754843
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1st_baseman:

vega: probiers mal in der moschee...

 
19.08.02 14:11
....da richtung euro-industriepark, da gibts noch plätze.....
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vega2000:

@basement: Tut mir leid

 
19.08.02 14:15
Ich kann mir keinen Gebetsteppichl mehr leisten, -alles Bares am Wochenende in die Hochwassergebiete gespendet, -& wo Westen ist weiß ich jetzt auch nicht mehr...
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754851
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Mara:

Du hast ja wirklich Humor, lieber Verga2000

 
19.08.02 14:16
Ich glaube, so schlimm, wie du dich darstellst, bist du gar nicht. Welche Haarfarbe hast du denn, und wie groß bist du ?

Gruß
Mara
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1st_baseman:

@vega.....

 
19.08.02 14:20
....die teppiche kannst du bei mohammed ausleihen, 1 stunde 2 €.
find ich günstig.

der stand von mohammed ist gleich neben dem leierkasten hinterm hess, ok???

ach ja, im leierkasten gibts auch 2 bis 3 maria ave....
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ottifant:

Haarfarbe würde mich auch interessieren...

 
19.08.02 14:39
Wie alt bist Du Vega????
Hast Du lust mit mir ins Kino zu gehen???
Du scheinst einen guten Charakter zu haben,
noch nicht so unverdorben wie so viele hier bei Ariva.
Dies ist wohl kein christlicher Ort, deshalb werde ich in Zukunft
nicht mehr soviel Zeit verlieren.
Gruß
Junge Union
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1st_baseman:

ja otti....

 
19.08.02 14:39
....vegas charakter ist länger als unserer... *fg* das war aber schmutzig jetzt
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vega2000:

Otti: Kommt auf den Film an *lol*

 
19.08.02 14:42
Wie alt bist Du ottifant????
Hast Du lust mit mir ins Kino zu gehen???
Du scheinst keinen guten Charakter zu haben,
nicht so unverdorben wie so viele hier bei Ariva.
Dies ist wohl ein christlicher Ort, deshalb werde ich in Zukunft
nicht mehr soviel Zeit verschwenden.
Gruß
Junger Wilder
Stoiber schmeiß den Spreng raus 754921
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1st_baseman:

@otti und vega.....

 
19.08.02 14:46
...ich will auch mit ins kino..........

der film heisst: "die 3 arivatiere, einer in allen und alle in einem"



Gruß
Junger Schmutziger
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ottifant:

OK Vega wenn Du es ernst meinst...

 
19.08.02 14:47
Ich bin 24 Jahre Hellblond und Freunde von mir behaupten ich hätte eine
super tolle Figur. Habe eine Stubsnase aber das kann man ja noch ändern.
Film ist mir egal, hauptsache ich kann Dich endlich kennenlernen.
Bei interesse sende ich Dir meine E-Mail Adresse
Antworten
ernuwieder:

otti, wieso hast du mit mara Schluß gemacht ???

 
19.08.02 16:25
brüüüüüüüüüüüüüülllllllllllllllllllllll






ernuwieder





Stoiber schmeiß den Spreng raus 755138
   Q U A D R A T U R ____d e s____K R E I S E S
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ottifant:

Sie war nicht willig.....

 
19.08.02 16:30
....Politk zu lesen
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vega2000:

Parteien auf dem Holzweg

 
19.08.02 16:47
Dem Wahlkampf fehlen die realen Gegensätze. Die Parteien versuchen, ihre weitgehende Einigkeit in Kernfragen der Politik - und ihre gemeinsame Ratlosigkeit - durch Meta-Diskussionen zu verschleiern. So wachsen sich äußere Einflüsse wie das Wetter in der medialen Fantasie zu symbolischen Fingerzeigen aus – Mentekel des politischen Schicksals
Das Spektakel um die Vorschläge der Hartz-Kommission hat bisher nicht die große Wende zu Schröders Gunsten gebracht. Der Versuch, die Hartz-Vorschläge als Ersatz für versäumte Reformen auf dem Arbeitsmarkt zu vereinnahmen, wird von der überwältigenden Mehrheit der Wahlbeölkerung durchschaut. Die immerhin beachtlichen Ergebnisse, die von der Hartz-Kommission erzielt wurden, werden allenfalls mittelfristig Wirkung erzielen.
Auch der hastig ausgerufene „deutsche Weg“ erweist sich als rhetorische Sackgasse. Denn das Schreckbild eines bevorstehenden US-Angriffs auf den Irak zieht nicht so recht. Zu ungewiss und abstrakt ist die Gefahr: Mit einer amerikanischen Militäraktion ist, wenn überhaupt, erst im kommenden Frühjahr zu rechnen. Wenn es dann aber wirklich zu einem Angriff, ausgestattet mit UN-Mandat, kommen sollte, würde Schröder – gesetzt, er sei noch Kanzler - in Erklärungsnot geraten, warum sich Deutschland eben doch in irgendeiner Form daran beteiligen muss. Dann wird man aus dem Kanzleramt und dem Außenministerium wieder Mahnungen hören, wie verhängnisvoll es wäre, sich auf einen „deutschen Sonderweg“ zu begeben. Schröders Bekenntnis zum „deutschen Weg“ beinhaltet mit Sicherheit keinen Rückfall in nationalistischen Isolationismus; um so verwerflicher ist es, dass er aus wahlstrategischer Verzweiflung mit diesen Assoziationen spielt und damit einen der wichtigsten Lernprozesse der rot-grünen Ära hin zu einer realistischeren Betrachtung der Weltkonfliktlage in Zweifel zieht. Es ist im Kern die „Methode Möllemann“: Die nationalpazifistischen Untertöne, die die Sozialdemokratie um einen kurzfristigen Wahlkampfeffekt willen ausgesandt hat, wird sie nicht ohne weiteres in die Flasche zurückrufen können, aus der sie losgelassen wurden.

