Ich bin mir noch immer nicht ganz im Klaren, was Steinhoff mit der EQS bezweckt hat. Wenn das eine verpflichtende EQS war und davon muss man ausgehen, kann ich nur herauslesen, dass die Gläubiger einer Verlängerung der Kredite auch unter den alten Konditionen nicht zustimmen. Deshalb kommt bei den EQS auch wieder die Warnung vom Handel. Es bedeutet nämlich, dass am 30.6.2023 fällig gestellt wird und somit die Verwertung beginnt. Als Gläubiger würde ich das natürlich auch machen, denn warum sollten sie ihr Geld weiter verborgen ohne sehr wesentlich am Erfolge des Unternehmens beteilgt zu werden. Soweit so klar. Wäre es ein DES, dann würden die Gläubiger 10 Mrd € für 80% von Steinhoff zahlen. Und wir hätten dann 20% einer schuldenfreien Steini - das klingt mal eher unwahrscheinlich, denn dann müsste der Kurs jetzt bei € 1,- liegen. Es ist also klar, dass die 80% für eine Verlängerung der Kredite unter Fortbestand der Kredite gegeben werden. Würden die Gläubiger es für unwahrscheinlich ansehen, dass Steinhoff in 3-5 Jahren mehr wert ist als die Kredite samt Zinsen, dann hätten sie damit null gewonnen. Sie gehen also von einem Anstieg des Unternehmenswertes über die Verbindlichkeiten aus (was klar ist, denn allein Pepco will bis 2027 € 1 Mrd Gewinn pro Jahr erwirtschaften. Ebenso Pepkor dürfte in 3-5 Jahren das Südamerikageschäft auf Höhe gebracht haben und damit einen mit Pepco vergleichbaren Erfolg anstreben). Die Unsicherheit derzeit ist allerdings, ob die Gläubiger zustimmen und die Aktionäre ebenfalls oder ob ab 30.6.2023 fälliggestellt wird und der Ofen aus ist, denn wir wissen durch die EQS, dass eine Umschuldung unter Beibehaltung der Beteiligungen nicht möglich ist. Bei einer Verwertung ab 30.6. steigen wir mit null aus, wenn es noch 5 Jahre weitergeht, können wir bei Erreichen der Ziele (nur von Pepco) mit einem heftigen Mehrwert (Assets über debts) rechnen, von dem wir 20% bekommen. Wäre es zu einer Verlängerung der Kredite gekommen, dann wäre in den nächsten Jahren bereits verwertet worden und damit wahrscheinlich zu schlechteren Preisen als es in 3-5 Jahren sein wird (der Wert unserer Beteiligungen an Pepco und pepkor wird stärker als 10% pro Jahr steigen).
Ich kann auch falsch liegen, aber so stehen wir derzeit.