SpaceX - verkannte Chance für Investoren

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SchöneZukunft:

SpaceX - verkannte Chance für Investoren

 
14.10.26 15:35

Die letzten Jahre hatte ich mich vor allem auf Tesla konzentriert, einfach weil ich in dieser Aktie die größten Chancen für Investoren sehe:

Tesla - Autos, Laster, Speicher und Solardächer

Doch mit dem Börsengang von SpaceX habe ich mich zunehmend auch mit dieser Firma beschäftigt.

Und ähnlich wie bei Tesla denke ich dass der Markt die Chancen dieser Aktie massiv unterschätzt.

Auch wenn das StarShip und Starlink spektakuläre Erfolge von SpaceX sind reicht das nicht aus den Kurs zu erklären. Selbst wenn Starlink jetzt auch den Mobilfunkmarkt erobern sollte.

Die aktuellen Gewinne werden bisher zu einem großen Teil durch die Vermietung von Rechenleistung erwirtschaftet, dank Musks einzigartiger Fähigkeit solche Projekte in Rekordzeit hoch zu ziehen. Das Potential ist auch hier noch lange nicht ausgeschöpft, insbesondere wenn die Rechenzentren im All zu einem Erfolg werden sollten.

Als Basis für diesen Erfolg dient neben dem StarShip und Starlink auch die mit Tesla geplante TerraFab

Auch Grok und die anderen AI oder SI Dienste von SpaceX sind zunehmend erfolgreich und haben einiges Potential, insbesonere durch die Verbindung zur physikalischen Welt durch humanoide Roboter und RoboTaxis von Tesla.


Soweit dürfte alles mehr oder weniger bekannt sein. Das größte Potential sehe ich allerdings in der Zusammenarbeit mit Tesla an einem Projekt dass noch kaum jemand auf dem Schirm hat: MacroHard

Tesla und SpaceX sind nicht die einzigen Firmen die an so einer Automatisierung von Computerarbeitsplätzen arbeiten. Und leider wird das Projekt unter großer Geheimhaltung voran getrieben. Daher weiß man leider nicht allzu viel über den aktuellen Stand. Aber ich denke es ist der umfassendste Ansatz am Markt.

Von der selbst entwickelten Bildauswerten über die selbst entwickelten AI-Chips, dem Einsatz von Grok als Intelligenz im Hintergrund, den Erfahrungen mit neuronalen Netzen und der Verbindung zu den humanoiden Robotern Optimus sind alle Zutaten um digitale Arbeitsplätze zu erobern in einer Hand.

Der gravierende Unterschied zu bisherigem AI-Einsatz am Arbeitsplatz ist, dass die AI dafür von den zu automatisierenden Programmen eine API zur Verfügung gestellt werden muss. Es gibt aber nahezu unendlich viele alte Programme im Unternehmenseinsatz für die nie jemand eine API schreiben wird. Daher wird MacroHard schlicht jeden Computer so bedienen können wie es ein Mensch tut. Das Bildschirmbild wird in Echtzeit ausgewertet, die Doku komplett gelesen, und der Computer über simulierte Tastatur- und Mauszugriffe bedient als ob ein Mensch davor sitzen würde. Nur halt viel schneller und fehlerfrei.

Da ich hierin ein riesiges Potential sehe habe ich jetzt auch in SpaceX investiert und möchte hier über die Chancen und Risiken von diesem Investment diskutieren.

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SchöneZukunft:

Das schreibt finanzen.net zu MacroHard

 
14.10.26 15:43
www.finanzen.net/nachricht/aktien/...projekt-mit-xai-15560333
Antworten
SchöneZukunft:

Damit keine Missverständnisse entstehen

 
14.10.26 18:42
SpaceX ist eine sehr hoch bewertete spekulative Aktie mit hohem Verlustpotential. Aber halt aus meiner Sicht mit deutlich höheren Chancen als Risiken.

Die Erfahrung hat gezeigt dass ein Fehler ist gegen Musk zu wetten. Und das ist auch hier so. Die Pläne von SpaceX mögen sich für viele fantastisch anhören, aber ich bin überzeugt davon dass dahinter reale Absichten stehen.

Ob alle Pläne aufgehen ist eine andere Sache, wer aber glaubt dass es sich nur um Fake und Luftblasen handelt der hat schlicht keine Ahnung davon wie Musk tickt.

Und weil es so viele davon gibt die aus Prinzip gegen Musk wetten sind die Unternehmen von Musk oft stark unterschätzt. Das wiederum eröffnet für informierte Anleger oft gute Chancen.
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SchöneZukunft:

Meine Empfehlung

 
14.10.26 18:47

Kaufen und sehr lange halten und nicht auf das übliche Rauschen im Internet hören.

Gerne die Informationen bei SpaceX direkt abbonieren

SpaceX - Investor Relations

Und SpaceX auf X folgen.

https://x.com/SpaceX

Das wichtigste wie gesagt ist sich nicht von starken Kursschwankungen irritieren zu lassen. Buy and hold ist aus meiner Sicht die einzige valide Strategie, aber halt nur etwas für Anleger die mit diesen Schwankungen gut umgehen können. Alle anderen sollten lieber auf Value-Aktien oder Dividendentitel setzen, am Besten als ETF.

Antworten
SchöneZukunft:

Starlink vs Starshield

 
15.10.26 11:09
Da wieder von allen Seiten auf Musk eingedroschen wird mal zurück zu den Fakten.

Die aktuelle Misere in der Ukraine kommt durch eine Änderung bei Starshield. Darauf haben Musk und SpaceX keinen Einfluss, sondern es lieg einzig und alleine bei der US-Regierung, also Trump.

x.com/BrennpunktUA/status/2110398748203286881
Antworten
SchöneZukunft:

456 Starship Starts pro Jahr

 
15.10.26 11:12
SpaceX hat die Genehmigung beantragt die mögliche Anzahl von Starts pro Jahr von 25 auf 456 zu erhöhen.

x.com/EFIEBER_ANDRE/status/2110338045660606532
Antworten
SchöneZukunft:

Beeindruckende Technologiedemonstration von SpaceX

 
17.10.26 14:32
SchöneZukunft:

Q3 Zahlen und PK am 20. Oktober

 
17.10.26 17:35
ir.spacex.com/events/event-details/2026/...nings/default.aspx
Antworten
Obuya:

Starship: die Lösung für ein Problem...

 
19.10.26 11:47
Starship – die Lösung für ein Problem, das niemand hat?

SchöneZukunft, bevor wir uns darüber unterhalten, welche gigantischen Gewinne SpaceX mit Starship erwirtschaften wird, sollten wir vielleicht erst einmal eine ganz einfache Frage klären:

Wofür braucht man dieses Ding eigentlich?

Versteh mich nicht falsch. Starship ist ein beeindruckendes technisches Projekt. Aber technisch beeindruckend und wirtschaftlich sinnvoll sind nun mal zwei verschiedene Dinge.

Schauen wir uns doch mal den tatsächlichen Bedarf an.

1. Für den normalen Satellitenmarkt ist Starship völlig überdimensioniert.

Die Falcon 9 kann den überwiegenden Teil der kommerziellen und staatlichen Satellitenmissionen bedienen. Sie ist erprobt, teilweise wiederverwendbar und ihre Startkosten sind vergleichsweise niedrig.

Die Falcon Heavy existiert ebenfalls, wird aber nur selten benötigt. Schon daran erkennt man, wie begrenzt die Nachfrage nach besonders großen Nutzlastkapazitäten bislang ist.

Und jetzt kommt Elmo Murks mit einer noch wesentlich größeren Rakete und erklärt uns, dass die Zukunft darin liegt, möglichst viel Masse auf einmal ins All zu schießen.

Nur: Wer soll diese gewaltigen Nutzlastkapazitäten regelmäßig bezahlen?

