Steigt der Ölpreis auf 262 Dollar je Barrel?


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EinsamerSam.:

Steigt der Ölpreis auf 262 Dollar je Barrel?

 
08.02.06 08:52
Bulle & Bär

Der dreistellige Ölpreis

Steigt der Ölpreis auf 262 Dollar je Barrel? Wird für 159 Liter des Konjunktur-Schmierstoffs bald vier mal so viel gezahlt wie heute? William Browder hält das für möglich.

HB FRANKFURT. Der erfolgreiche Hedge-Fonds-Manager und Chef der vier Milliarden Dollar schweren Hermitage Capital Management hat jetzt ausgerechnet, welche Preise sich die Welt bei Ausfall eines wichtigen Produzenten einhandeln würde. Und es gibt viele wichtige krisengeschüttelte oder politisch instabile Förderländer.

Ohne die saudische Förderung müssten die Händler die genannten 262 Dollar zahlen, so die derbe Prognose. Bereits der Ausfall Irans würde laut Browder eine Preisverdopplung auf 131 Dollar nach sich ziehen. Vergleichsweise komfortabel kämen die Verbraucher bei einer Ausklammerung der venezolanischen oder nigerianischen Förderung davon. Dann hätten sie „nur“ mit Preisen von 111 bzw. 98 Dollar zu tun. Super-Investor George Soros äußerte sich übrigens ebenfalls besorgt über das Verhältnis von Angebot und Nachfrage am Ölmarkt – ohne Prognosen abzugeben.

Die stetige Klettertour des Ölpreises erscheint so manchen Experten abenteuerlich. Vor sieben Jahren kostete das Barrel noch zehn Dollar, gestern wurden für die Richtmarke WTI etwa 65 Dollar gezahlt. Auch vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Irankrise und der allgemein schwierigen Angebotslage verblüffen diese ungewöhnlich hohen Schätzungen.

Bereits seit einigen Tagen kursieren Preisüberlegungen, die alle bisherigen Dimensionen sprengen. Manche Marktteilnehmer spekulieren auf höhere dreistellige Notierungen. An der New York Mercantile Exchange werden jetzt Optionskontrakte mit Basispreis 250 Dollar gehandelt. Die Kaufoptionen sind nur dann mit Gewinn ausübbar, wenn der Ölpreis tatsächlich dieses Niveau erreicht. Die Zahl 250 stellt sogar jene Schätzung in den Schatten, mit der im vergangenen Jahr die Investmentbank Goldman Sachs Aufmerksamkeit erregte. Bis zu 105 Dollar könnte der Preis bei einer kurzfristigen Übertreibung nach oben durchschießen, hieß es damals.

Interessanterweise erscheinen solche exotisch anmutenden Prognosen im Rückblick gar nicht einmal undenkbar. Während des ersten Ölschocks in den siebziger Jahren explodierte der Preis von eineinhalb auf 40 Dollar je Barrel. Der gleiche prozentuale Zuwachs, startend beim Tief um zehn Dollar vor sieben Jahren, würde tatsächlich auf das erwähnte Niveau führen.

Die Ölenthusiasten stützen ihre Langfristszenarien vor allem auf den China-Faktor. Der durchschnittliche US-Amerikaner verbraucht rund 25 Barrel pro Jahr. Es gibt viermal so viele Chinesen, von denen jeder im Schnitt mit weniger als zwei Barrel auskommt. Eine Entwicklung zu US-Standards ist sicher unrealistisch. Doch die Chinesen könnten sich ähnlich entwickeln wie die Japaner und Südkoreaner. Dann wäre eine Verknappung programmiert: Beide Staaten steigerten innerhalb ihrer zwei bzw. drei Jahrzehnte dauernden Industrialisierung den Verbrauch auf jeweils rund 15 Barrel pro Jahr.

Den Preis für die kühnste Überlegung gewinnt übrigens der bekannte Vermögensverwalter Marc Faber aus Hongkong. Er dachte kürzlich laut über die 1000-Dollar-Marke nach. Auch dieser Preis sei durchsetzbar, so der Querdenker, weil Öl als Schmiermittel jeder Wirtschaft schlicht unverzichtbar sei. Das erscheint aus heutiger Sicht dann doch utopisch.

