SPD möchte starre Duell-Regeln lockern


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calexa:

SPD möchte starre Duell-Regeln lockern

 
26.08.02 12:19
Die SPD möchte beim zweiten TV-Duell von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) und Herausforderer Edmund Stoiber (CSU) die starren Regeln des Zweikampfes lockern. Es sei zu überlegen, ob man auch bei der nächsten Auseinandersetzung in knapp zwei Wochen die Statements in 90 Sekunden presse, sagte Generalsekretär Franz Müntefering am Montag im ARD-Morgenmagazin. «Dann sehen die Menschen, wer mehr zu bieten hat.»

Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte, die Debatte habe ihn wegen der strengen Regularien nicht «vom Hocker gerissen». Teilweise sei die Atmosphäre «so steril wie in einem Operationssaal» gewesen, sagte Beck vor einer SPD- Präsidiumssitzung in Berlin. Spontane Äußerungen seien kaum möglich gewesen. Dafür müsse aber in der zweiten Sendung Platz sein. Ähnlich äußerte sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Die Regeln sollten gelockert werde, um mehr direkte Erwiderungen zu ermöglichen.

CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer hingegen will an der Form der Auseinandersetzung festhalten. «Die strenge Form hat auch ihre Vorteile. Dann zählen nicht Schauspiel-Einlagen, sondern allein die Argumente», sagte er.
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Dieser Wunsch der SPD ist eigentlich logisch, oder? Denn in einem starren Konzept wird mehr auf die Argumente geachtet, da für Showeinlagen zu wenig Zeit zur Verfügung steht. Aus diesem Grund konnte Stoiber auch gestern punkten. Ich wäre sehr gespannt auf das Duell, wenn die Redezeit flexibler gehandhabt werden könnte. Dann müßte sich Stoiber gegen den "Showmaster" Schröder durchsetzen. Wenn er da mithalten könnte, dann hat er es meiner Meinung nach geschafft....

So long,
Calexa
www.carstenlexa.de
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Thomastrada.:

Bin auch dafür, dass die Regeln geändert

 
26.08.02 12:26
werden: Verlegt das Duell auf nach der Wahl - weil brauchen kann das eh keiner!

Gruß,
T.
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calexa:

Wenn die mal ordentlich

 
26.08.02 14:01
aueinander einprügeln dürften, dann hätte das "Duell" schon seine Berechtigung.....*g*

So long,
Calexa
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Slater:

genau Boxhandschuhe

 
26.08.02 14:07
und dann voll auf's Maul ey
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BRAD PIT:

Schroeder fragt schon an ob

 
26.08.02 14:16
Doris ihn vertreten kann, wenn Eddi gemein wird
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steiermark:

Als neutraler Zuseher

 
26.08.02 14:30
kann eine andere Art des sogenannten TV-Duell`s (war ja nur ein Duell um die überschrittenen Sekunden der Redezeit) nur positiv sein. Warum gibt man den Herren nicht Themen vor und lässt sie dann so ca. 15 Minuten aufeinander los...
ohne Zeitvorgabe, ohne dass man wesentlich in die dann ganz sicherlich rege Diskussion allzu viel hineinmoderiert? Wenn die zweite Folge dieses Duell`s ähnlich abläuft ist es eigentlich Schade um die Zeit, denn dereren Wahlprogramm braucht niemand nochmals 75 Minuten vorgekaut zu bekommen, und wird auch keinen unschlüssigen Wähler zu einer Meinungsbildung verhelfen.
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wiederholer:

damit gesteht...

 
26.08.02 14:40
die spd ganz klar ein dass sie nach den regeln des ersten "duelles" schlechter abgeschnitten hat als erwartet, oder sehe ich das falsch???
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calexa:

Schon aus den Vorbereitungen im Vorfeld

 
26.08.02 14:40
konnte man entnehmen, daß hier niemand auf den anderen einschlagen wird.

Interessant war nur die Präsentation der beiden Politiker als Personen.

SO long,
Calexa
www.carstenlexa.de
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Thomastrada.:

@wiederholer

 
26.08.02 14:45
tja, die "ruhige Hand" musste auch hier erkennen, die Lage falsch eingeschätzt zu haben und pocht (wiederum) auf bessere Umstände! Symptomatisch das Ganze...