Eine Rakete wird nicht automatisch wirtschaftlicher, weil sie größer ist. Entscheidend sind die Kosten pro tatsächlich transportierter Nutzlast und die Auslastung.

Das erinnert mich ein bisschen an den Airbus A380. Ein riesiges Flugzeug kann pro Passagier ausgesprochen wirtschaftlich sein – wenn man es ausreichend füllt. Fliegt es überwiegend halb leer, sieht die Rechnung plötzlich ganz anders aus.

2. Wiederverwendbarkeit ist kein Selbstzweck.

Starship soll vollständig wiederverwendbar sein. Klingt erst einmal hervorragend.

Nur muss man dafür eine ganze Menge zusätzliche Technik mitnehmen: Hitzeschutz, Landetriebwerke, Treibstoffreserven, Strukturmasse und alles, was für den Wiedereintritt und die Landung erforderlich ist.

Diese Masse steht nicht mehr für die eigentliche Nutzlast zur Verfügung.
Dazu kommen Entwicklungskosten, Wartung, Inspektionen und die Infrastruktur für den erneuten Start.
Wiederverwendbarkeit lohnt sich nur, wenn die eingesparten Herstellungskosten größer sind als sämtliche zusätzlichen Kosten.
Bei der Falcon 9 funktioniert das Konzept für die erste Stufe offensichtlich gut. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass eine vollständig wiederverwendbare Schwerlastrakete wirtschaftlich überlegen sein muss.

3. Für Marsmissionen ist das Konzept noch fragwürdiger.
Man entwickelt ein riesiges Raumschiff, das zum Mars fliegen, dort landen, wieder starten und zur Erde zurückkehren soll.
Dafür muss es seine gesamte Ausrüstung für Landung, Rückflug und Wiedereintritt mitnehmen.
Und vor allem benötigt es Treibstoff für den Rückflug.

Elmos Lösung: Den Treibstoff stellt man einfach auf dem Mars her.

Klingt prima. Nur muss dafür erst einmal eine industrielle Infrastruktur auf einem anderen Planeten aufgebaut werden, die zuverlässig große Mengen Methan und Sauerstoff produziert, verflüssigt und lagert.
Mit entsprechender Energieversorgung, Anlagen, Ersatzteilen und allem, was dazugehört.
Bevor das erste bemannte Starship wieder nach Hause fliegen kann, muss diese Infrastruktur funktionieren.
Und wenn sie nicht funktioniert?
Dann hat man ein ziemlich großes Problem, das sich auch mit ein paar optimistischen Beiträgen auf X nicht lösen lässt.
Für solche Missionen erscheint mir eine andere Architektur wesentlich plausibler: kleinere, häufig eingesetzte und wiederverwendbare Transportsysteme für den Erdorbit und speziell entwickelte, gegebenenfalls nicht wiederverwendbare Raumfahrzeuge für den Weiterflug.

Warum sollte man die gesamte schwere Wiederverwendungstechnik eines erdlandefähigen Raumschiffs auf eine interplanetare Mission mitschleppen, wenn man sie dort gar nicht in derselben Form benötigt?

4. Und dann ist da noch die Sache mit den vielen Starts.

SpaceX plant enorme Startraten.
Aber eine hohe Startfrequenz ist zunächst einmal eine technische Kapazität, kein Geschäftsmodell.
Man braucht auch entsprechende Nutzlasten und zahlende Kunden.

Natürlich kann SpaceX mit Starship seine eigenen Starlink-Satelliten starten. Aber wenn ein Unternehmen seine eigenen Raketen baut, um damit seine eigenen Satelliten zu transportieren, entsteht dadurch noch kein zusätzlicher Umsatz mit externen Kunden.

Entscheidend ist, ob die Gesamtkosten tatsächlich niedriger sind als mit alternativen Trägersystemen.
Und wenn Starship erst durch Tausende Starts pro Jahr wirtschaftlich wird, stellt sich die Frage, woher diese Nachfrage kommen soll.
Man kann schließlich nicht einfach eine gigantische Rakete entwickeln und anschließend darauf hoffen, dass sich schon genügend Gründe finden werden, sie ständig zu starten.

5. Was bleibt also?

Ein technisch faszinierendes Projekt mit enormen Entwicklungskosten, dessen wirtschaftlicher Nutzen erst noch bewiesen werden muss.
Für die meisten Satellitenmissionen reichen kleinere Trägersysteme.
Für interplanetare Missionen ist vollständige Wiederverwendbarkeit keineswegs automatisch die beste Lösung.
Und für eine gigantische Startrate fehlt bislang der Nachweis einer entsprechend großen, wirtschaftlich tragfähigen Nachfrage.
Ich halte deshalb eine kleinere, wiederverwendbare Rakete für den Erdorbit in Kombination mit spezialisierten Raumfahrzeugen für Missionen darüber hinaus für das überzeugendere Konzept.
Starship könnte für einzelne Anwendungen durchaus sinnvoll sein. Aber daraus gleich die Grundlage einer astronomischen Unternehmensbewertung abzuleiten, halte ich für ziemlich gewagt.

Vielleicht sollte Elmo erst einmal zeigen, dass seine Riesenrakete ein wirtschaftliches Problem löst, bevor seine Fans damit anfangen, die zukünftigen Billionengewinne auszurechnen. ;-)
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Obuya:

KI-Rechenzentren im Weltall

 
19.10.26 11:59
Oder: Wie bekommt Elmo die Donau in den Orbit? ;-)

SchöneZukunft, kommen wir zum nächsten genialen Geistesblitz von Elmo Murks: KI-Rechenzentren im Weltraum.

Gigantische Solaranlagen, nahezu ununterbrochener Sonnenschein, kostenlose Sonnenenergie – was soll da schon schiefgehen?
Nun ja, vielleicht fangen wir mit etwas an, das sich auch mit noch so viel KI nicht wegdiskutieren lässt:

1. Das kleine Problem mit der Abwärme
Elmo hat von einer Größenordnung von einem Terawatt elektrischer Leistung gesprochen.
Das sind 1.000 Gigawatt beziehungsweise eine Million Megawatt.
Und nahezu die gesamte elektrische Energie, die ein Rechenzentrum verbraucht, wird letztendlich zu Wärme.
Wir reden also über rund 1.000 Gigawatt Abwärme!

Zum Vergleich: Ein großes Kernkraftwerk muss ungefähr 2 Gigawatt Abwärme abführen.
Elmos Weltraum-Rechenzentren müssten also ungefähr so viel Wärme loswerden wie 500 große Kernkraftwerke zusammen.

2. Die Donau als Kühlanlage
2026 gab es in Rumänien Probleme mit der Kühlung des Kernkraftwerks Cernavodă, weil die Donau zu wenig Wasser führte.
Und dabei reden wir von einem einzelnen Kraftwerksstandort.
Auf der Erde nutzt man Flüsse, Kühltürme oder andere Kühlsysteme, um gewaltige Wärmemengen an die Umgebung abzugeben.

Bei Elmos Terawatt-Vision entspricht die abzuführende Wärme ungefähr der von 500 großen Kernkraftwerken.

Man müsste also bildlich gesprochen die Donau gleich 500-mal durchs Weltall leiten, um die ganze Wärme loszuwerden. ;-)
Gut, das ist natürlich etwas unpraktisch.
Aber kein Problem, schließlich ist es im Weltraum ja kalt!

3. Im Weltraum ist es kalt. Na und?
Leider hat die Sache einen kleinen physikalischen Haken.

Im Vakuum gibt es weder Luft noch Wasser, an die man die Wärme durch Konvektion abgeben könnte.
Die Wärme muss deshalb über riesige Radiatorflächen abgestrahlt werden.
Und selbst bei optimistisch hohen Betriebstemperaturen reden wir bei einem Terawatt über Radiatorflächen in der Größenordnung von Hunderten Quadratkilometern.
Diese Flächen müssen hergestellt, ins All transportiert, entfaltet, mit Kühlmittel versorgt und dauerhaft betrieben werden.
Dazu kommen noch die Solarpaneele, die Stromversorgung, die Server, die gesamte Infrastruktur und natürlich der Schutz vor den Bedingungen im Weltraum.

