Jede Wette, spätestens nach den Wahlen 2002 !
Das Defizit in den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden in Deutschland wird nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im laufenden Jahr auf insgesamt gut 80 Milliarden Mark und damit um mehr als 18 Milliarden Mark steigen.
Dadurch ergebe sich für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Impuls in Höhe von 0,4 Prozent, hieß es in der DIW- Studie vom Dienstag.
Der Bund dürfte allerdings in diesem Jahr sein Defizitziel von knapp 44 Milliarden DM erreichen.
"Stabilitätsziele revidieren"
Die im Entwurf für den Bundeshaushalt 2002 angestrebte Marke von gut 41 Milliarden Mark werde aber wohl nicht erreicht.
Stattdessen sei kommendes Jahr ein Minus von erneut 44 Milliarden Mark zu erwarten.
Angesichts der schwachen Konjunkturentwicklung empfahl das Institut, die im deutschen Stabilitätsprogramm formulierten Stabilitätsziele zu revidieren und höhere Defizite als bislang geplant hinzunehmen.
Kontrovers zu Eichel
Finanzminister Hans Eichel (SPD) hatte das in jüngster Zeit allerdings wiederholt abgelehnt und hält an seinem Ziel fest, bis 2006 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorzulegen.
Demgegenüber formulierte das DIW, es sollte nicht das Ziel des ausgeglichenen Haushalts im Vordergrund stehen, sondern es müsse darum gehen, die strukturellen Ungleichgewichte in den öffentlichen Haushalten mittelfristig zu beseitigen.
Steuereinnahmen fallen
Verantwortlich für die vorausgesagte Zunahme des Defizits im staatlichen Gesamthaushalt dieses Jahres sind nach DIW-Angaben Steuerausfälle, die von der unerwartet schwachen konjunkturellen Entwicklung und der Steuerreform herrührten.
So würden die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden mit 886 Milliarden Mark um drei Prozent niedriger als im Vorjahr ausfallen. Diese Zahl liege um fünf Milliarden Mark unter dem Betrag, der im Mai bei der letzten amtlichen Steuerschätzung zu Grunde gelegt worden war.
Im kommenden Jahr werde das gesamtstaatliche Defizit dann bei fortgesetztem Sparkurs um gut zehn Milliarden Mark geringer ausfallen als in diesem Jahr, sagte das DIW voraus.
Grund sei, dass dann nicht mehr, wie in diesem Jahr, reformbedingte Steuerausfälle zu erwarten seien.
Gemeinden kappen Investitionen
Die Steuereinnahmen würden daher im nächsten Jahr um vier Prozent zunehmen, sagten die DIW-Experten voraus.
Aufgefangen werden die Steuerausfälle im laufenden Jahr nach DIW-Einschätzung allein zur Hälfte durch Einsparungen bei den öffentlichen Investitionsausgaben.
Das gelte in besonderem Maße für die Gemeinden, bei denen ein dramatischer Rückgang ihrer Investitionen zu erwarten sei.
Besorgniserregend
Dabei sei das Investitionsniveau der Gemeinden schon jetzt Besorgnis erregend gering.
Das DIW forderte daher eine langfristig angelegt Infrastrukturoffensive, die mit einer Reform des Gemeindefinanzsystems ermöglicht werden sollte.
Das DIW schlug in diesem Zusammenhang vor, den Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer auf fünf nach derzeit 2,1 Prozent zu erhöhen.
Quelle: sueddeutsche.de/Reuters
Gruss
V2000
Das Defizit in den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden in Deutschland wird nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im laufenden Jahr auf insgesamt gut 80 Milliarden Mark und damit um mehr als 18 Milliarden Mark steigen.
Dadurch ergebe sich für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Impuls in Höhe von 0,4 Prozent, hieß es in der DIW- Studie vom Dienstag.
Der Bund dürfte allerdings in diesem Jahr sein Defizitziel von knapp 44 Milliarden DM erreichen.
"Stabilitätsziele revidieren"
Die im Entwurf für den Bundeshaushalt 2002 angestrebte Marke von gut 41 Milliarden Mark werde aber wohl nicht erreicht.
Stattdessen sei kommendes Jahr ein Minus von erneut 44 Milliarden Mark zu erwarten.
Angesichts der schwachen Konjunkturentwicklung empfahl das Institut, die im deutschen Stabilitätsprogramm formulierten Stabilitätsziele zu revidieren und höhere Defizite als bislang geplant hinzunehmen.
Kontrovers zu Eichel
Finanzminister Hans Eichel (SPD) hatte das in jüngster Zeit allerdings wiederholt abgelehnt und hält an seinem Ziel fest, bis 2006 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorzulegen.
Demgegenüber formulierte das DIW, es sollte nicht das Ziel des ausgeglichenen Haushalts im Vordergrund stehen, sondern es müsse darum gehen, die strukturellen Ungleichgewichte in den öffentlichen Haushalten mittelfristig zu beseitigen.
Steuereinnahmen fallen
Verantwortlich für die vorausgesagte Zunahme des Defizits im staatlichen Gesamthaushalt dieses Jahres sind nach DIW-Angaben Steuerausfälle, die von der unerwartet schwachen konjunkturellen Entwicklung und der Steuerreform herrührten.
So würden die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden mit 886 Milliarden Mark um drei Prozent niedriger als im Vorjahr ausfallen. Diese Zahl liege um fünf Milliarden Mark unter dem Betrag, der im Mai bei der letzten amtlichen Steuerschätzung zu Grunde gelegt worden war.
Im kommenden Jahr werde das gesamtstaatliche Defizit dann bei fortgesetztem Sparkurs um gut zehn Milliarden Mark geringer ausfallen als in diesem Jahr, sagte das DIW voraus.
Grund sei, dass dann nicht mehr, wie in diesem Jahr, reformbedingte Steuerausfälle zu erwarten seien.
Gemeinden kappen Investitionen
Die Steuereinnahmen würden daher im nächsten Jahr um vier Prozent zunehmen, sagten die DIW-Experten voraus.
Aufgefangen werden die Steuerausfälle im laufenden Jahr nach DIW-Einschätzung allein zur Hälfte durch Einsparungen bei den öffentlichen Investitionsausgaben.
Das gelte in besonderem Maße für die Gemeinden, bei denen ein dramatischer Rückgang ihrer Investitionen zu erwarten sei.
Besorgniserregend
Dabei sei das Investitionsniveau der Gemeinden schon jetzt Besorgnis erregend gering.
Das DIW forderte daher eine langfristig angelegt Infrastrukturoffensive, die mit einer Reform des Gemeindefinanzsystems ermöglicht werden sollte.
Das DIW schlug in diesem Zusammenhang vor, den Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer auf fünf nach derzeit 2,1 Prozent zu erhöhen.
Quelle: sueddeutsche.de/Reuters
Gruss
V2000