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N E U E R M A R K T N E W S L E T T E R
2. Jahrgang - Ausgabe 134 (18.09.2001)
DEUTSCHE BIBLIOTHEK - ISSN 1437-8302
Erscheinungsweise: per E-Mail, woechentlich zwischen Dienstag
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I N H A L T
MARKTUMFELD & HANDELSANREGUNGEN
1. EDITORIAL / Marktkommentar, Kurzausblick, Inhalt
2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Welt-Indizes
3. MARKTSENTIMENT * BOERSENAUSBLICK * KONJUNKTURAUSSICHTEN
4. BRANCHEN-SELEKTION: fuer Anleger jetzt wichtiger denn je!
5. TOP-BRANCHEN mit marktueberdurchschnittlichen Chancen
AKTUELLES & UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
6. MERGERS & KOOPERATIONEN / WET, carrier1, Morphosys, Vectron
7. ERGEBNISSE & PROGNOSEN / DICOM Group, SALTUS Technology AG
8. NACHRICHTEN & RESEARCH / Plenum, Isra, BKN, Hoeft & Wessel
RUBRIKEN & HINWEISE
9. AKTIENSERVICE-MUSTERDEPOT 2001 / Wochenbericht
10. ANALYSEN / NEMAX - Ratings renommierter Institute
11. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, Tradingtermine
12. DISCLAIMER/ Haftungsausschluss und Risikohinweise
13. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de
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1. EDITORIAL / Marktkommentar, Ausblick, Inhalt
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Liebe Leserinnen und Leser,
die Weltboersen wurden in der letzten Woche von einem heimtuek-
kischen Terroranschlag gegen die USA ueberschattet, der am ver-
gangenen Dienstag wahrscheinlich mehr als 5.000 unschuldige Opfer
forderte, darunter auch viele Kolleginnen und Kollegen aus der
Finanzbranche. Unsere tiefe Anteilnahme gilt allen Opfern dieses
unvergleichlich grausamen Terroraktes sowie deren Angehoerigen.
Da wir in der letzten Woche in allen unseren Newslettern bereits
ausfuehrliche Hintergrundberichte zu diesem Thema auf politi-
scher, militaerischer, sozialpolitischer und konfessioneller Ebe-
ne publizierten, sehen wir an dieser Stelle hiervon ab. Stattdes-
sen beschaeftigen wir uns unter Menuepunkt 3 intensiv mit den zu
erwartenden wirtschaftlichen Konsequenzen, die dem Terrorakt mit-
tel- und unmittelbar erwachsen - der Alltag wird auch an den
Boersen wieder einkehren, und das ist gut so.
Aufgrund der situationsbedingt hocherratischen Kursbewegungen, in
denen fundamentale Unternehmensaspekte derzeit so gut wie keine
Rolle spielen, verzichten wir in der aktuellen Ausgabe auf expli-
zite Einzelwertbetrachtungen und konzentrieren uns stattdessen
auf die Branchenselektion, was derzeit fuer Anleger wichtiger
denn je ist.
Ferner muessen vom Investor, zumindest wenn er sich nun nicht ka-
pitulativ aus dem Marktgeschehen heraushalten will, jetzt ver-
schiedene Szenarien der Weltwirtschaft gerade im Hinblick auf ei-
ne Konfliktausweitung durchgespielt werden, um auf jedes Szenario
entsprechend reagieren zu koennen. Weiteres hierzu unter Menue-
punkt 3.
Unter Menuepunkt 4 und 5 beschaeftigen wir uns mit der jetzt mehr
denn je wichtigen Branchenselektion. In diesem Zusammenhang be-
schreiben wir einige gerade in Anbetracht der verschaerften Kon-
junkturproblematik aussichtsreiche Sektoren und zugehoerige Ak-
tien.
Wie bereits in der Vergangenheit, fielen die Verluste des Neuen
Marktes der letzten Woche im Vergleich zu anderen Indizes und
Maerkten ueberdurchschnittlich aus. Weiterhin bleiben die Umsaet-
ze am Neuen Markt vergleichsweise niedrig, institutionelle Anle-
ger haben sich aus diesem Marktsegment, dessen gesamte Marktkapi-
talisierung nunmehr kleiner ist als die des DAX-Wertes SAP, nun-
mehr komplett verabschiedet.
Sicherlich sehen wir bei vielen Neuer Markt-Werten auf dem der-
zeit deutlich ermaessigten Kursniveau langfristige Kaufchancen.
Doch wann der Markt dreht und welche Verluste bis dahin noch hin-
zunehmen sind, ist nach wie vor nicht zu prognostizieren.
Wichtig ist dabei, dass Anleger dabei eine ausgepraegt langfris-
tige Strategie verfolgen und sich dabei auf groessere, marktdomi-
nierende BlueChips mit unzerstoerbarer Marktposition und angemes-
sener Fundamentalbewertung konzentrieren. Da es wenig Unternehmen
dieses Kalibers ausserhalb der "Aktienservice Strong Recommended
List" am Neuen Markt gibt, griffen wir unter Menuepunkt 5 auf
ausgewaehlte US-Werte zurueck.
Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich die konjunkturellen Aus-
wirkungen des Terroraktes von vergangener Woche zwar in Grenzen
halten werden, angesichts der allerdings zuvor bereits baissie-
renden Konjunktur im 4. Quartal zu einer Rezession oder Defini-
tion in den USA fuehrt. Groesster Risikofaktor ist weiterhin der
Oelpreis, denn ein Oelpreisniveau im Bereich von 30 USD erstickt
jeden Konjunkturerholungsversuch im Keim.
Und nun wuenschen wir Ihnen viel Spass beim Lesen der aktuellen
Ausgabe des Neuer Markt-Newsletters.