Gruß,
T.
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Bankerslast:

klar doch,

 
26.08.02 15:07
die SPD kann absoult nicht zufrieden sein
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wiederholer:

@thomastradamus

 
26.08.02 15:15
diesmal sind natürlich die "ungüstigen" regeln daran schuld, dass er nicht so gut abgeschnitten hat wie er sich das wohl gedacht hat, naja hauptsache die schuld immer wo anders suchen.

so wie das die schlechte konjunktur und der 11. september zu 100% an den hohen arbeitslosenzahlen schuld sein sollen, sonst hätte schröder sein versprechen natürlich gehalten.  
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Thomastrada.:

Und:

 
26.08.02 15:22
Wenn die Wahl nicht so ausgehen sollte wie er sich's vorgestellt hat, war das Wahlsystem Schuld und muss geändert werden! ;-)

Gruß,
T.

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ecki:

Ich denke kurze direkte Widersprachen wären auch

 
26.08.02 15:26
im Sinne Stoibers zu begrüßen. Da könnten sie sich gegenseitig die Finger in die Wunden legen und ihre Unterschiede zueinander besser herausarbeiten. Hätte auch mehr Pepp.

Das gestern war lahm. Von beiden. Aber ich wähle die zwei eh nicht. ;-)

Grüße
ecki  
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Kritiker:

@ Thomastradamus ...

 
26.08.02 15:36
... oder die Wähler werden ausgetauscht, man braucht sie eh' nur zum Wählen; - und na ja noch zum Steuer-Zahlen. Doch vor kurzem meinte Schröder's Eichel: Die Deutschen sind "gewerbliche" Steuerhinterzieher!! Und das ist bektl. Strafdelikt, d.h. ALLE ins Gefängnis!! AB!!  - Ast ab!! - Denn von welcher Steuer können dann die meist überflüssigen Politiker bezahlt werden???
Wir haben ein tolles System: 60% Steuer der Verdienenden und, wenn der Bürger 'was will, soll er selber machen - oder Spenden.
Wenn ich mir das BuKaAmt so anschaue, würde ich daraus ein Jugendzentrum machen.
usw.-usw.- -
Doch nicht vergessen, die FDP will die Steuern senken, - egal wie?!!
Das gefällt mir am besten - Kritiker.
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calexa:

Stoiber gegen Änderung

 
26.08.02 15:45
Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber ist gegen eine Änderung der vereinbarten Regeln für das zweite TV-Duell mit Bundeskanzler Gerhard Schröder in zwei Wochen. In einem der dpa vorliegenden Brief an ARD und ZDF schreibt Stoibers Wahlkampfmanager Michael Spreng: «Wir werden einem Bruch der Vereinbarungen keinesfalls zustimmen.» Seitens der SPD war eine Änderung der Regeln ins Gespräch gebracht worden. Spreng warf Schröder zudem vor, die Absprachen bereits beim ersten Duell gebrochen zu haben.

So long,
Calexa
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calexa:

Schröder will nicht ins Trainingscamp

 
26.08.02 16:04
Schon am frühen Morgen versuchte die SPD-Zentrale Fakten zu setzen. «Klare Sache: Gerhard Schröder», stand auf den Handzetteln, die nach dem ersten TV-Duells am Montag vor Bahnhöfen und auf Plätzen verteilt wurden. Für die SPD-Wahlkampf-Manager stand fest: «Schröder war klar, präzise, überzeugend.» Und für den Herausforderer gab es nur schlechte Noten: «Stoiber war unklar, unkonkret, ungenügend.»

Dass sich diese Bewertung nicht so ganz mit den meisten Umfragen nach den Sonntags-Duell mit Edmund Stoiber (CSU) deckte, fiel unter den Tisch. Ziemlich erstaunt musste das SPD-Lager zur Kenntnis nehmen, dass der Kanzler-Herausforder nach dem Eindruck vieler Zuschauer eine bessere Figur gemacht hat als erwartet. Auch einige Spitzen-Sozialdemokraten waren bereit, dies offen zuzugeben. «Stoiber war für seine Verhältnisse nicht schlecht», gab es vorsichtiges Lob von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vor der Sitzung des SPD-Präsidiums im Willy-Brandt-Haus.

Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe hatte auch gleich eine Erklärung dafür: «Der Kanzler hat hart gearbeitet, Stoiber hat für den Auftritt fleißig geübt. Das macht ihn mir richtig unheimlich». Die Kieler SPD-Regierungschefin Heide Simonis ließ durchblicken, dass die Schuld wohl auch etwas bei Schröder zu suchen sei. «Der Kanzler sollte beim nächsten Mal etwas lockerer und angriffslustiger sein», riet die Parteifreundin. Schröder habe nicht seinen besten Tag gehabt und sei unter seinen sonstigen Möglichkeiten geblieben, war von anderen zu hören.

Statt den erhofften klaren Triumph über den Herausforderer feiern zu können, kam die SPD-Truppe in einige Erklärungszwänge. Rasch wurde das auch nach dem Geschmack vieler Zuschauer und Experten viel zu starre Reglement des Zweikampfs dafür verantwortlich gemacht, dass sich der Kanzler nicht wie erwartet in Szene setzen konnte. Als erster startete am Morgen SPD-Generalsekretär Franz Müntefering den Versuchsballon, für die nächste Sendung in zwei Wochen die Vorschriften zu lockern. Andere stimmten ihm zu. Die erste Sendung sei «steril wie ein Operationssaal» gewesen, fand der Mainzer Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD). Was den starren Ablauf betrifft, sei es zugegangen wie «bei der Eisenbahn».

Kaum wahrscheinlich ist jedoch, dass sich die Gegenseite nach dem für sie einigermaßen zufrieden stellenden Verlauf der ersten Runde tatsächlich auf die Lockerungswünsche der SPD einlassen wird. Die strenge Form habe auch ihre Vorteile, meinte CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer kühl: «Dann zählen nicht Schauspiel-Einlagen, sondern allein die Argumente.»

Der Kanzler hütete sich deshalb davor, von sich aus auf neue Spielregeln für den 8. September zu pochen. Er werde jedenfalls keinen offiziellen Vorschlag dafür machen, ließ er nach der Sitzung der SPD-Spitze wissen. Schröder hält es zwar auch für wünschenswert, dass beide Diskutanten mehr Möglichkeiten bekommen, auf Statements direkt einzugehen. Aber vielleicht würden ja die beiden Moderatorinnen Sabine Christiansen und Maybrit Illner von sich aus dafür sorgen.

Seinen von vielen auch im eigenen Lager als zu staatsmännisch empfundenen Auftritt vom Sonntag wollte der Kanzler selbst nicht kommentieren. In Anspielung auf die intensive Vorbereitung seines Herausforderers kündigte der Titelverteidiger an: «Ich habe nicht die Absicht, in ein Trainingscamp einzurücken.»

Bereits an diesem Donnerstag hat Schröder Gelegenheit den - gemessen an den vorherigen Erwartungen - für ihn etwas ernüchternden Ausgang beim TV-Kräftemessen mit Stoiber wieder zurecht zu rücken. Bei der Sondersitzung des Bundestages zur Hochwasserkatastrophe treffen er und Stoiber erneut aufeinander. Bei den Sozialdemokraten hofft man, dass sich der Kanzler diesmal deutlich angriffslustiger präsentiert.
(Quelle: www.web.de)

So long,
Calexa
www.carstenlexa.de
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calexa:

Medienexperte verlangt mehr Konfrontation

 
26.08.02 17:50
Medienforscher haben für das zweite TV-Duell zwischen Bundeskanzler und Herausforderer einen offeneren Disput mit mehr Wortwechsel und Konfrontation gefordert. Ein Duell sei mit der gestrigen Inszenierung gar nicht möglich gewesen, sagte der Leipziger Journalistik-Professor Michael Haller. Beim Duell am 8. September sollten das Streitgespräch zwischen Gerhard Schröder und Edmund Stoiber besser gesteuert und das Zeitbudget knapper gefasst werden. Die Parteien streiten indes um eventuell neue Regeln für das Duell.

So long,
Calexa
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