Aber vermutlich regelt Elmo das mit ein paar zusätzlichen Starship-Starts. ;-)

4. Und wirtschaftlich soll das auch noch sein?
Auf der Erde kann ich ein Rechenzentrum warten, reparieren und seine Hardware regelmäßig austauschen.
Im Weltraum wird das erheblich aufwendiger.
Gerade KI-Hardware entwickelt sich rasant. Was heute leistungsfähig ist, kann in wenigen Jahren bereits wirtschaftlich überholt sein.
Dann habe ich also eine gigantische Infrastruktur im Orbit, deren teuerste Komponenten regelmäßig ersetzt werden müssen.
Und sämtliche Hardware muss erst einmal mit Raketen dorthin transportiert werden.
Damit sich das rechnet, müssten die Vorteile der Solarenergie all diese zusätzlichen Kosten mehr als ausgleichen.
Da hätte ich gerne mal eine nachvollziehbare Wirtschaftlichkeitsrechnung.

5. Mein Fazit
Technisch lässt sich vieles realisieren, wenn Geld keine Rolle spielt.

Aber ein wirtschaftlich konkurrenzfähiges KI-Rechenzentrum im Weltraum ist eine völlig andere Hausnummer.

Wir reden über eine Terawatt-Stromversorgung, gigantische Radiatorflächen, enorme Transportmassen und Hardware, die regelmäßig erneuert werden muss.

Und bevor wir daraus die nächsten Billionengewinne für SpaceX ableiten, sollte vielleicht erst einmal jemand erklären, warum das Ganze günstiger sein soll als ein Rechenzentrum auf der Erde.

Aber vielleicht hat Elmo die Lösung ja längst in der Schublade.
Er muss nur noch herausfinden, wie er die Donau 500-mal ins Weltall bekommt.  hihi
Antworten
Obuya:

Starbase Louisiana

 
19.10.26 12:09
100 Milliarden Dollar und 90 Raketenbewegungen am Tag. Was soll da schon schiefgehen? ;-)

SpaceX plant dort einen gigantischen neuen Weltraumbahnhof mit zehn Startrampen, eigener Treibstoffproduktion, Energieversorgung und einer Investitionssumme von sage und schreibe 100 Milliarden US-Dollar.

Und das von einem Unternehmen, das im zweiten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 541 Millionen Dollar ausgewiesen hat.

Aber gut, wer braucht schon Gewinne, wenn er Visionen hat? ;-)

1. 30 Starts am Tag – und die Landungen?
Elmo spricht von mehr als 30 Starship-Starts täglich.
Das wären rund 11.000 Starts pro Jahr!
Aber dabei wird gerne etwas vergessen: Starship besteht aus zwei wiederverwendbaren Stufen.
Wenn sowohl Booster als auch Oberstufe zurückkehren und am Standort landen, bedeutet das bei 30 Starts täglich:
30 Raketenstarts
30 Boosterlandungen
30 Starship-Landungen
Macht zusammen bis zu 90 Start- und Landevorgänge. Jeden einzelnen Tag!
Im Durchschnitt also alle 16 Minuten irgendein Start- oder Landevorgang.
Und wir reden hier nicht über Modellraketen, sondern über riesige, mit Hunderten beziehungsweise Tausenden Tonnen Treibstoff betriebene Raumfahrzeuge.

2. Die FAA hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden
Was in den schönen Präsentationen gerne etwas untergeht: In den USA kann man nicht einfach zehn Startrampen bauen und anschließend nach Belieben Raketen starten.
Die FAA muss die entsprechenden Start- und Wiedereintrittsaktivitäten genehmigen.
Dafür sind unter anderem Sicherheitsanalysen erforderlich, die auch Fehlfunktionen und Unfallszenarien berücksichtigen.
Was passiert beispielsweise, wenn ein Booster bei der Landung außer Kontrolle gerät?

Was passiert, wenn eine Starship-Oberstufe beim Wiedereintritt zerbricht?
Welche Gebiete müssen bei Starts und Landungen gesperrt werden?
Wie groß müssen die Sicherheitsabstände sein?
Welche Risiken entstehen für den Flugverkehr, die Schifffahrt und die Bevölkerung?
Das alles muss betrachtet und bewertet werden.
Und natürlich reicht es nicht, einmal ein Sicherheitskonzept für einen einzelnen Start vorzulegen und daraus automatisch die Genehmigung für 11.000 Starts jährlich abzuleiten.

3. Was passiert, wenn tatsächlich mal etwas schiefgeht?
Bei einer derart hohen Startfrequenz ist die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge von entscheidender Bedeutung.
Selbst eine hypothetische Erfolgsquote von 99,9 Prozent würde bei 11.000 Starts rechnerisch elf fehlgeschlagene Starts pro Jahr bedeuten.
Und dabei sind die Landungen noch gar nicht berücksichtigt.
Natürlich muss nicht jeder Fehlschlag eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Genau deshalb braucht man ja Sicherheitsanalysen.
Aber ein Unfall kann Untersuchungen, zusätzliche Auflagen, Reparaturen und Unterbrechungen des Betriebs nach sich ziehen.
Die FAA hat entsprechende Befugnisse zur Untersuchung von Zwischenfällen und zur Überwachung notwendiger Korrekturmaßnahmen.
Bei einem Betrieb, der praktisch rund um die Uhr laufen soll, können solche Unterbrechungen ziemlich teuer werden.

4. Und dann gibt es noch ein kleines Umweltproblem
Der geplante Standort liegt in einer empfindlichen Küsten- und Feuchtgebietsregion von Louisiana.
Dort geht es unter anderem um Naturschutz, Gewässer, Lärm, Auswirkungen auf Wildtiere und die Nutzung angrenzender Gebiete.
Schon jetzt gibt es Bedenken von Umweltverbänden und Anwohnern.
Und bei bis zu 90 Start- und Landevorgängen täglich dürfte sich die Frage stellen, wie man einen solchen Betrieb mit den Interessen der Umgebung vereinbaren will.
Besonders schön finde ich übrigens, dass SpaceX bei einer Informationsveranstaltung auf die Frage nach den Auswirkungen von 30 täglichen Starts auf die Vogelwelt sinngemäß einräumen musste, dass man noch gar nicht wisse, was bei dieser Frequenz passieren werde.
Na, das klingt doch nach einem hervorragend durchgeplanten 100-Milliarden-Dollar-Projekt! ;-)

5. Wer soll eigentlich die ganzen Starts bezahlen?
Und damit kommen wir wieder zur eigentlichen Frage.
Selbst wenn SpaceX sämtliche technischen und regulatorischen Hürden überwinden sollte:
Woher kommt die wirtschaftlich tragfähige Nachfrage für 11.000 Starship-Starts pro Jahr?
Wir reden über ein Investitionsvolumen von 100 Milliarden Dollar – allein für diesen neuen Standort.
Diese Investition muss finanziert werden. Dazu kommen Betrieb, Wartung, Personal, Energie, Treibstoff, Infrastruktur und die Fahrzeuge selbst.
Natürlich kann SpaceX seine eigenen Starlink-Satelliten starten.
Aber wenn SpaceX eigene Raketen nutzt, um eigene Satelliten zu transportieren, ist das zunächst einmal eine interne Leistung und kein zusätzlicher Umsatz mit externen Kunden.
Und die Idee, dass man die gewaltigen Startkapazitäten dann mit KI-Rechenzentren im Weltraum auslasten könnte, haben wir ja bereits betrachtet.