Herzlichst, Ihre Redaktion von Aktienservice
2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Indizes
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INDIZES ENTWICKLUNG
Index 17.09. % Vortag 12-M.hoch % AT-Hoch % 2001
DJIA 8.920 -7,13 % 11.401 -24,1 % -17,6 %
NASDAQ 1.579 -6,83 % 4.259 -69,5 % -36,1 %
DAX 30 4.234 +2,88 % 7.456 -48,0 % -34,3 %
NEMAX ALL 848 -0,36 % 5.861 -90,1 % -69,0 %
EUROSTOXX 50 3.204 +3,86 % 5.398 -42,0 % -32,9 %
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3. MARKTSENTIMENT & WOCHENAUSBLICK & KONJUNKTUR
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Die NYSE blieb aufgrund des verhaengnisvollen Terroranschlages
einschliesslich letzter Woche fuer 4 Handelstage geschlossen.
Dies war die laengste Handelsunterbrechung seit dem 2. Welt-
krieg. Soweit man hiervon sprechen kann, kehrt nach dem grausa-
men Terroranschlag langsam wieder der Alltag ein. Ein wichtiger
Beitrag hierzu ist die gestrige Wiedereroeffnung der New York
Stock Exchange. Im Vorfeld der US-Handelseroeffnung war die Un-
sicherheit an den uebrigen Boersen, die im Gegensatz zur NYSE
den Handel aufrecht erhielten, sehr gross.
Die Abgaben der US-Maerkte vom gestrigen Montag waren hoch, aber
kamen nicht unerwartet, so gaben die europaeischen Maerkte, an
denen allerdings auch nach dem Terroranschlag durchgehandelt wur-
de, zunaechst staerker ab. Mit mehr als 7% musste der DJIA den
groessten Tagesverlust seiner Geschichte hinnehmen und auch die
NASDAQ verlor mit knapp 7% ebenfalls massiv.
Noch hoehere Kursabschlaege verhinderte die US-Notenbank FED, in-
dem sie am Montag vor Handelsbeginn eine weitere Leitzinssenkung
vornahm, sowie die SEC, welche die Auflagen zum Rueckkauf eigener
Aktien lockerte. Anschliessend zogen die europaeischen Notenban-
ken nach, so senkten neben der EZB bspw. auch die Bank of England
die Leitzinsen.
Die starken Abgaben der US-Maerkte vom gestrigen Montag wurden
von ausserordentlich hohen Handelsvolumina begleitet, so wurden
an NYSE und NASDAQ deutlich ueber 2 MRD Aktien gehandelt. Hierauf
basiert die Hoffnung, dass die erste, massivste Verkaufswelle in
den USA nach dem Terroranschlag von letzter Woche hinter uns
liegt.
Die Stimmung am Neuen Markt ist weiterhin schlecht, was durch die
ueberproportionalen Abgaben hinreichend dokumentiert wird. So
verlor der Neue Markt mehr als 15% seit dem Terrorakt, deutlich
mehr, als DAX und die US-Maerkte.
Weiterhin sehen wir derzeit eine politische Boerse, die weitge-
hend von der Psychologie bestimmt wird. Investoren empfehlen wir
zunaechst die Einnahme einer abwartenden Haltung, bis an den US-
Maerkten so etwas wie eine Bodenbildung erkennbar wird oder bis
sich die US-Maerkte eingependelt haben.
Grundsaetzlich muessen zwei Basis-Szenarien betrachtet und un-
terschieden werden, die ineinander uebergreifen werden:
FUNDAMENTAL
In realwirtschaftlicher Hinsicht erwarten wir in Bezug auf den
Terroranschlag keine unueberschaubaren Negativeffekte. So wird es
den Notenbanken gelingen, durch stark gesteigerte Liquiditaetszu-
fuhr die wirtschaftlichen Verwerfungen auf ein ueberschaubares
Mass zu begrenzen. Sicherlich ist zu erwarten, dass sich die Kon-
sumbereitschaft der US-Amerikaner bis zum Jahresende verringern
wird - zumal im letzten Quartal mit Thanksgiving und Weihnachten
ein Drittel der Gesamtjahres-Konsumausgaben generiert werden -
dennoch halten wir es in Anbetracht des starken Patriotismus in
den USA fuer unwahrscheinlich, dass die US-Amerikaner nun breit-
gefasst in Defetismus verfallen.
Wir schaetzen den wirtschaftlichen Impact (inkl. Oelpreissteige-
rung) des Terroranschlages auf die Weltwirtschaft fuer 2001 ins-
gesamt mit bis zu einem halben Prozentpunkt ein. Ist dies in ei-
ner neutralen Konjunkturphase durchaus kompensier- und steuerbar,
stellt dies derzeit jedoch eine durchaus diffizile Situation dar,
da sich gerade die USA als Weltkonjunkturmotor im 2. Quartal auch
ohne Terrorakte deutlich auf eine Rezession zusteuerte.
Anleger sollten jedoch beachten, dass die wirtschaftlichen Ver-
werfungen in einigen Branchen deutlich staerker sein werden als
in anderen. Einige Sektoren werden aber auch von dem Terroran-
schlag und seinen Konsequenzen profitieren.
MARKTPSYCHOLOGIE
Die Auswirkungen von Angst sind meist wesentlich schlimmer als
der eigentliche Gegenstand der Furcht. Insbesondere gilt dies im
Zusammenhang mit der Boersenentwicklung, wobei der zeitliche Fak-
tor bei den Aktienmaerkten im Hinblick auf ihre Eigenschaft als
reine Antizipationsmechanismen der Unter- oder Uebertreibung wei-
teren Vorschub leistet.
So sind die Aengste der Marktteilnehmer im Hinblick auf eine
moegliche Gefaehrdung des Weltfriedens zwar keineswegs von der
Hand zu weisen, in ihrem Ausmass jedoch wenig realitaetsbezogen.
So befanden wir uns noch vor 15 Jahren, zu Zeiten des kalten
Krieges, in einer noch wesentlich gefaehrlicheren Situation, wo-
bei sich die Aktienmaerkte aufgrund des Gewohnheitseffektes we-
sentlich resistenter zeigten.
