Fiat gibt grünes Licht. Bis Jahresende sollen Ferrari-Aktien gehandelt werden.

Turin - Der italienische Sportwagenbauer Ferrari geht an die Börse. Das haben die Aufsichtsräte von Fiat SpA und Ferrari bei der Hauptversammlung des Fiat-Konzerns beschlossen. Das Unternehmen soll gegen Ende des Jahres erstmals an an der Börse notiert werden, teilte Fiat am Dienstag mit.

Bereits seit Wochen wurde in Italien über einen Ferrari-Börsengang spekuliert. Der Turiner Fiat-Konzern hält 90 Prozent an dem Sportwagen-Produzenten, den er 1988 übernommen hatte. "Fiat will auch nach Abschluss der Platzierung die Kontrolle über Ferrari behalten", hieß es.

Es sieht gut aus für Ferrari. Zwar erreichte Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher beim gestrigen Rennen nur Platz drei. Dem Image der Marke tut das aber keinen Abbruch. Um mehr Kapital aus dem Mythos Ferrari zu schlagen, plant Chef Luca di Montezemolo jetzt den Gang an die Börse.

Sepang - Diese Aktie muss auf rotem Papier gedruckt werden: Am Rande des Formel-1-Rennens in Malaysia kündigte Ferrari-Chef Montezemolo gegenüber der "Financial Times" ("FT") einen Börsengang seines Unternehmens an. "Noch ist keine Entscheidung gefallen. Aber wenn ich unserem Hauptaktionär eine Empfehlung geben darf: Er sollte sich ernsthaft Gedanken über einen Börsengang zu machen", zitiert ihn die "FT". Hauptaktionär von Ferrari ist mit einem Anteil von 90 Prozent der italienische Autokonzern Fiat , die restlichen zehn Prozent besitzt Piero Lardi-Ferrari, Sohn des Firmengründers Enzo Ferrari.
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Das frische Geld aus dem Börsengang will Chairman Montezemolo in den Ausbau der vor vier Jahren übernommenen Marke Maserati und in den Entertainment-Sektor der Sportwagen- und Rennmarke investieren, dazu gehört auch das Projekt eines Ferrari-Themenparks. Außerdem soll der Verkauf der Edel-Sportwagen durch neue "Flagship-Stores" angekurbelt werden, von denen der erste am Firmensitz in Maranello in dieser Woche eröffnet werden soll.
Quelle:manager-magazin