Sparkassen-Broker an Consors-Kauf interessiert


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Sparkassen-Broker an Consors-Kauf interessiert

 
15.01.02 16:56
Sparkassen-Broker an Consors-Kauf interessiert - 1 Mio Kunden angepeilt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Online-Broker des Sparkasssenverbands will langfristig zu den Marktführern der Branche aufschließen und ist weiter an einer Übernahme des Konkurrenten Consors (CSO.ETR) interessiert.

Innerhalb von zehn Jahren peile das Institut eine Million Kunden in Deutschland an, sagte Vorstandsprecher Klaus Schöniger am Dienstag dem "FAZ Business Radio". Nach Möglichkeit sollen viele der rund 600.000 Sparkassenkunden zurückgewonnen werden, die zu anderen Online-Brokern abgewandert

Zukäufe im Ausland schloss Schöninger zwar aus, intern werde jedoch über ein angemessenes Angebot für Consors nachgedacht, sagte Schöniger. Damit bestätigte er frühere Äußerungen des Aufsichtsratschefs des Sparkassen-Brokers Thomas Noth. Ein Engagement beim Wettbewerber berge Vorteile, der aktuelle Preis sei jedoch übertrieben, sagte Schöniger.

Bislang wächst der Sparkassen-Broker nach eigenen Angaben langsamer als erwartet. Seit dem Start im September 2001 wurden bislang 40.000 Kunden registriert./al/tv/hi/
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Seth Gecko:

jetzt hat's auch die ftd gehört

 
16.01.02 12:29
ftd.de, Mi, 16.1.2002, 10:28  
Sparkassen-Broker will Consors übernehmen

Das Sparkassen-Internetportal S-Broker ist offenbar an dem Nürnberger Discountbroker Consors interessiert. Diesem drohen zahlreiche Schadensersatzklagen.

S-Broker-Vorstandssprecher Klaus Schöniger hoffe durch eine mögliche Übernahme die an Consors verlorenen rund 240.000 Sparkassenkunden zurückzugewinnen, berichtete die "Börsen-Zeitung". Ein Kauf des am Neuen Markt gelisteten Konkurrenten komme allerdings nur "zu einem fairen Preis" in Frage, hieß es.

Consors steht zum Verkauf, nachdem die Hofer Muttergesellschaft Schmidt Bank wegen Wertberichtigungen in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und nur durch eine Auffanggesellschaft der deutschen Großbanken und der Bayerischen Landesbank vorläufig gerettet werden konnte.



Kundenzahl steigern


Schöniger sagte der Zeitung weiter, der Duisburger Sparkassen-Broker habe 2001 sein Wachstumsziel verfehlt, wolle aber spätestens 2006 schwarze Zahlen schreiben. 2001 habe der Online-Broker die Kundenzahl auf rund 60.000 von 17.500 steigern wollen, aber lediglich knapp 45.000 erreicht.


Über die Zukunft von Consors wird seit Wochen spekuliert. Als potenzielle Käufer wurden bereits der französische Online-Broker Fimatex, die französische Großbank Société Générale und die HypoVereinsbank gehandelt. Consors droht eine Schadensersatzklage. Hunderte von Kleinanlegern, denen das Unternehmen und andere Online-Broker allzu großzügig Millionenkredite für Aktienkäufe gewährten und die jetzt über die Ohren verschuldet sind, wollen die Direkt-Banken verklagen. Die Kläger machen geltend, sie seien nicht ausreichend über die Gefahren dieser Kredite aufgeklärt worden. Consors und die Mitbewerber bestreiten die Vorwürfe.


Bis zum 31. März will die Schmidt Bank einen Käufer für Consors finden, an dem das Kreditinstitut zwei Drittel der Anteile hält. Die Schmidt Bank braucht dringend Geld. Sie kann es sich nicht leisten, für die horrenden Verluste von Consors einzustehen, die 2002 aller Voraussicht nach anhalten werden. Sollte sich niemand für den Discount Broker interessieren, wird Consors vermutlich zerschlagen und die Kunden unter den Großbanken aufgeteilt, die bei der Schmidt Bank jetzt das Sagen haben.



© 2002 Financial Times Deutschland  
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