Zwar wird uns in naechster Zeit ein Krieg bevorstehen, jedoch in
einer ganz anderen Art, als bisher gekannt. Die US-Amerikaner
werden mit Unterstuetzung der weltweit bedeutendsten Nationen,
darunter bspw. auch China und Russland, die ihre Solidaritaet und
Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekundeten, konzentrierte Mili-
taerschlaege gegen Terroristenzellen, sowie gegen Laender, die
den Terrorismus unterstuetzen, durchfuehren.
Dieser Krieg, der nicht als Rachefeldzug, sondern als unbedingt
erforderliche Bekaempfung des Terrorismus zu unser aller Gunsten
betrachtet werden sollte, schweisst die zivilisierten Nationen
zusammen, was letztendlich auch hinsichtlich des globalisierten
Handels in einigen Jahren positive Folgen nach sich ziehen soll-
te.
Den Weltfrieden sehen wir hierbei weitaus weniger unmittelbar in
Gefahr, als zu Zeiten des kalten Krieges, da nun die wichtigsten
militaerischen Grossmaechte dieser Welt nicht gegeneinander, son-
dern miteinander arbeiten. Wir stehen nicht vor einem dritten
Weltkrieg sondern vor umfassenden, von der zivilisierten Welt ge-
meinsam durchgefuehrten Massnahmen, die unter anderem auch kon-
zentrierte Militaeraktionen umfassen.
FAZIT
Die weitaus groessere Gefahr fuer die Aktienmarktentwicklung se-
hen wir in der Angst selbst, nicht in den realwirtschaftlichen
Auswirkungen des Terroraktes und den daraus erwachsenden Konse-
quenzen. Per Definition erwarten wir im 4. Quartal in den USA
eine Rezession moderaten Ausmasses. Das Verbrauchervertrauen hat
deutlich gelitten. Mit einer Erholung der US-Oekonomie rechnen
wir unveraendert gegen Ende des ersten Halbjahres 2002.
Realwirtschaftlich groesster Risikofaktor ist und bleibt der Oel-
preis. So explodierte dieser auf deutlich ueber 30 USD/Barrel,
ein Preisniveau, welches das Szenario einer wirtschaftlichen Er-
holung voellig kontakariert. Fuer Investoren ist es derzeit be-
sonders wichtig, ihre Anlageziele zu definieren. Insbesondere
gilt dies fuer den zugrundeliegenden Anlagezeitraum bei Neuenga-
gements.
Insgesamt rechnen wir damit, dass die Aktienmaerkte zunaechst
weiter negativ tendieren, bis die Bekaempfung des Terrorismus und
die daraus erwachsenden Militaeraktionen zum Gewohnheitsfaktor ge-
worden sind.
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4. BRANCHEN-SELEKTION: fuer Anleger jetzt wichtiger denn je!
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Fuer Investoren ist es derzeit besonders wichtig, ihre Anlagezie-
le zu definieren. So sehen wir fuer langfristig ausgerichtete In-
vestoren derzeit hervorragende Einstiegskurse bei ausgewaehlten
Qualitaetswerten.
Zynisch betrachtet vermag eine Katastrophe auch die Produktion
eines Landes zu steigern. Insbesondere gilt dies erfahrungsge-
maess fuer spezielle Branchen. So werden insbesondere in den USA
Bau- und Ruestungsunternehmen, Immobiliengesellschaften, Edelme-
tallwerte und sogar die PC-Industrie und langfristig selbst die
Versicherungswirtschaft von diesem Anschlag profitieren. Auch
dem Internet als stabilem Kommunikationsmedium wurden bereits po-
sitive Effekte in den Medien eingeraeumt. So perfide dies auch
klingt, sind derartige Ueberlegungen dennoch Wesenszuege der
Boerse.
So pietaetslos es zu diesem Zeitpunkt auch klingen mag, eine alte
Boersenweisheit lautet: "Kaufen, wenn die Kanonen donnern". Der
Verfechter dieser bisher durchaus zutreffenden Investmentphilo-
sophie, es handelt sich hierbei um keinen geringeren als Andre
Kostolany, nahm diesen Spruch durchaus woertlicher, als dies zu
diesem Zeitpunkt angemessen erscheinen mag. Dem strategischen
Langfristinvestor kann auf dem deutlich ermaessigten Kursniveau
zum selektiven Einstieg in solide Qualitaetstitel geraten werden,
allerdings wuerden wir eine Stabilisierung der Ereignisse auf po-
litischer Ebene abwarten. Auch sollten die ersten Handelstage an
den US-Boersen abgewartet werden, bis eine Bodenbildung erkennbar
wird.
Danach finden langfristig ausgerichtete Investoren unserer Ein-
schaetzung nach attraktive Einstiegsmoeglichkeiten vor. Anleger
sollten sich dabei jedoch lediglich auf weltweite marktdominie-
rende BlueChips konzentrieren und eine hohe Diversifikation be-
treiben. Derartig motivierten Engagements sollte jedoch ein Zeit-
horizont von mehr als 10 Jahren zugrundegelegt werden. Zudem
sollte nur Kapital investiert werden, das in diesem Zeitraum
nicht benoetigt wird. In Anbetracht der oben aufgefuehrten Risi-
ken empfehlen wir ungeachtet des royalen Zeithorizonts zunaechst
eine restriktive Limittechnik nach unten hin.
Der NEUER-MARKT-Anleger hat dabei allerdings ein Problem, da Ak-
tientitel aus Branchen, denen wir selbst oder gerade in Krisen-
zeiten eine deutlich marktueberdurchschnittliche Performance ein-
raeumen, am Neuen Markt kaum vertreten sind. Hierzu gehoeren
bspw.