6. Mein Fazit
Wir haben also ein Unternehmen, das zuletzt einen Quartalsverlust ausgewiesen hat und gleichzeitig einen Weltraumbahnhof für 100 Milliarden Dollar plant.
Mit einer angestrebten Startfrequenz, für die es bislang weder eine entsprechende Betriebserfahrung noch den Nachweis einer ausreichenden Nachfrage gibt.
Dazu kommen erhebliche technische, regulatorische und ökologische Herausforderungen.
Und all das soll möglichst schon in wenigen Jahren funktionieren.
Natürlich kann SpaceX dieses Projekt schrittweise entwickeln und finanzieren. Aber zwischen einer Ankündigung und einem wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb liegen noch ein paar ziemlich große Hürden.

Ich frage mich deshalb weniger, ob der Aktienmarkt die Chancen von SpaceX unterschätzt.

Ich frage mich vielmehr, ob die begeisterten Anleger überhaupt verstanden haben, welche Investitionen, Risiken und laufenden Kosten hinter diesen Ankündigungen stehen.

Aber vermutlich denke ich einfach zu kompliziert.
Elmo baut zehn Startrampen, startet 30-mal am Tag, landet 60-mal, und die Gewinne kommen anschließend ganz von alleine.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)
Antworten
Obuya:

KI-Rechenzentren im Weltall

 
19.10.26 12:23
Und wenn es plötzlich Schrott regnet? ;-)

SchöneZukunft, bei Elmos genialer Idee mit den KI-Rechenzentren im Weltraum haben wir bisher über die Energieversorgung, die Abwärme und die gigantischen Kosten gesprochen.
Aber einen Punkt haben wir noch völlig außer Acht gelassen:

Den Kessler-Effekt.
Und der könnte Elmos wunderschönes Geschäftsmodell ziemlich gründlich zerlegen.

1. Was ist eigentlich der Kessler-Effekt?
Ganz einfach: Wenn sich genügend Satelliten und Weltraumschrott in einer bestimmten Umlaufbahn befinden, können Kollisionen eine Kettenreaktion auslösen.
Zwei Satelliten kollidieren, dabei entstehen Tausende Trümmerteile. Diese treffen möglicherweise weitere Satelliten, die wiederum neue Trümmer erzeugen.
Im schlimmsten Fall entsteht eine sich selbst verstärkende Kollisionskaskade.
Das ist keine Hollywood-Erfindung, sondern ein seit Jahrzehnten bekanntes Problem der Raumfahrt.

2. Und jetzt packen wir Zehntausende KI-Satelliten dazu
Elmo möchte nicht nur Starlink immer weiter ausbauen, sondern zusätzlich gewaltige KI-Rechenkapazitäten im Orbit installieren.
Dafür wären je nach Leistung und Größe der einzelnen Plattformen möglicherweise Zehntausende oder noch mehr Raumfahrzeuge notwendig.
Und die müssen irgendwo hin.
Natürlich ist der Weltraum riesig. Aber nutzbare Umlaufbahnen sind nicht unbegrenzt verfügbar, und die Satelliten müssen sich diese mit bestehenden Konstellationen und Weltraumschrott teilen.
Je mehr Objekte unterwegs sind, desto anspruchsvoller werden Kollisionsvermeidung, Bahnüberwachung und das gesamte Verkehrsmanagement.

3. Ein Rechenzentrum, das man nicht mehr erreichen kann

Jetzt stellen wir uns mal vor, in einem stark genutzten Orbit kommt es tatsächlich zu einer größeren Kollisionskaskade.
Dann könnten bestimmte Höhenbereiche über längere Zeit erheblich gefährlicher werden.
Satelliten würden zerstört, Ausweichmanöver häufiger und neue Starts in betroffene Bahnen riskanter.

Und hier liegt das Problem:
Was passiert mit einem Geschäftsmodell, das darauf angewiesen ist, ständig neue Hardware in den Orbit zu bringen?
KI-Hardware altert wirtschaftlich schnell. Nach einigen Jahren muss sie ersetzt werden, wenn man konkurrenzfähig bleiben will.
Auf der Erde fährt man die alte Hardware herunter und baut neue Server ein.
Im Weltraum braucht man dafür neue Starts und sichere Umlaufbahnen.
Wenn die Infrastruktur beschädigt wird oder bestimmte Orbits zeitweise kaum noch wirtschaftlich nutzbar sind, kann das gesamte Geschäftsmodell in Schwierigkeiten geraten.
Und zwar nicht nur wegen einzelner zerstörter Satelliten, sondern weil die regelmäßige Erneuerung der Hardware zum Geschäftsmodell dazugehört.

4. Und die Versicherung?
Man stelle sich vor, ein Unternehmen investiert Hunderte Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur im Orbit.
Dann steigen die Kollisionsrisiken erheblich.
Wer versichert diese Infrastruktur? Zu welchen Prämien? Und wer trägt das Risiko, wenn eine ganze Konstellation betroffen ist?
Selbst wenn ein Teil der Satelliten technisch weiter funktioniert, können höhere Ausfallraten, Ausweichmanöver, Ersatzstarts und Betriebsunterbrechungen die Wirtschaftlichkeit massiv verschlechtern.
Das ist ein zusätzliches Risiko, das ein Rechenzentrum auf der Erde in dieser Form schlicht nicht hat.

5. Der entscheidende Unterschied
Natürlich bedeutet der Kessler-Effekt nicht, dass morgen der gesamte erdnahe Weltraum unbenutzbar wird.
Das Risiko hängt stark von der Bahnhöhe, der Objektdichte und der Lebensdauer der Trümmer ab. In niedrigen Orbits werden viele Trümmer durch den atmosphärischen Widerstand vergleichsweise schnell wieder entfernt.
Aber in höheren Umlaufbahnen können Trümmer Jahrzehnte oder noch länger verbleiben.
Und gerade für riesige Weltraumkonstellationen ist das ein ernst zu nehmendes langfristiges Risiko.

6. Mein Fazit
Elmo möchte also gigantische Summen in eine KI-Infrastruktur investieren, die
mit Raketen ins All transportiert werden muss,
gewaltige Solaranlagen und Radiatoren benötigt,
regelmäßig durch neue Hardware ersetzt werden muss,
und zusätzlich einem Kollisionsrisiko ausgesetzt ist, das sich bei ungünstiger Entwicklung selbst verstärken kann.
Und das alles soll wirtschaftlicher sein als Rechenzentren auf der Erde?

Ich hätte da gerne erst einmal eine vernünftige Risiko- und Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Denn bei einem terrestrischen Rechenzentrum kann ich wenigstens davon ausgehen, dass mir nicht plötzlich der gesamte Standort durch eine Kettenreaktion aus Satellitentrümmern unzugänglich wird.

Aber vielleicht hat Elmo auch dafür schon eine Lösung.
Wenn der Kessler-Effekt zuschlägt, startet er einfach noch mehr Starships und schießt noch mehr Satelliten hinterher.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)
Antworten
Obuya:

Starlink, Starshield und die Ukraine

 
19.10.26 12:38
Wenn ein Internetanschluss zur geopolitischen Waffe wird

SchöneZukunft, kommen wir noch zu einem Punkt, der mir bei der ganzen SpaceX-Begeisterung ziemlich zu kurz kommt: die Abhängigkeit der Ukraine von Starlink und Starshield.
Von Elmo Fans hört man ja gerne, dass die Ukraine ohne Starlink längst verloren hätte.
Das ist sicherlich übertrieben, aber eines stimmt: Starlink hat einen enorm wichtigen Beitrag zur ukrainischen Kommunikation und Verteidigung geleistet.

Nur sollte man sich vielleicht auch mal fragen, was es bedeutet, wenn die militärische Kommunikation eines Landes derart stark von einem einzigen Unternehmen abhängt.

1. Elmo entscheidet mit, was erlaubt ist
Schon 2022 verweigerte Musk die Freischaltung von Starlink im Bereich der Krim für einen geplanten ukrainischen Angriff auf die russische Flotte.
Und laut Reuters soll er im September 2022 sogar die Abschaltung von Starlink in Teilen der Ukraine angeordnet haben, was ukrainische Militäroperationen beeinträchtigte.
Man kann über die jeweiligen Gründe diskutieren. Aber die grundsätzliche Frage bleibt:

Seit wann sollte ein einzelner Unternehmer derart großen Einfluss auf die militärischen Handlungsmöglichkeiten eines angegriffenen Staates haben?