Unterdessen legen sich Stoiber und die Union auf nichts fest und hoffen, so ihren großen demoskopischen Vorsprung vor der Regierungskoalition über die Ziellinie des 22. September zu retten. Weder in der Arbeitsmarkt-, und schon gar nicht in der Außenpolitik bezieht die Opposition eine klare Gegenposition zur Regierung. Sie weicht auf Metadiskussionen aus, kritisiert das Show-Gebaren rund um die Hartz-Kommission; zur Sache selbst aber sagt sie wenig Konkretes oder gar eklatant Widersprüchliches. Auch die Ablehnung eines Irak-Krieges teilt die Union mit der Regierung, sie echauffiert sich nur – mit Recht - über die Art und Weise, wie Schröder damit punkten wollte. Der Zuspruch, den sie für ihre nichtssagende Hinhaltetaktik bei Umfragen erfährt, belegt eine weit verbreitete Sehnsucht, mit der Union am Ruder könne man den Konflikten, die in der rot-grünen Ära aufgebrochen sind, vielleicht noch einmal entkommen. Denn wie auch immer man nun die Bilanz der rot-grünen Regierung beurteilen mag – eines ist unbestreitbar: In ihrer Regierungszeit hat sich mehr bewegt als in jeder vorherigen Periode der Republik. Aber eben keineswegs in eine Richtung, die tröstlich oder harmonisch wäre. Vielmehr hat diese Periode, wie Echard Fuhr kürzlich in der „Welt“ treffend schrieb, „die Politik der Wirklichkeit näher gebracht“, indem es „den Verhau aus bequemen Gesinnungen, eingeschliffenen Vorurteilen, zähen Gewohnheiten und verführerischen Illusionen gelichtet“ hat, der die Republik umhüllte. Freilich ist das Bedürfnis, sich wenigstens rhetorisch in Harmonievorstellungen und Nostalgie zu flüchten, gerade daher zuweilen umso größer. Dass wir vielleicht doch noch einmal aus den komplizierten und gefährlichen Weltkonflikten aussteigen könnten, dass wir doch noch eine wohlgeordnete nationale Trutzgemeinschaft, das „Modell Deutschland“ , sein könnten, in dem es allzeit beispielhaft sozial und gerecht zugeht – für diesen Traum eines von den schwierigen Lernerfahrungen der letzten Jahre tendenziell erschöpften Landes steht sie eigentlich, die Phrase vom „deutschen Weg“.

Nun hat das Hochwasser Schröder beschert, was ihm die weltpolitische Lage nicht liefern konnte: Eine Krise, in der er sich als verantwortungsbewusster Landesvater profilieren kann. Die Grünen versuchen mittlerweile, die Gunst der Stunde zu nutzen, um sich wieder als die einzig wahre Umweltpartei in Erinnerung zu rufen und der Union ihre Versäumnisse auf ökologischem Gebiet vorzurechnen. Doch der Schuss kann auch nach hinten losgehen: Dass am Ende ihrer ersten Regierungsperiode ausgerechnet eine Umweltkatastrophe steht, ist nicht unbedingt eine überzeugende Wahlempfehlung für eine Partei, die mit großer Emphase die „ökologische Umsteuerung“ auf ihre Fahnen geschrieben hat. Auch wenn das irrational sein mag. Aber weil die wirklichen Gegensätze fehlen, wachsen sich äußere Einflüsse wie das Wetter in der öffentlichen, medialen Fantasie zu fatalistischer Symbolik aus, wirken wie Menetekel, aus denen man das politische Schicksal abzulesen versucht.

So schleppt sich der Wahlkampf in geradezu gespenstischer Eintönigkeit dahin, und die Versuche der Parteien, ihn dramatisch zu beleben, wirken seltsam künstlich und halbherzig. Sie wirken wie verzweifelte Anstrengungen, zu vertuschen, dass man sich in weitestgehenden Feldern der Politik weitestgehend einig ist – oder ihnen gegenüber gleich ratlos. Der Vertuschungsversuch will aber nicht so recht gelingen: Im „Wahlkampf-Hearing“ der ARD am Donnerstagabend konnte man das wahrhaft denkwürdige Schauspiel bestaunen, wie sich die Vertreter aller Bundestagsparteien, die unbelehrbare PDS ausgenommen, vor Rührung über ihre Einigkeit fast in die Arme gesunken wären. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Glos zu Joschka Fischer: „Ich sehe mich da ganz nah beim Bundesaußenminister...“. Fischer, verlegen: „Jetzt weiß ich ja gar nicht, ob ich mich darüber freuen soll...“. Man hat ihm aber angesehen, wie er sich darüber gefreut hat.

So ist das einzig spannende am Wahlkampf, dass sein Ausgang so ungewiss ist wie nie. Interessant wird’s dann auch erst wieder nach dem 22. September, wenn die Koalitionsvarianten geschmiedet werden und die Parteien mit dem einen oder anderen Inhalt herausrücken müssen. Das untrüglichste Zeichen dafür, dass sich in der Republik, dass sich im Verhältnis zwischen Politik und Gesellschaft, doch etwas geändert hat, ist einstweilen die Tatsache, dass sich ein großer Teil der Wählerschaft über ihre Entscheidung noch immer im Unklaren sind. Und die Republik, sie bewegt sich doch.
Zeit
Stoiber schmeiß den Spreng raus 755179
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ernuwieder:

lol otti, ich dachte sie wollte sich schminken

 
19.08.02 16:50







ernuwieder





Stoiber schmeiß den Spreng raus 755186
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