- Ruestungswerte
- Mineraloeltitel
- Edelmetallunternehmen
- Nicht-zyklische Konsumwerte
- Pharmawerte
Insgesamt und mittelfristig sehen wir bei US-Titeln mittelfristig
bessere Performancechancen als am von deutschen Titeln dominier-
ten Neuen Markt. Nicht nur, dass die USA durch ihre liberalere
Wirtschaftspolitik ein langfristig politisch und wirtschaftlich
besseres Umfeld fuer boersennotierte Unternehmen bieten, daueber
hinaus sind die meisten international dominierenden Technologie-
und Wachstumsunternehmen in den USA domizilisiert.
Anleger, die jetzt antizyklische bedeutende Engagements bei aus-
gesprochen langfristiger Ausrichtung eingehen wollen, sollten
sich daher nicht lediglich auf den Neuen Markt konzentrieren,
sondern insbesondere marktdominierende US-Unternehmen mit unzer-
stoerbarer Marktposition und angemessener Fundamentalbewertung
bevorzugen.
Nachfolgend listen wir einige der US-Branchen und Titel auf, die
entweder erfahrungsgemaess als vergleichsweise krisensicher be-
zeichnet werden koennen, oder die eventuell sogar von den jueng-
sten Ereignissen profitieren koennten.
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5. TOP-BRANCHEN mit marktueberdurchschnittlichen Chancen
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Warum wir als Neuer Markt-Newsletter angesichts der speziellen
Situation an dieser Stelle auf US-Titel verweisen, sollte schnell
deutlich werden. So gibt es zu vielen Sektoren, denen wir eine
starke Krisenresistenz einraeumen, am Neuen Markt keine oder kaum
entsprechende Aktienwerte.
RUESTUNGSTITEL
Natuerlich werden von dem aktuellen, politischen Spannungsver-
haeltnis in erster Linie die Ruestungsunternehmen wie
- LOCKHEED MARTIN
- ALLIANCE TECH
- GENERAL DYNAMICS
- RAYTHEON
profitieren, da zu erwarten ist, dass das US-Verteidigungshaus-
haltsbudget nunmehr deutlich aufgestockt wird. Gleiches erwarten
wir auch in Europa. Primaerer Nutzniesser dieser Entwicklung der
tragischen Ereignisse in den USA werden daher die Ruestungswerte
sein.
OELWERTE
Oelwerte bzw. Mineraloelgesellschaften wie
TNT Ao Tatneft
BP Bp Plc
CHV Chevron Corporation
ENI S.p.A.
XOM Exxon Mobil Corp
REP Repsol, S.A.
RD Royal Dutch
SC Shell Transport
TX Texaco Inc.
TOT Total Fina Elf S A
profitieren erfahrungsgemaess von hoeheren Oelpreisen. Da wir im
Hinblick auf die eventuellen Militaeroperationen im nahen Osten
entweder mit einer realen Beeintraechtigung der Oelexplorations-
anlagen, oder mit der Angst einer solchen, rechnen, gehen wir da-
von aus, dass der Oelpreis weiter auf einem hohen Niveau verkeh-
ren wird. Wir halten Oeltitel derzeit als eines der krisensicher-
sten Engagements.
EDELMETALL-WERTE
In schlechten Zeiten gelten Edelmetalle wie
AEM Agnico-Eagle Mines Limited
APCFY Atlas Pac Ltd
ASL Ashanti Goldfields Company
BVN Compa±ia de Minas Buenaven
GG Goldcorp Inc New
GLG Glamis Gold Ltd.
HM Homestake Mining Company
LIHRY Lihir Gold Ltd
MDG Meridian Gold Inc.
RGLD Royal Gold Inc
als Krisenwaehrung. Dies mag zwar hinterfragt werden, da die
Waehrungen schon lange nicht mehr an Edelmetallreserven gekoppelt
sind, dennoch haelt diese Tendenz aus marktpsychologischen Gruen-
den weiter vor, insbesondere, wenn viele Marktteilnehmer eine
starke Gefaehrdung ihrer Vermoegenswerte befuerchten. Edelmetalle
bzw. Unternehmen, die in der Edelmetall-Gewinnung/Exploration
(Gold, Diamanten, Platin etc.) -Verarbeitung oder Weiterverarbei-
tung und -Verwertung taetig sind, erweisen sich in Krisenzeiten
daher meist als vergleichsweise stabil bzw. weisen in Krisenzei-
ten sogar Aufwaertstendenzen auf. Die Aufwaertstendenz bei Edel-
metallen sehen wir jedoch als sehr begrenzt und auf den ersten
Schock bezogen. Langfristig hat sich Gold in den letzten 20-30
Jahren als eines der schlechtesten Investments erwiesen, und auch
die Diamantenfoerderung ist mehr denn je von der Konjunktur ab-
haengig. Edelmetallwerte kommen daher eher bei kurzfristig und
flexibel ausgerichteten Dispositionen in Frage. Wir bevorzugen
dabei Gold.
NICHT-ZYKLISCHE KONSUMWERTE
Hohe Krisenfestigkeit muss auch den nichtzyklischen Konsumwerten
eingeraeumt werden, so trinken die Menschen nach wie vor Coca
Cola (Softdrinks), rauchen Zigaretten (Tabakwerte) oder konsumie-
ren andere Genussmittel wie Alkohol (Alkohol & Spirituosen).
RJR Reynolds R J Tob Hldgs Inc
MO Philip Morris Companies Inc
BTI British Amern Tob Plc
BUD Anheuser-Busch Companies
KO The Coca-Cola Company
PBG Pepsi Bottling Group Inc
FIZ National Beverage Corp
PEP PepsiCo, Inc
RUECKVERSICHERER
So seltsam es zunaechst klingen mag, erwarten wir, dass sich auch
Rueckversicherungstitel wie
- Muenchener Rueck
- Hannover Rueck
- Swiss Re / Schweizer Rueck
- Allianz
als sehr stabil und konjunkturresistent erweisen. Zwar faellt ein
grosser Teil der direkten Vermoegensschaeden durch den Terroran-
schlag auf die Rueckversicherer zurueck - so erwartet die Rueck-
versicherungstochter von GENERAL ELECTRIC Gewinneinbussen von 400
Mio USD im 3. Quartal, die MUENCHENER RUECK, weltweit der groess-
te Rueckversicherer senkte die Gewinnprognose fuer das Gesamtjahr
um 1 MRD Euro, die Allianz um 700 Mio Euro, und auch die indirek-
ten Schadenserstattungen wie Krankengelder, Renten, etc. belasten
zunaechst, dennoch sehen wir positive Entwicklungsperspektiven.