2. Und jetzt entscheidet offenbar Donald Trump
Bei Starshield ist die Lage etwas anders. Das militärische System steht nach Musks eigenen Angaben unter Kontrolle der US-Regierung.
Die jüngsten Einschränkungen für die Ukraine sollen laut Reuters sogar aus dem Weißen Haus angeordnet worden sein.
Die amerikanische Regierung bestreitet allerdings, dafür verantwortlich zu sein.
Und genau das macht die Sache so absurd.

Die Ukraine muss mitten im Krieg herausfinden, warum ihre militärische Satellitenkommunikation plötzlich eingeschränkt ist und wer eigentlich dafür verantwortlich ist.

Elmo verweist auf Trump. Trump beziehungsweise seine Regierung bestreiten die Verantwortung.
Na, das schafft doch Vertrauen in die Versorgungssicherheit! ;-)

3. Ein ziemlich gefährliches Geschäftsmodell
Jetzt stellt euch mal vor, ihr seid ein Staat und müsst eure militärische Kommunikation langfristig planen.
Ihr kauft Systeme, baut eure Infrastruktur darauf auf und macht euch zunehmend abhängig.
Und irgendwann stellt ihr fest, dass die Nutzbarkeit dieser Infrastruktur von Entscheidungen in Washington abhängt, auf die ihr praktisch keinen Einfluss habt.
Heute funktioniert alles. Morgen gibt es neue politische Forderungen. Übermorgen funktionieren bestimmte militärische Anwendungen plötzlich nicht mehr.
Das ist kein Vorwurf gegen die Technik von Starlink. Die funktioniert offensichtlich gut.

Das Problem ist die strategische Abhängigkeit.
Gerade bei sicherheitskritischer Infrastruktur sollte man vermeiden, dass ein einzelner Anbieter oder eine einzelne ausländische Regierung den entscheidenden Schalter in der Hand hält.

4. Und was bedeutet das für SpaceX als Investment?
SchöneZukunft sieht in Starlink und Starshield offenbar vor allem riesige Wachstumschancen.

Ich sehe daneben auch ein erhebliches politisches Risiko.
Denn die jüngsten Ereignisse zeigen anderen Staaten ziemlich deutlich, warum sie bei militärischer Kommunikation möglichst unabhängige Alternativen benötigen.
Technologische Überlegenheit ist eben nicht alles.
Ein System kann technisch hervorragend sein und trotzdem ein strategisches Risiko darstellen, wenn seine Verfügbarkeit von politischen Entscheidungen eines anderen Landes abhängt.

Und wenn Staaten deshalb eigene Satellitensysteme entwickeln oder alternative Anbieter fördern, könnte das langfristig auch die Geschäftsaussichten von SpaceX beeinflussen.

Mein Fazit
Starlink hat der Ukraine zweifellos geholfen. Aber aus dieser Hilfe eine Heldengeschichte über Elmo zu machen, greift mir deutlich zu kurz.

Denn dieselbe Technologie, die einem Land enorme militärische Vorteile verschafft, kann durch ihre Abhängigkeiten auch zu einer gewaltigen Schwachstelle werden.
Früher musste man sich Sorgen machen, ob der Gegner die eigene Kommunikation stört.
Heute muss die Ukraine zusätzlich hoffen, dass in Washington niemand auf die Idee kommt, bestimmte Funktionen einzuschränken.

Und ausgerechnet diese Abhängigkeit soll nun eines der großen Argumente für die langfristige Bewertung von SpaceX sein?

Was soll da schon schiefgehen? ;-)
Antworten
Obuya:

Die neun Damoklesschwerter über Elmo Murks

2
19.10.26 14:33
Das ist eine Zusammenfassung der letzten Beiträge die ich hier über Elmo geschrieben habe. Enjoy!

Wenn ich mir Elmos Firmenimperium so anschaue, frage ich mich manchmal, wie viele Damoklesschwerter eigentlich gleichzeitig über einem einzigen Menschen hängen können.

Da hätten wir beispielsweise:

1. Elmo selbst – das personifizierte Klumpenrisiko
Tesla, SpaceX, xAI und Co. sind inzwischen eng mit dem Personenkult um Elmo verbunden. Für viele Anleger ist nicht das Geschäftsmodell der wichtigste Kaufgrund, sondern der Glaube an den großen Visionär.
Aber Elmo ist nun mal nicht unsterblich.
Was passiert eigentlich, wenn die Biologie irgendwann zuschlägt? Wer übernimmt dann? Natürlich gibt es kompetente Manager, beispielsweise Gwynne Shotwell bei SpaceX. Aber einen öffentlich überzeugend geklärten Nachfolgeplan für Elmos gesamte Rolle als zentrale Identifikationsfigur sehe ich nicht.
Und wenn der Personenkult plötzlich ohne Person dasteht, könnte sich herausstellen, wie viel von den gigantischen Börsenbewertungen tatsächlich an einem einzigen Menschen hängt.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)

2. Donald Trump – heute bester Kumpel, morgen politisches Risiko
Elmo hat sich mit seiner Nähe zu Trump und seiner Beteiligung an DOGE ziemlich weit in die amerikanische Politik vorgewagt.
Besonders pikant: Ausgerechnet ein Unternehmer, dessen Firmen von staatlichen Aufsichtsbehörden kontrolliert werden, war am Umbau und Personalabbau des Behördenapparats beteiligt.
Bei der NHTSA wurden Stellen gestrichen, und selbst innerhalb der FAA waren zeitweise SpaceX-Mitarbeiter im Rahmen von DOGE tätig.

Ob Elmo dadurch tatsächlich bevorzugt behandelt wurde, ist nicht bewiesen. Die möglichen Interessenkonflikte sind allerdings kaum zu übersehen.
Und was passiert, wenn Trump irgendwann nicht mehr Präsident ist?
Dann könnten NHTSA, FAA, SEC und Umweltbehörden unter einer neuen Regierung möglicherweise wieder genauer hinschauen.
Plötzlich werden FSD-Versprechen, Robotaxi-Genehmigungen, Raketenstarts, Umweltauflagen und Kapitalmarktkommunikation vielleicht etwas gründlicher geprüft.
Und auf einmal dauern Projekte länger, kosten mehr Geld oder müssen zusätzliche Anforderungen erfüllen.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)

3. Starship – eine Riesenrakete sucht zahlende Kundschaft
Elmo entwickelt eine gigantische, vollständig wiederverwendbare Schwerlastrakete.
Technisch beeindruckend, keine Frage.
Nur bedient die Falcon 9 bereits den größten Teil des heutigen Satellitenmarktes. Selbst die Falcon Heavy wird vergleichsweise selten benötigt.
Jetzt soll also eine noch viel größere Rakete die Raumfahrt revolutionieren.
Dumm nur, dass eine riesige Transportkapazität noch keine entsprechende Nachfrage erzeugt.
Das erinnert mich an den Airbus A380. Bei voller Auslastung möglicherweise wunderbar wirtschaftlich. Bei zu geringer Nachfrage wird die Größe plötzlich zum Problem.
Dazu kommt, dass vollständige Wiederverwendbarkeit zusätzliche Masse, Wartung und Infrastruktur erfordert.
Und für Marsmissionen muss Elmo erst einmal eine funktionierende Treibstoffproduktion auf einem anderen Planeten aufbauen, damit sein Raumschiff überhaupt wieder nach Hause kommt.
Milliardeninvestitionen, gewaltige technische Herausforderungen und eine noch nicht nachgewiesene langfristige Auslastung.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)

