Der Österreicher Lutz demonstriert nach wie vor seine Ambitionen auf dem französischen Möbelmarkt. Im Jahr 2016 übernahm ihr Mitbegründer Andres Seifert die Marke But. Heute hat er einen wichtigen Schritt zur Übernahme von Conforama getan. Laut Les Echos hat Lutz über seine Tochtergesellschaft Mobilux Finance SAS (an der auch Clayton Dubilier & Rice beteiligt ist) vorerst ein unverbindliches Angebot gemacht, fast das gesamte Trikolour-Vermögen von Conforama zu kaufen und damit den Konkurs zu vermeiden. Tatsächlich ist dies der zweite Versuch von Lutz, der bereits vor einigen Monaten vorgeschlagen hatte, nur einen Teil des Perimeters zu übernehmen. Alle 162 Filialen und rund 8.000 Mitarbeiter der französischen Tochtergesellschaft des Südafrikaners Steinhoff - nicht aber die Einkaufszentrale der SISL - sind nun betroffen. Der potenzielle Käufer hat auch angegeben, dass er nicht beabsichtigt, das Ganze mit But zu fusionieren, so ein von Les Echos zitierter FO-Vertreter. Mobilux hat sich außerdem verpflichtet, die Kosten für den von Conforama bereits eingeleiteten Entlassungsplan in Höhe von etwa 116 Millionen Euro zu übernehmen. Hinzu kommen fast 150 Millionen Euro an Lieferantenschulden und die Zuführung von 200 Millionen Euro an Eigenkapital, um die Bilanz von Conforama wieder ins Gleichgewicht zu bringen - zumindest laut BFM Business. Ein Schritt, der zweifellos die Umsetzung des vor zwei Monaten von der Konzernleitung beantragten staatlich garantierten Darlehens in Höhe von 322 Millionen Euro erleichtern wird. Das Übernahmeprojekt wird den Mitarbeitern von Conforama am 23. Juni offiziell vorgestellt, mit dem Ziel, die Transaktion bis Ende des Sommers abzuschließen. Die französischen Aktivitäten des Möbeleinzelhändlers machen etwa 60% seines Gesamtumsatzes aus, der sich auf ca. 3,4 Milliarden Euro Jahresumsatz beläuft, einschließlich seiner anderen Niederlassungen in Spanien, Portugal, der Schweiz, Italien, Kroatien und Serbien.
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