So ist in Zukunft zu erwarten, dass Rueckversicherer das Risiko
von terroristischen Anschlaegen entweder ausschliessen oder le-
diglich per hoeherer Praemie versichern. Darueber hinaus steigt
in Anbetracht des zunehmenden Terrorismus und anderen Faktoren
der Absicherungsbedarf. Insgesamt sehen wir das Rueckversiche-
rungsgeschaeft unter zyklischem Aspekt als ausgleichsorientiert
an, so steigen die Praemien stets im Anschluss groesserer Scha-
densfaelle. Der Rueckversicherungswirtschaft gelingt es erfah-
rungsgemaess stets besser als anderen Industriezweigen (wie bspw.
dem Chemiesektor), hoehere Kosten an die Kunden weiterzureichen.
Somit sehen wir die Soliditaet der Versicherer nicht gefaehrdet.
PHARMAWERTE
Auch Pharmawerte gelten als vergleichsweise konjunkrurresistent,
da die Menschen in konjunkturell schlechten Phasen nicht gesuen-
der werden. Insgesamt sehen wir die Pharmabranche jedoch noch
recht hoch bewertet, so dass wir hierbei Bewertungsrisiken sehen.
TMT-WERTE
Zunaechst erwarten wir natuerlich auch bei den TMT-Werten (TMT =
Telecommunication, Media, Technology) starke Abgaben. Danach
koennte sich aber der TMT-Sektor erholen, da durch den Terroran-
schlag ein neuer Bedarf an Software, Hardware und PCs entstand.
Zudem erwies sich das Internet in der Krisenzeit als verlaessli-
ches Kommunikationsmittel. Zudem erwarten wir, dass der Datenver-
lust im WTC nunmehr dazu fuehren wird, dass die Nachfrage nach
dezentraler Organisation wichtiger Unternehmensablaeufe und Spei-
cherung/ dezentrale Sicherung der Informationen zunimmt.
Vor diesem Hintergrund koennte sich der NewsFlow aus diesen Sek-
toren mittelfristig verbessern. Mittelfristig gute Erholungschan-
cen nach zunaechst deutlichen Kurseinbruechen sehen wir vor die-
sem Hintergrund bei MICROSOFT (Software/Betriebssysteme), ORACLE
(Datenbanksoftware), EMC (Datenspeicherung) und DELL (PC/Hardware
& Zubehoer). Ebenso auf der Serverseite sollte die Nachfrage zu-
naechst wachsen (IBM, SUN MICRO).
Dennoch ueberwiegen bei den TMT-Werten zunaechst jedoch die Risi-
ken, da diese besonderes stark konjunkturreagibel sind und zum
Teil auch unter branchen- und marktspezifischen, wettbewerbsbe-
dingen und hausgemachten Problemen leiden. In den naechsten Wo-
chen wuerden wir TMT-Werte weiterhin untergewichten.
FAZIT
Insgesamt sollten sich Anleger auf Valuetitel konzentrieren. In
Krisenzeiten sollten keine orginellen Investments getaetigt oder
gar irgendwelche Experimente durchgefuehrt werden. Die drei
Hauptinvestmentkriterien der naechsten Monaten werden Value,
Substanz und Buchwert sein.
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6. MERGERS & KOOPERATIONEN / WET, carrier1, Morphosys, Vectron
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CAMELOT, WKN:
501089 Die CAMELOT.tele.communication.online. AG (WKN
501089) hat ihren
Anteil an der Technologietochter econe AG von 50,01% auf 75,18%
erhoehen koennen. Dies erfolgte durch Bareinlage von rund 1,2
Mio. EURO im Zuge einer Kapitalerhoehung. Die econe AG ist ein
IT-Dienstleister, der mit ueber 60 Mitarbeitern multimediale CRM-
Systeme konzipiert, entwickelt und realisiert. Zu den Kunden
zaehlen u.a. BMW, OSRAM oder Radio-Sender Klassik Radio. Mit ih-
rem Dienstleistungsspektrum ist das Tochterunternehmen econe ein
wesentlicher Bestandteil der strategischen Ausrichtung von
CAMELOT zum CRM-full-service-Provider.
Softmatic AG, WKN:
727170 Softmatic AG hat Lizenzrechte an der Software SQLblending an die
IncoDev GmbH, Hamburg, verkauft. Softmatic fliessen damit liquide
Mittel in nicht bezifferter Groessenordnung zu.
MorphoSys
MorphoSys AG gab kuerzlich den Abschluss einer Kooperation mit
der Oridis Biomed Forschungs- und Entwicklungs GmbH bekannt. Im
Rahmen des Vertrags erhaelt MorphoSys bevorzugten Zugang zu einer
der groessten humanen Gewebebanken weltweit. Ziel der Kooperation
ist die Charakterisierung und Validierung neuer Zielmolekuele.
MorphoSys wird die firmeneigene HuCAL Technologie zur Generierung
von Antikoerpern gegen Zielmolekuel-Kandidaten einsetzen, mit de-
nen Oridis Biomed Hochdurchsatz Protein-Expressionsanalyse an ei-
ner Reihe humaner Gewebestuecke durchfuehren wird. Oridis erwirbt
eine Lizenz fuer die MorphoSys HuCAL Technologie und bekommt Zu-
gang zu bestimmten Antikoerpern von MorphoSys.
mediantis AG, WKN:
528520 Die mediantis AG, Muenchen, veraeussert das Online-Buchgeschaeft
sowie die Marke und Domain buecher.de an die Booxtra GmbH & Co.