4. KI-Rechenzentren im Weltall – die Donau muss mit
Elmos nächste geniale Idee: gigantische KI-Rechenzentren im Orbit.
Bei einer elektrischen Gesamtleistung von einem Terawatt entstehen ungefähr 1.000 Gigawatt Abwärme.
Das entspricht grob der Abwärme von 500 großen Kernkraftwerken.
Auf der Erde nutzt man dafür riesige Kühlsysteme, Flüsse und Kühltürme.
Im Weltraum gibt es leider weder Luft noch Flüsse, an die man die Wärme einfach abgeben könnte.
Also benötigt Elmo gigantische Radiatorflächen, Solaranlagen, Stromversorgung und jede Menge zusätzliche Infrastruktur.
Und natürlich muss die gesamte Hardware erst einmal mit Raketen ins All transportiert werden.
Wenn die KI-Chips nach wenigen Jahren wirtschaftlich überholt sind, muss man sie auch noch ersetzen.
Bildlich gesprochen müsste Elmo die Donau gleich 500-mal durchs Weltall leiten, um seine KI-Infrastruktur zu kühlen.
Und all das soll am Ende günstiger sein als Rechenzentren auf der Erde.
Was soll da schon schiefgehen? ;-)

5. Der Kessler-Effekt – wenn das Geschäftsmodell zu Weltraumschrott wird
Elmo möchte Zehntausende zusätzliche Satelliten und möglicherweise riesige KI-Infrastrukturen im Orbit betreiben.
Nur gibt es da ein kleines Problem: Satelliten können kollidieren.
Bei einer ungünstigen Entwicklung könnten Kollisionen immer neue Trümmer erzeugen, die wiederum weitere Satelliten treffen.
Der sogenannte Kessler-Effekt.
In besonders betroffenen Umlaufbahnen könnten die Kollisionsrisiken langfristig erheblich steigen.
Für ein Geschäftsmodell, bei dem regelmäßig neue Hardware ins All gebracht werden muss, wäre das ziemlich unangenehm.
Satelliten gehen verloren, Ersatzstarts werden notwendig, Versicherungen möglicherweise teurer und bestimmte Umlaufbahnen könnten zeitweise kaum noch wirtschaftlich nutzbar sein.
Und anders als auf der Erde kann man den Schrott nicht einfach mit einem Bagger wegräumen.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)

6. Starbase Louisiana – 100 Milliarden Dollar für einen Raketenbahnhof auf Steroiden
Elmo plant einen neuen Weltraumbahnhof mit zehn Startrampen und einem angekündigten Investitionsvolumen von 100 Milliarden Dollar.
Dazu kommen Vorstellungen von bis zu 30 Starship-Starts täglich.
Wenn Booster und Oberstufe jeweils am Standort zurückkehren, wären das rechnerisch bis zu 90 Start- und Landevorgänge pro Tag.
Und natürlich möchte die FAA für so etwas Sicherheitsnachweise sehen.
Was passiert bei einem fehlgeschlagenen Start? Was bei einer missglückten Landung? Welche Sicherheitszonen braucht man? Was bedeutet das für Flugverkehr, Schifffahrt und Umwelt?
Selbst eine hypothetische Erfolgsquote von 99,9 Prozent würde bei rund 11.000 Starts jährlich rechnerisch elf Fehlstarts bedeuten.

Dazu kommen mögliche Probleme bei den Landungen.
Und dann wäre da noch die Frage, wer eigentlich diese gewaltige Startkapazität bezahlen soll.
100 Milliarden Dollar investieren, bevor eine entsprechende Nachfrage nachgewiesen ist.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)

7. Starlink und Starshield – wenn der Kunde plötzlich selbstständig werden will
Starlink ist zweifellos ein technologischer Erfolg.
Aber gerade die Ukraine zeigt, wie problematisch die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter und politischen Entscheidungen in Washington sein kann.
Wenn ein Staat seine militärische Kommunikation auf ein System stützt, dessen Nutzung durch einen ausländischen Anbieter oder dessen Regierung eingeschränkt werden kann, entsteht ein strategisches Risiko.
Und das dürften andere Staaten inzwischen sehr genau beobachten.
Die könnten nämlich auf die Idee kommen, eigene Satellitensysteme aufzubauen oder alternative Anbieter zu fördern.
Ausgerechnet die enorme Bedeutung von Starlink könnte also dafür sorgen, dass Regierungen langfristig unabhängiger von Elmos Unternehmen werden wollen.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)

8. Elmos Firmenimperium – wenn aus Synergien Abhängigkeiten werden
Tesla, SpaceX, xAI und die übrigen Unternehmen sollen sich gegenseitig zu immer neuen Höhenflügen verhelfen.
Tesla liefert Robotaxis und humanoide Roboter, xAI die künstliche Intelligenz und SpaceX die Infrastruktur.
Klingt wunderbar.
Nur sind das unterschiedliche Unternehmen mit unterschiedlichen Eigentümern, Finanzierungsbedürfnissen und wirtschaftlichen Interessen.
Wer bezahlt eigentlich wen? Zu welchen Konditionen? Und wer profitiert am Ende?
Was passiert, wenn eines dieser Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten bekommt und die anderen davon abhängig sind?
Die gefeierten Synergien könnten sich dann ziemlich schnell in gegenseitige Belastungen verwandeln.
Und natürlich braucht jedes dieser Unternehmen enorme Summen für seine eigenen Zukunftsprojekte.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)

9. Die juristischen Baustellen – wenn die Anwälte die Zukunftsvisionen einholen
Und dann hätten wir noch die ganzen rechtlichen Auseinandersetzungen rund um Elmos Unternehmen.
Da geht es unter anderem um Unfälle mit Autopilot beziehungsweise FSD, Produkthaftung, Fahrzeugbrände und die Frage, ob bestimmte Türgriffkonstruktionen die Rettung von Insassen erschweren können.
Dazu kommen behördliche Untersuchungen und mögliche regulatorische Konsequenzen.
Natürlich bedeutet eine Klage noch lange nicht, dass Tesla tatsächlich haftet. Und nicht jede Untersuchung endet mit einer Sanktion.
Aber stellen wir uns vor, dass mehrere Verfahren zu erheblichen Schadenersatzzahlungen, Vergleichen oder verpflichtenden technischen Änderungen führen.
Dann reden wir möglicherweise über hohe Kosten, zusätzliche Rückstellungen, Rückrufe und erhebliche Reputationsschäden.
Gerade bei FSD und Robotaxis wäre es ziemlich unangenehm, wenn sich herausstellen sollte, dass bestimmte Sicherheitsversprechen vor Gericht nicht standhalten.
Denn Elmos Zukunftsvisionen basieren schließlich darauf, dass seine Technologien nicht nur beeindruckend aussehen, sondern auch zuverlässig und sicher funktionieren.
Und während die Fans schon die nächsten Billionengewinne ausrechnen, könnten sich Richter, Anwälte und Aufsichtsbehörden mit der etwas weniger glamourösen Realität beschäftigen.

Was soll da schon schiefgehen? ;-)
Antworten
Streuen:

@Obuya: StarShip

 
21.10.26 12:39
Vielen Dank erstmal dass du tatsächlich mit Argumenten und Fakten ankommst. Für einen Bären ist das äußerst ungewöhnlich. Normal für Bären hingegen ist dass sie noch nicht mal wissen wie Elon tatsächlich heißt, geschweige denn auch nur ansatzweise verstehen was er sagt und was ihn antreibt.

Tatsächlich sind keine von diesen Punkten neu oder gar welche die SpaceX nicht berücksichtigt hätte.

Ein typischer Satz für die Bären: "Aber dabei wird gerne etwas vergessen"

Bei Tesla war das gerne mal "wo soll denn der ganze Strom herkommen" ... ROFL

Sei dir versichert, dass SpaceX und Tesla alle diese Punkte auf dem Radar haben!

