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Alkoholfrei-Trend bleibt für Winzer im Osten eher Nische

RADEBEUL/FREYBURG (dpa-AFX) - Alkoholfreie Weine bleiben für ostdeutsche Winzer trotz wachsenden Markts eine Nische. Die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien in Freyburg wollen dank entsprechender Angebote weiter zulegen. Die ostdeutsche Sektmarke "Rotkäppchen" gibt es nach Unternehmensangaben bereits seit 2008 auch alkoholfrei. "Alkoholfrei ist für uns ein zentraler Hebel für weiteres Wachstum", sagte Geschäftsführerin Silvia Wiesner der Deutschen Presse-Agentur. Das Unternehmen sei heute Marktführer bei den alkoholfreien Schaumweinen. Zum Anteil der Sorten am Gesamtumsatz äußerte sich das Unternehmen nicht.

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Eine Weinrebe mit Trauben (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com / CC0:

Das sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth bietet seit dem vergangenen Jahr einen alkoholfreien Sekt im Premiumsegment an. Man habe lange getüftelt, um den gewünschten Geschmack zu erreichen, so Pressesprecher Martin Junge.

Skeptischer zeigt sich die Freyburger Winzervereinigung: Geschäftsführer Hartmut Schreiter bremst die Erwartung, alkoholfreie Weine könnten zum Massengeschäft werden. "Wir betrachten das hier absolut als Ergänzungsprodukt." Rund drei Prozent des verkauften Weins der Winzervereinigung gehe auf die beiden alkoholfreien Sorten im Sortiment zurück.

Absatz und Umsatz mit alkoholfreien Weinen sind nach Angaben des Deutschen Weininstituts im vergangenen Jahr um 25 Prozent gewachsen. Der Anteil am Gesamtumsatz mit Wein liege bei rund zwei Prozent. Gleichzeitig ging der Konsum alkoholischer Weine weiter zurück. Sekt und Schaumwein wurde dagegen fast genauso viel getrunken wie im Vorjahr./mse/DP/zb


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