KG, Augsburg. Der Online-Shop buecher.de wird von Booxtra weiter-
gefuehrt werden. Der Kaufpreis besteht aus einem fixen und einem
variablen Anteil und wird zwischen 5 - 7 Millionen DM betragen.
Die Veraeusserung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der
Hauptversammlung der mediantis AG.
Blue C Consulting AG
Der e-Business-Dienstleister Blue C Consulting AG uebernimmt die
Mehrheit der profitablen deutschen Internetdienste.de AG mit Sitz
in Hanau, Frankfurt. Die solide Marktposition des Internetdienst-
leisters in Deutschland mit Kernkompetenzen im e-Business und
e-Marketing Bereich stellen eigener Einschaetzung nach eine opti-
male Basis fuer die Neupositionierung von Blue C in Deutschland
dar. Einen grossen Anteil des Umsatzes erwirtschaftet die Inter-
netdienste.de AG ueber den Betrieb von Portalen und die Verwer-
tung von marketingrelevanten Daten mit derzeit 42 Mitarbeitern.
Das erfolgreiche Geschaeftsmodell soll den Angaben zufolge neben
den bisherigen e-Business Dienstleistungen zu einem starken wirt-
schaftlichen Standbein der Blue C Consulting AG ausgebaut werden.
Die Uebernahme der Internetdienste.de AG mit einem Jahresumsatz
von ca. drei Millionen Euro wird zum ueberwiegenden Teil durch
Aktientausch erfolgen. Ueber den genauen Kaufpreis wurde Still-
schweigen vereinbart.
Carrier1 International S.A., WKN: 932485
Carrier1 ein paneuropaeischer Anbieter von Loesungen fuer 'end-
to-end' Internet, Sprach- und Bandbreiten-Dienste sowie Data-Cen-
ter und 'Access Solutions' hat heute mit Net Insight (SX: NETI
B), einem Anbieter von Real-Time-Breitband-Technologie ein Ue-
bereinkommen abgeschlossen, demzufolge ihr gemeinsames Joint-Ven-
ture-Unternehmen, ProStream, vollstaendig in Carrier1 integriert
wird. ProStream war gegruendet worden, um den Markt fuer profes-
sionelle Video-Services fuer TV- und Medien-Unternehmen in Europa
zu adressieren.
Vectron Systems AG
Die Vectron Systems AG hat von Maas International einen Auftrag
fuer die Aufruestung von 800 vorhandenen PC-basierten Kassensys-
temen mit Vectron-POS- Software und dazu passender Peripherie mit
Lieferung bis Jahresende in Hoehe von 640.000 Euro erhalten. Ers-
tes gemeinsames Projekt von Maas International und der Vectron
Systems AG wird der Unilever Konzern. Maas International konzen-
triert sich auf europaeische Top-500-Unternehmen und betreut z.B.
auch Daimler Chrysler, Philips, ABN-AMRO Bank und Ford Europa.
Vectron und Maas International moechten in einer langjaehrigen
strategischen Partnerschaft Synergien ausschoepfen.
euromicron AG, WKN: 566000
Die euromicron AG Frankfurt erwirbt 26% der ASM Kommunikations-
technik GmbH in Bergkirchen bei Muenchen. Damit wird ein weiterer
Schritt der Akquisitionsstrategie umgesetzt und die Fokussierung
auf Lichtwellenleiter-Technologie vorangetrieben. Die ASM Kommu-
nikationstechnik ist ein hochspezialisiertes Unternehmen mit fol-
genden Geschaefts- und Projektschwerpunkten: Planung, Projektie-
rung und Realisierung von Datennetzen, speziell im technisch an-
spruchsvollen Umfeld der Lichtwellenleiter-Weitverkehrsnetze.
W.E.T. Automotive Systems, WKN:
508160 Die W.E.T. Automotive Systems AG, Weltmarktfuehrer bei Autositz-
heizungen, hat ueber ihre kanadische Tochter W.E.T. Automotive
Systems Ltd. vom US-Autositzhersteller Johnson Controls Inc. alle
Rechte der technischen und wirtschaftlichen Verwertung der Klima-
sitz-Technologie "ComfortCoolsTM" fuer Nordamerika erworben. Bei
der "ComfortCoolsTM"-Technologie wird Luft nicht wie bei den W.E.
T.-Loesungen ueber die installierte Sitzheizung durch den Sitz
geblasen, sondern Waerme und Feuchtigkeit werden mittels eines im
Sitz erzeugten Vakuums abgesaugt, so dass die Kleidung des Nut-
zers trocken und faltenfrei bleibt.
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7. ERGEBNISSE & PROGNOSEN / DICOM Group, SALTUS Technology AG
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DICOM GROUP, WKN:
931486 Recht positive Zahlen verkuendete am Dienstag Morgen der DMS-An-
bieter DICOM (Umsatzanstieg um 44% auf 228,2 Mio. EUR, Ergebnis
vor Steuern wuchs um 115% auf 11,3 Mio. EUR).