Über die Kühlung im Weltall hatten wir es ja schon bei Tesla ausführlich. Es gibt keine Firma die mehr Erfahrung mit dem Bau von Satelligen hat als SpaceX. Wenn deren Ingenieure sagen dass sie das im Griff haben dann glaube ich denen.

Gleiches gilt für den Kessler-Effekt und vieles mehr. Dort oben ist halt viel viel mehr Platz als sich der Laie es sich vorstellt.

Trump spielt doch langfristig keine Rolle mehr, juristische Probleme sind Alltag, Genehmigungen von der FAA etc. sind täglich Brot und um die Synergien zwischen Musks Unternehmen mache ich mir gar keine Sorgen. Die Wetten stehen sogar eher auf einer Fusion von SpaceX und Tesla. Mal schauen.
Antworten
Streuen:

Bedarf für das StarShip

 
21.10.26 12:56
Ein wichtiger Punkt den ich bei hochinnovativen Unternehmen oft lese:
"Schauen wir uns doch mal den tatsächlichen Bedarf an."

Und dann wird der aktuelle Markt betrachtet und man erklärt die neuen Technologien für unnötig und überschätzt.

Beispiel Robotaxis von Tesla: da nimmt man Uber und Lyft und die aktuellen Taxis, rechnet dann noch 90% Konkurrenz mit ein und erklärt dass da kaum Potential sei.

Aber so funktionieren Disruptionen nicht. Es gibt seriöse Schätzungen dass die Robotaxis die Kosten gegenüber einem Diesel-Taxi um 90% senken. Plötzlich ist es nicht mehr der bestehende Taxi-Markt sondern die weltweite Mobilität wird ganz neu geordnet. Milliarden von Menschen können sich dann vielleicht individuelle Mobilität leisten für die das heute zu teuer wäre.

Ähnlich beim StarShip. Natürlich kostet die Wiederverwendbarkeit auch etwas. Aber das ist doch kein Vergleich zu den Einsparungen. Das StarShip soll die Kosten gegenüber einem Spaceshuttle um den Faktor Fünftausend senken. Da sind plötzlich ganz andere Dinge möglich die vorher undenkbar waren.

orbitalradar.com/glossary/launch-cost
(Tabelle mit ~$54.000/kg Shuttle vs. < $100/kg Starship-Ziel)

Von Fabriken auf dem Mond, kommerziellen Raumstationen, den Rechenzentren usw. sind viele Dinge denkbar, bis zur Marsstation.
Antworten
studibu:

Streuen Bären

 
21.10.26 18:09
Du vergisst, dass Du es mit Obuya mit einem erfahrenen LKW-Fahrer, Stochastiker, Astrophysiker, Verfassungsrechtler und Werbefachmann zu tun hast, der die Dinge viel besser einschätzen kann als die zehntausenden Beschäftigten bei Tesla und SpaceX.
Antworten
Obuya:

streuen: starship

 
21.10.26 18:52
”@Obuya: StarShip
Vielen Dank erstmal dass du tatsächlich mit Argumenten und Fakten ankommst. Für einen Bären ist das äußerst ungewöhnlich. Normal für Bären hingegen ist dass sie noch nicht mal wissen wie Elon tatsächlich heißt, geschweige denn auch nur ansatzweise verstehen was er sagt und was ihn antreibt.

Tatsächlich sind keine von diesen Punkten neu oder gar welche die SpaceX nicht berücksichtigt hätte.

Ein typischer Satz für die Bären: "Aber dabei wird gerne etwas vergessen"

Bei Tesla war das gerne mal "wo soll denn der ganze Strom herkommen" ... ROFL

Sei dir versichert, dass SpaceX und Tesla alle diese Punkte auf dem Radar haben!

Über die Kühlung im Weltall hatten wir es ja schon bei Tesla ausführlich. Es gibt keine Firma die mehr Erfahrung mit dem Bau von Satelligen hat als SpaceX. Wenn deren Ingenieure sagen dass sie das im Griff haben dann glaube ich denen.

Gleiches gilt für den Kessler-Effekt und vieles mehr. Dort oben ist halt viel viel mehr Platz als sich der Laie es sich vorstellt.

Trump spielt doch langfristig keine Rolle mehr, juristische Probleme sind Alltag, Genehmigungen von der FAA etc. sind täglich Brot und um die Synergien zwischen Musks Unternehmen mache ich mir gar keine Sorgen. Die Wetten stehen sogar eher auf einer Fusion von SpaceX und Tesla. Mal schauen.
Streuen, 21.10.26 12:39
„Sei dir versichert, dass SpaceX und Tesla alle diese Punkte auf dem Radar haben!“

Dass bei SpaceX hochqualifizierte Ingenieure arbeiten, bezweifle ich überhaupt nicht. Die Frage ist vielmehr, ob sie ihre fachlichen Bedenken auch tatsächlich durchsetzen können.
Elmo ist schließlich nicht gerade für seinen demokratischen Führungsstil oder seine Begeisterung für Widerspruch bekannt.
Und genau da sehe ich ein erhebliches Risiko: Wie funktioniert die Fehlerkultur in einem Unternehmen, das derart autoritär von einer einzelnen Person geführt wird?
Was passiert mit einem Ingenieur, der Elmo erklärt, dass seine neueste Vision technisch unsinnig oder wirtschaftlich fragwürdig ist? Wird dessen Einschätzung ernsthaft geprüft, oder darf er sich anschließend einen neuen Arbeitgeber suchen?

Ich behaupte nicht, dass kritische Ingenieure bei SpaceX systematisch entlassen werden. Aber die Frage, wie viel Widerspruch tatsächlich geduldet wird, ist durchaus berechtigt.
Hinzu kommt, dass ich mich nicht erinnern kann, Elmo jemals in einem wirklich offenen, kritischen Fachdiskurs erlebt zu haben, in dem er seine Konzepte gegenüber unabhängigen Experten detailliert verteidigen musste.
Stattdessen erlebe ich vor allem große Ankündigungen, Buzzwords und Science-Fiction-Visionen. Sobald es um konkrete technische Randbedingungen, belastbare Zahlen oder nachvollziehbare Systemanalysen geht, wird es aus meiner Sicht auffällig dünn.
Gerade bei sicherheitskritischen Entwicklungen ist eine funktionierende Fehlerkultur aber unverzichtbar.

Ein guter Ingenieur muss seinem Chef sagen dürfen, dass er falschliegt. Und ein guter Chef muss das auch hören wollen.

Deshalb überzeugt mich das Argument „Die Ingenieure werden das schon berücksichtigt haben“ überhaupt nicht.
Natürlich kennen sie die technischen Probleme. Aber das bedeutet weder, dass diese bereits gelöst sind, noch, dass sich ihre fachlichen Einschätzungen gegenüber den Vorstellungen ihres Chefs durchsetzen.
Und „SpaceX hat das im Griff, weil SpaceX sagt, dass es das im Griff hat“ ist nun wirklich kein technischer Nachweis.
Ich verlasse mich da lieber auf überprüfbare Ergebnisse als auf blindes Vertrauen in Elmos Führungsqualitäten.
Antworten
Obuya:

streuen: Bedarf starship

 
21.10.26 19:33
Ach, jetzt sind wir also wieder bei den revolutionären Zukunftsmärkten. ;-)

Natürlich können neue Technologien völlig neue Märkte schaffen. Aber nur weil man sich etwas vorstellen kann, entsteht daraus noch lange kein wirtschaftlich tragfähiger Markt.
Die angebliche Kostensenkung um den Faktor 5.000 ist dabei besonders hübsch. Hier werden die tatsächlichen historischen Kosten des Space Shuttle mit einem hypothetischen Starship-Zielwert von unter 100 Dollar pro Kilogramm verglichen.
Reale Kosten gegen Wunschkosten. Wenn wir schon so rechnen, können wir auch gleich einen Dollar pro Kilogramm ansetzen. ;-)

Und dann wären da die Mondfabriken.
Was genau soll dort eigentlich produziert werden? Und für wen?
Soll auf dem Mond eine komplette industrielle Wertschöpfungskette entstehen, einschließlich Bergbau, Metallverarbeitung, Maschinenbau und Halbleiterproduktion?
Oder werden die Komponenten auf der Erde hergestellt, mit erheblichem Aufwand zum Mond transportiert, dort zusammengebaut und anschließend wieder zur Erde zurückgeschickt?
Dann müssen die Produkte erneut starten, zur Erde fliegen und beim Wiedereintritt ihre Bewegungsenergie abbauen.
Welchen wirtschaftlichen Vorteil soll dieser Umweg bringen?
Lokale Baustoffe für eine Mondbasis herzustellen, kann durchaus sinnvoll sein. Aber eine exportorientierte Mondindustrie ist eine völlig andere Größenordnung.