Quelle: HANDELSBLATT, Mittwoch, 08. Februar 2006, 06:32 Uhr

...be invested
 
Der Einsame Samariter

Steigt der Ölpreis auf 262 Dollar je Barrel? 2376399
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sir charles:

Könnte möglich sein, darum können die Amis

 
08.02.06 08:54
Den Iran nicht mit Sanktionen in die Knie zwingen. Ja ja das schöne
ÖL
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zorroc:

Fällt der Ölpreis wieder auf 26,2 USD je Barrel?

 
08.02.06 09:13
Unwahrscheinlich? Zorroc hält es jedoch für möglich.

Trotz eines jahrelangen Embargos gegen eines der erdölreichsten Länder, nämlich den Irak, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein bis sich die Förderung in diesem Land stabilisiert und aufgrund des Nachholbedarfs und der zu leistenden Aufbauarbeit zusätzliche Förderquoten freigesetzt werden.

Jaja, die Amis und das Öl. Sind die amerikanische Regierung und die dortigen Ölmultis eigentlich hirnverbrannt oder sind es Analysten wie William Browder? Gerade im Falle des Irak hat man von amerikanischer Seite doch in der Vergangenheit wohl mehr als nur einen Fuß hinter die Türe von Saddam setzen können, zumindest wenn man es nur auf die dortigen Ölvorkommen abgesehen hätte. Warum hat man es sich mit Saddam eigentlich verscherzt und durch das Handesembargo sowas wie eine künstliche Verknappung auf dem Weltmarkt hervorgerufen (wenn auch ohne großartigen Einfluß auf den Preis und das sagt eigentlich alles)? Ich meine, da hätte man Saddam doch weiterhin hofieren können. Wäre doch allemal die bessere und vor allem aus amerikanischer Sicht die gewinnbringendere Lösung gewesen.

Also, lasst euch nicht verarschen!
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WALDY:

Ich seh das so:

 
08.02.06 09:26
Da ich seit langer Zeit alles rund ums Öl mir sehr genau anschaue glaube
ich das Ölpreise über 80-85 US$,in den nächsten Jahren, wir sehr wahrscheinlich nicht sehen werden.

Warum?

Nun , Paradox aber wahr, um so teurer das Öl wird, um so mehr ist vorhanden.
D.h. das selbst ÖLgebiete die vorher einfach Unwirtschaftlich waren
sind jetzt aufeinmal sehr/extrem lohnend.
Ölsand!
Extreme Tiefenbohrungen!
Neue Ölplatformen!

Gut kann mann das z.b. an diesen Chart sehen

       Steigt der Ölpreis auf 262 Dollar je Barrel? 2376463
     

Dies ist ---meine per.--- Meinung.

MfG
  Waldy


Ps.

Wer einfach mal wissen will wie Canada z.b. auf Platz Nr.2 der Ölreichstenländer
gekommen ist kann das dort nachlesen.


Wie eine Ölgrossmacht entseht:

http://www.ariva.de/board/203991?page=0&a=031403


Und so liegen gewaltige Mengen Öl im Amazonasbecken.
Aber die Förderung ist noch zu teuer.

           &In Canada war das auch mal exakt auch so.
Antworten
sir charles:

Alle Optionen offen

 
08.02.06 09:28
Habe gestern in einem Bericht gehört, daß die USA keine Ahnung hat wie
weit der Iran mit der Atom-bombe ist und scheinbar hat Bush auch keinerlei
Interesse mehr. Die Meinung der Berater ist die: laßt sie die Bombe bauen
da Intervention alle Industriestaaten treffen würde. Die Iranische
Bevölkerung ist weitgehenst abhängig von Importen und würde nur den
Radikalen zugetrieben werden.

Niedrieger Ölpreis: Uns wird ja eigentlich immer eingeredet, daß die Kapazitäten
der Raffinerien nicht ausreicht. Durch den Hurrican der im Süden der USA zugeschlagen
hat, müssen diese veralteten Raffinerien erneurt werden. Damit steigt die Produktion
deutlich an, und damit könnte der Ölpreis in den nächsten drei Jahren stark sinken.
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