SALTUS Technology AG, WKN:
716100 Der nach den Vorschriften des IASC aufgestellte Halbjahresbericht
fuer das laufende Geschaeftsjahr (1.Februar 2001-31.Juli 01) der
SALTUS Technology AG weist ein um 41% auf TDM 1.833 DM (Vorjahr:
TDM 1.296) gestiegenes Betriebsergebnis (Ebit) aus. Ein zugleich
deutlich gestiegener Zinsaufwand in Hoehe von TDM 1.048 (TDM 485)
fuehrte zu einer Stagnation des Vorsteuerergebnisses(Ebt) in Hoe-
he von TDM 785(TDM 811), und der stark erhoehte Steueraufwand von
TDM 886(TDM 222) zu dem erwarteten Rueckgang des Halbjahresueber-
schusses auf TDM 93 (TDM 508). Der Umsatz blieb mit TDM 35.079
(TDM 35.689) in etwa konstant, was auf den Wegfall der Handels-
aktivitaeten der SALTUS Engineering Goetz Kastenholz GmbH zu-
rueckzufuehren ist. Es verzeichnet das Geschaeftsfeld Praezi-
sionstechnik eine dynamische Entwicklung, die durch die Gewinnung
eines ertragreichen Longlife-Auftrages eines grossen deutschen
Automobilzulieferers untermauert wird. Die aus dem Geschaeft mit
dem Neukunden zu erwartenden Umsatzerloese liegen fuer das kom-
mende Jahr 2002 bei etwa 3 Mio. DM, fuer das Jahr 2003 bei etwa
5 Mio. DM und fuer 2004 bei Vollauslastung bei rund 9 Mio. DM.
Vorstandssprecher Wolfgang Koll rechnet daher auch fuer das kom-
mende Geschaeftsjahr 2002/03 mit einem Gewinn nach Steuern von
gut 2 Mio. DM bei einem Umsatz von ca. 80 Mio. DM. Fuer das lau-
fende Geschaeftsjahr steht die geschaeftliche Konsolidierung des
Konzerns im Vordergrund.
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8. NACHRICHTEN & RESEARCH / Plenum, Isra, BKN, Hoeft & Wessel ..
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Hoeft & Wessel AG, WKN: 601100
Nur kurze Zeit nachdem die Hoeft & Wessel AG das Geschaeftsmodell
der Truck24 AG im Rahmen eines Asset Deals aus der Insolvenzmasse
erworben hat, ist die notwendige Liquiditaet gesichert. Zur Refi-
nanzierung wurden Anteile der Tochtergesellschaft veraeussert.
Die Hoeft & Wessel AG realisiert durch die Veraeusserung Ertraege
in einstelliger Millionenhoehe.
BKN International, WKN:
529070 BKN International, Produzent und Vertreiber von Zeichentrickfilm-
Serien, beabsichtigt, unter Ausuebung des genehmigten Kapitals,
769.695 neue Aktien, die 10% des Grundkapitals nicht ueberstei-
gen, anzubieten. Die neuen Aktien werden in Form einer Privatpla-
zierung institutioneller Investoren, einschliesslich einiger be-
deutender Aktionaere, angeboten. Gemaess § 186 Abs. 3 Aktienge-
setz wurden die Bezugsrechte der Aktionaere ausgeschlossen. Die
Gesellschaft beabsichtigt, den Erloes fuer die weitere Expansion
sowie die Produktion von Zeichentrickfilmen zu verwenden.
ISRA VISION SYSTEMS AG
ISRA erhaelt aus der Automobil- und der Kunststoffindustrie neue
Auftraege und bekraeftigt den Angaben zufolge im Umfeld schwacher
Boersenkurse und konjunktureller Verlangsamung ihren Wachstums-
kurs. Bei DaimlerChrysler ruestet ISRA im Unterauftrag der Duerr
AG Lackierlinien des Werks in Bremen mit 3D-Robot-Vision-Systeme
zur Positionsbestimmung von Karosserien im Gesamtwert von rund
TDM 800 aus. Ein zweiter Auftrag kommt von einem fuehrenden Her-
steller fuer Spezialkunststoffolien mit einem Volumen von TDM
400. Die Lieferung der Systeme zu beiden Auftraegen erfolgt teil-
weise noch im laufenden Geschaeftsjahr (Geschaeftsjahresende ist
30.09.).
PLENUM AG, WKN: 690100
Die Hauptversammlung der plenum AG vom 22. Juni 2001 hat den Vor-
stand der Gesellschaft ermaechtigt, bis zu 10% der Aktien der Ge-
sellschaft ueber die Frankfurter Wertpapierboerse zu erwerben.
Der Vorstand hat beschlossen, jetzt mit dem Rueckkauf eigener Ak-
tien zu starten. Entsprechend der Ermaechtigung wird die plenum
AG Aktien zu einem Preis kaufen, der den Mittelwert der Boersen-
kurse waehrend der letzten 10 Boersentage nicht mehr als 10% ue-
berschreitet und nicht mehr als 30% unterschreitet. Der Aktien-
rueckkauf erhoeht die Flexibilitaet des Vorstandes bei der Finan-
zierung zukuenftiger Akquisitionen.
DCI Database AG
Die Vorstaende Alexander Roethinger, verantwortlich fuer Entwick-
lung und Technik, und Gerhard Trinkl, verantwortlich fuer Ver-
trieb, legen mit Wirkung zum 13.9.2001 ihre Aemter nieder. Das
Unternehmen reagiert den Angaben zufolge damit auf die veraender-
ten Marktgegebenheiten.
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9. AKTIENSERVICE-MUSTERDEPOT / Entwicklung, Neuaufnahmen
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PORTFOLIO
Wert Stueck Kaufkurs Aktuell Performance StopLoss Haltezeit
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AIXTRON 250 27,89 19,77 -29% 11,00 6 Woche
CE CONSUMER 700 6,64 5,07 -24% 2,50 6 Woche
BB BIOTECH 90 78,50 64,25 -17% 45,00 6 Woche
DEAG 400 15,00 11,00 -26% 7,00 6 Woche
MEDION 160 40,00 30,91 -23% 20,00 6 Woche
THIEL LOG. * 800 17,24 15,00 -14% 9,00 6 Woche
CDV SOFT. 200 36,50 32,50 -11% 21,00 6 Woche
KONTRON 500 12,85 13,69 +07% 6,00 1 Woche
BRAINPOOL 500 3,55 3,20 -10% 2,90 1 Woche
SENATOR 1000 2,50 2,41 -03% 1,90 1 Woche
ELECTR. LINE 300 10,00 10,30 +03% 7,00 1 Woche
COMROAD 300 5,55 6,31 +13% 4,00 1 Woche
LIQUIDITAET: 73.651,80 Euro Kurse XETRA
DEPOTWERT: 57.957,60 Euro DI.Vormittag
----------------------------
GESAMTWERT: 131.609,40 Euro (letzte Woche 135.645,80 Euro)
* Wie letzte Woche angekuendigt, erfolgte am Mittwwoch der Zukauf
von 300 St. Thiel Logistik. Der durchschnittliche Einstandskurs
hat sich dadurch entsprechend verringert.
