... schwer zu verstehen. Ich denke, dass die Analysten, die z.Zt. immer noch ein durchschnittliches Kursziel von ca. 42 (rote Linie in der Grafik) prognostizieren, nicht alle Vollidioten sein können. Ich sehe das Problem darin, dass die Aktie zum Spekulationsobjekt von Großanlegern verkommen ist, leider. Wenn Du die Beiträge der letzten Tage verfolgt hast, kannst Du Dich vielleicht noch an diese Meldung erinnern:
www.finanznachrichten.de/...ebensat-1-media-se-deutsch-016.htm
Über 15% von 233 Mio. Aktien, das sind ca. 35 Mio. Aktien in einer (US-) Hand und das bedeutet ein Volumen von über 1 Mrd. Euro !! Zum Vergleich: Alle deutschen Handelsplätze zusammen hatten heute ein Handelsvolumen von weniger als 950.000 Aktien, davon ca. 916.000 im XETRA-Handel. Meine Überzeugung: Ein einziger Investor, der 35 Mio. Aktien hält, kann den Kurs nach Belieben beeinflussen - ggf. auch für einen längeren Zeitraum. Entscheidend für die künftige Kursentwicklung der P7S1-Aktie sind seine Motive, die wir derzeit (noch) nicht kennen, z.B.
- kauft The Income Fund of America, Capital World Growth and Income Fund die Aktien als Strohmann für einen US-Investor (z.B. einen großen amerikanischen Medienkonzern)?
- oder wird vielleicht ein abgekartetes Spiel zusammen mit Short Sellern gemacht? D.h. werden die gehorteten Aktien an solche Short Seller verliehen, die sie dann in hohen Stückzahlen auf den Markt werfen und mit ihren computer-gesteuerten Verkaufsaufträgen den Aktienkurs in den Keller prügeln, um dann auf niedrigem Niveau die Aktien wieder zu kaufen und an den o.g. Income Fund of America zurück geben? Verdient wird an der Differenz aus dem Verkauf und dem Rückkauf der geliehenen Aktien zu einem niedrigeren Rückkaufspreis.
- Oder werden die Aktien tatsächlich als eigenes Investment gekauft, weil man vom Unternehmen überzeugt ist und steigende Kurse erwartet? Da bin ich derezit skeptisch.
Tatsache ist, dass ein einziger Großinvestor - wenn er so finanzstark ist, dass er fast 1/7 des Unternehmens besitzt - noch so gute fundamentale Daten nach Belieben aushebeln kann. Ich denke, dass jeder Beobachter am 3.8. nach der Veröffentlichung der erneuten Steigerung von Umsatz und Gewinn mit einer Fortsetzung des starken, vorbörslichen Kursanstiegs gerechnet hat. Exakt das Gegenteil war dann der Fall - es folgte entgegen jeglicher Logik ein heftiger Einbruch des Kurses.
Aber: Nach den derzeitigen Gesetzen ist das leider erlaubt und es reicht eine trockene Meldung an die BaFin bei definierten Meldeschwellen.