Datum: 03. Dezember 2001 Herausgeber: Online: www.stockadhoc.de
Die Märkte im Rückblick
Der DAX konnte von den Technologieschwergewichten gezogen 1,09 % im Handelsverlauf auf 4.990 zulegen. Diese holten nach den stärkeren Gewinnmitnahmen vom Donnerstag geschlossen auf. An der Spitze lag die Deutsche Telekom, die ein Kursplus von 4,8 % auf 19,15 Euro verbuchen konnte. Neben SAP, bei der die Führungsetage ein gutes 4. US-Quartal sieht, gehörte vor allem die „Siemens-Familie“ zu den größten Gewinnern. Der Nemax 50 konnte die anfänglich hohen Aufschläge im Tagesverlauf nicht verteidigen und gab von den Höchstständen gut 2,5 % wieder ab. Der Schlussstand lag um 0,42 % über dem Vortagesniveau bei 1.235 Punkten. Senator Entertainment musste nach nur mäßigen Zahlen kräftig Federn lassen. Der Kurs brach im Handelsverlauf über 15 % auf 3,29 Euro ein. Aber auch Jetter gaben nach der Bekanntgabe immenser Umsatzrückgänge deutlich um 20 % nach. Der Nasdaq tendierte uneinheitlich und beendete den Tag leicht im Minus bei 1.931 Punkten. Der Dow Jones hingegen legte moderat 0,22 % auf 9.851 Punkte zu. /rh
Prognose für den aktuellen Börsentag
Wir gehen am heutigen Handelstag von einer neutralen bis schwächeren Börseneröffnung aus. Diese dürfte auf der Tatsache beruhen, dass die amerikanischen Börsen nach Handelsschluss für Deutschland nur mäßige Vorgaben liefern konnten. Auch der Future notierte nachbörslich schwächer. Des weiteren stehen im Tagesverlauf sehr wichtige US-Zahlen wie der Nationale Index der Einkaufsmanager im November, der Fed Vortrag von Alan Greenspan, die persönlichen Einkommen und Ausgaben für Oktober, die Autoverkäufe im November und die Bauausgaben im Oktober an. Aufgrund der Unsicherheit über die anstehenden Daten werden sich die Käufer zurückhalten. Der spätere Handelsverlauf sollte dann folglich vom Inhalt besagter Daten abhängen. /rh
Handlungsstrategie
Der amerikanische Technologieindex Nasdaq Composite hat es am Freitag vorgemacht. Bei einem trägen Handel unter niedrigen Umsätzen war im Handelsverlauf keine klare Tendenz auszumachen. Der Markt schwankte zwischen leichten Minus- und Plusständen. Aufgrund der zuletzt sehr deutlich Erholung aller Aktienmärkte ist das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzt. Angst vor deutlichen Kursrückgängen braucht man sich aktuell aber auch nicht zu machen, da einerseits die Fonds auf dicken Cashpositionen sitzen, andererseits eine Reihe von Investoren den günstigen Einstieg verpasst haben und auf Kaufkurse lauern. Die Zinsen sind auf historisch niedrigem Niveau und eine Menge negativer Fakten und Erwartungen sind eingepreist. Da jedoch positive Nach- richten und Ausblicke noch nicht in einem hinzureichen- dem Maße vorhanden sind, heben sich die Faktoren weitgehend auf und führen zu dieser Seitwärtsbewe- gung. Kurzfristig dürfte sich daran nicht viel ändern. /rh
Tradingchance
MWG Biotech ( WKN: 730010) wurde am Freitag zu 2,08 Euro in die Tradingliste aufgenommen. Der Kurs konnte allerdings unsere Erwartungen nicht erfüllen und notierte zum Handelsschluss bei mageren 1,99 Euro. Wir setzen den Stopp auf Tagesschlusskursbasis bei 1,80 Euro und stehen zu unserem Kursziel bei 2,50 Euro. Da die 2-Euro-Marke vorerst nicht gehalten hat, könnte kurzfristig noch Verkaufsdruck auf der Aktie lasten. /rh
Wichtige Termine des Tages
Dino entertainment AG: Wechsel an den Geregelten Markt
Eurobike AG: Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr
Hochtief AG: Pressekonferenz
Deutschland: Einkaufsmanagerindex November (09:00 Uhr)
EU: Einkaufsmanagerindex November (09:00 Uhr)
USA: Einkaufsmanagerindex November (16:00 Uhr), Persönliche Einkommen und Ausgaben Oktober
Aktuelle Unternehmensmeldungen
STOCKadHOC-Ticker
+++ Das Medienunternehmen Senator Entertainment (WKN: 722440) reduzierte am vergangenen Freitag seine Umsatz- und Gewinnerwartung drastisch nach unten. Der Berliner Filmproduzent rechnet im Gesamtjahr 2001 mit Umsätzen in einer Spanne von 125 bis 135 Mio. Euro. Bisher ging das Unternehmen von 197 Mio. Euro aus. Unter'm Strich soll nun ein Vorsteuerverlust in Höhe von 5 bis 8 Mio. Euro herauskommen, nachdem im Vorjahr noch zirka 3 Mio. Euro verdient wurden. Als Grund nannte Senator die Verlagerung von wichtigen Vertragsabschlüssen und Filmstarts in das nächste Jahr. Außerdem soll es voraussichtlich zu Verschiebungen beim TV-Rechteabsatz kommen. In den ersten neun Monaten dieses Geschäftsjahres steigerte das Nemax 50-Unternehmen seinen Umsatz um 75 % auf 115,9 Mio. Das Nachsteuerergebnis sank jedoch um etwa 20 % auf 6,9 Mio. Euo (Vorjahr: 8,5 Mio. Euro). Die Aktien verloren nach diesem eingetrübten Ausblick 15,42 % auf 3,29 Euro (Xetra). +++ /nl
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