WOCHENBERICHT
Der schreckliche Terroranschlag in den USA zog natuerlich auch
die Werte unseres Musterdepots stark in Mitleidenschaft. Wir sen-
ken nun die Stop-Loss-Kurse und denken ausgesprochen langfristig.
(5 Jahre).
PERFORMANCE-ANALYSIS / BENCHMARKING
Wertentwicklung MUSTERDEPOT im Jahr 2001: - 8,1 %
Performance Benchmark NEMAX all share 01: - 69,2 %
-------------
Outperformance Benchmark laufendes Jahr: + 61,1 Prozentpunkte
Performance Musterdepot seit Start 2.9.99: + 31,6 %
Performance NEMAX all im selben Zeitraum: - 74,0 %
-------------
Outperformance Benchmark im selben Zeitraum +105,6 Prozentpunkte
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10. BANKANALYSEN / Ratings renommierter Institute - Neuer Markt
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Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen. Analysen ab 05.09. beruecksichtigt.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Advanced Vis. uebergewichten GBC-Research 14.09.
BKN Outperf. Morg.Stan.Dean Wit. 17.09.
Ce Consumer stark uebergewichten Aktienservice Res. 12.09.
D.Logistics Upgrade auf "buy" M.M.Warburg & CO 14.09.
IDS Scheer "hold" Dresd. Kleinw. Wass.13.09.
IDS Scheer akkumulieren LB Baden-Wuertt. 17.09.
Kontron stark uebergew. Aktienservice Res. 12.09.
LION biosc. uebergewichten Helaba Trust 14.09.
Lycos Europe halten ABN Amro 14.09.
MorphoSys verkaufen Bankges. Berlin 13.09.
Plambeck kaufen ABN Amro 17.09.
Plambeck Kursziel 35 Euro Envigo 12.09.
SAP SI Downgrade Helaba Trust 14.09.
Syskoplan aussichtsreich Aktienservice Res. 12.09.
Syzygy uebergewichten GBC-Research 14.09.
Umweltkontor attraktiv bewertet Murphy & Spitz Res. 17.09.
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit
Quellen: Aktiencheck, Institute, eigene, DPA, VWD
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11. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, wichtige Tradingtermine
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Nur Neuer Markt, vollstaendige Termine morgen im Aktien-Newslet-
ter
DIENSTAG, 18. September
DICOM GROUP plc. - Jahresberichtes & Analystenkonferenz
Jetter AG - Hauptversammlung
MITTWOCH, 19. September
DICOM GROUP PLC. - Bilanzpresse- & Analystenkonferenz
curasan AG - Analystenkonferenz
Softline AG - Bilanzpresse- & Analystenkonferenz
media [netCom] AG - Hauptversammlung
iXOS Software AG - Bilanzpresse- & Analystenkonferenz
DONNERSTAG, 20. September
USU AG - Hauptversammlung
UTIMACO Safeware - Bilanzpresse- & Analystenkonferenz
biolitec AG - Bilanzpresekonferenz
FREITAG, 21. September
keine relevanten Termine bekannt
MONTAG, 24. September
keine relevanten Termine bekannt
DIENSTAG, 25. September
JUMPtec AG - Analystenkonferenz
Swing! Ent. Media AG - Bilanzpresse- & Analystenkonferenz
Keine Garantie auf Angaben / kein Anspruch auf Vollstaendigkeit
__________________________________________________
12. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
__________________________________________________
Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewaehrlei-
stung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht
verbundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbe-
sondere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So
stellt das Musterdepot in keiner Weise einen Aufruf zur indivi-
duellen oder allgemeinen Nachbildung dar. Die Redaktion bezieht
Informationen aus Quellen, die sie als vertrauenswuerdig erach-
tet. Eine Gewaehr hinsichtlich Qualitaet und Wahrheitsgehalt
dieser Informationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen
werden. Dieser Newsletter darf keinesfalls als persoenliche oder
auch allgemeine Beratung aufgefasst werden, da wir mittels ver-
oeffentlichter Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung re-
flektieren. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass
Redaktionsmitglieder sich im Besitz von Wertpapieren befinden,
ueber die wir im Rahmen unserer Newsletter oder anderweitig Be-
richt erstatten.
Leser, die aufgrund der in diesem Newsletter veroeffentlichten
Inhalte Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durch-
fuehren, handeln vollstaendig auf eigene Gefahr. Die in unseren
Newslettern oder anderweitig damit im Zusammenhang stehenden
Informationen begruenden somit keinerlei Haftungsobligo.
Ausdruecklich weisen wir auf die im Wertpapiergeschaeft immer
vorhandenen erheblichen Risiken hin. Aktieninvestitionen sowie
Optionsscheingeschaefte, der Handel mit derivativen Finanzpro-
dukten als auch Anlagen in Investmentfonds beinhalten das Risiko
enormer Wertverluste. Insbesondere gilt dies auch im Zusammen-
hang mit dem boerslichen und vorboerslichen Handel von Neuemis-
sionen und speziell bei Anlagen in nicht boersennotierte Unter-
nehmen, wie dies bei Venture Capital-Anlagen der Fall ist. Ein
Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann dabei keineswegs
ausgeschlossen werden. Eigenverantwortliche Anlageentscheidungen
im Wertpapiergeschaeft darf der Anleger nur bei eingehender
Kenntnis der Materie in Erwaegung ziehen, in jedem Falle aber
ist die Inanspruchnahme einer persoenlichen Beratung der Haus-
und/oder Depotbank unbedingt zu empfehlen.
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