Und dann wäre da noch die Fehlerkultur.
Das Argument „Die Ingenieure bei SpaceX haben das alles im Griff“ überzeugt mich ebenfalls nicht.
An deren Kompetenz zweifle ich nicht. Aber wie viel fachlichen Widerspruch lässt ein derart stark auf Elmo zugeschnittenes Unternehmen tatsächlich zu?

Was passiert, wenn ein Ingenieur erklärt, dass eine seiner Visionen technisch oder wirtschaftlich unsinnig ist?
Gerade bei sicherheitskritischen Entwicklungen braucht man eine offene Fehlerkultur, in der auch grundlegende Entscheidungen hinterfragt werden dürfen.
Elmo selbst erlebe ich jedenfalls eher mit großen Ankündigungen, Buzzwords und Science-Fiction-Visionen als in einem offenen, kritischen Fachdiskurs mit belastbaren Zahlen.
Ein guter Ingenieur muss seinem Chef sagen dürfen, dass er falschliegt. Und ein guter Chef muss das auch hören wollen.
Letztendlich bleibt die Argumentation dieselbe:
Erst werden revolutionär niedrige Transportkosten vorausgesetzt. Dann erfindet man damit gigantische Zukunftsmärkte. Und diese Märkte dienen anschließend als Begründung dafür, warum man Starship unbedingt braucht.

Was mir fehlt, sind konkrete technische Konzepte, Massenbilanzen, Energiebedarf, Logistikketten und belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnungen.
Bis dahin sind Mondfabriken, orbitale Rechenzentren und Marskolonien vor allem eines: schöne Zukunftsvisionen.
Antworten
Obuya:

studibu-Vielen Dank für den qualifizierten Beitrag

 
21.10.26 19:36
”Streuen Bären
Du vergisst, dass Du es mit Obuya mit einem erfahrenen LKW-Fahrer, Stochastiker, Astrophysiker, Verfassungsrechtler und Werbefachmann zu tun hast, der die Dinge viel besser einschätzen kann als die zehntausenden Beschäftigten bei Tesla und SpaceX.
studibu, 21.10.26 18:09
Studibu, wie schön. Wieder ein Beitrag, der sich durch seine beeindruckende fachliche Tiefe auszeichnet. ;-)
Ich wusste gar nicht, dass man erst sämtliche Berufsabschlüsse der Welt erwerben muss, bevor man eine technische Behauptung hinterfragen darf.
Aber zum Glück haben wir ja dich. Du brauchst offenbar weder Berechnungen noch Argumente. Dir reicht die Gewissheit, dass bei Tesla und SpaceX Tausende Menschen beschäftigt sind und deshalb grundsätzlich alles richtig sein muss.
Eine geradezu revolutionäre Erkenntnis! Damit können wir technische Prüfungen, unabhängige Gutachten und kritische Diskussionen eigentlich komplett abschaffen.

Ich hätte allerdings noch eine kleine Bitte: Falls du zwischen deinen persönlichen Spitzen irgendwann ein sachliches Gegenargument findest, lass es uns wissen.

Bis dahin überlasse ich dir gerne die anspruchsvolle Aufgabe, die Anzahl der SpaceX-Mitarbeiter zu zählen.
Antworten
Berliner_:

als Info nur ;-)

 
21.10.26 19:45
studibu:

Obuya

 
21.10.26 23:04
Natürlich müssen die vielen Beschäftigten von Tesla und SpaceX nicht immer Recht haben - hab ich auch nie behauptet...aber die Chance, dass ein einzelner Mensch, selbst wenn er so viel Abschlüsse hat wie Du, mehr weiß als die vielen Beschäftigten bei Tesla und SpaceX, liegt stochastisch bei genau Null. Das kannste gerne nachrechnen.

Und Deine ganzen Spekulationen, ob denn Ingenieure bei Tesla und SpaceX ihrem Chef widersprechen dürfen ohne Sanktionen zu befürchten, sind die drei Gehirnzellen nicht wert, weil diese Ingenieure zu den besten ihrer Zunft gehören und von jedem anderen Unternehmen mit Kusshand und riesiger Antrittsprämie übernommen würden, wenn sie denn so von ihrem jetzigen Chef gefrustet wären...
Antworten
Obuya:

studibu: knallharte Argumente

2
22.10.26 00:06
studibu, jetzt wird es also wieder „stochastisch“. Wie beeindruckend!

Welche Wahrscheinlichkeitsverteilung hast du denn verwendet, um auf exakt null zu kommen? Oder hast du die Zahl einfach ausgewürfelt? Hihi

Du verwechselst offenbar die Anzahl der Beschäftigten mit der Richtigkeit unternehmerischer Entscheidungen.

Nehmen wir doch mal Zuckerbergs Metaverse. Zehntausende hochqualifizierte Mitarbeiter, Milliardeninvestitionen und trotzdem blieb der erhoffte wirtschaftliche Durchbruch aus. Nach deiner genialen Logik hätte das eigentlich unmöglich sein dürfen. Schließlich können so viele Experten doch gar nicht irren!

Und dass hochqualifizierte Ingenieure ihrem Chef jederzeit widersprechen, nur weil sie theoretisch den Arbeitgeber wechseln könnten, ist ebenfalls eine bemerkenswert naive Vorstellung. Schon mal etwas von Karriereinteressen, Aktienoptionen oder Unternehmenskultur gehört?

Aber das eigentliche Problem ist ein anderes: Ich kritisiere konkrete technische Konzepte. Du antwortest mit Mitarbeiterzahlen und Autoritätsargumenten.
Vielleicht versuchst du es zur Abwechslung mal mit Physik, Zahlen und technischen Gegenargumenten statt mit mathematisch verkleideter Heldenverehrung.

Ich weiß, das wäre für dich völliges Neuland.
Antworten
studibu:

Obuya knallharte Argumente

 
22.10.26 07:54
Das hab ich schon oft versucht bei Dir mit Physik, Zahlen und Gegenargumenten, aber da Du nicht mal weißt was ne Größenordnung ist und Dein Englisch nicht ausreicht, um Originalquellen sicher zu verstehen, ist das die reinste Sisyphusarbeit, und auf die hab ich keine Lust. Ich kann hier nicht nachholen was Deine Lehrer über Jahre versäumt haben, sorry.

Natürlich können sich Firmenlenker auch mal irren, genauso wie sich einzelne Ingenieure und Fachexperten auch irren können. Und auch riesige Anzahlen an Menschen können sich irren, wie man an vielen Wahlergebnissen sieht.
Das war aber nicht mein Punkt. Die Frage war wie wahrscheinlich es ist, dass Du, ausgehend von etlichen unqualifizierte Beiträgen hier, über o.g. Themen besser Bescheid weißt als die unzähligen Ingenieure, die gut genug sind um einen der extrem begehrten Jobs bei SpaceX oder Tesla zu ergattern, und mehr als  der erfolgreichste Unternehmer unserer Zeit, der auf viel aktuellere und bessere Daten und Prognosen zugreifen kann als Du. Ich komme da auf eine Wahrscheinlichkeit von Null, aber vielleicht irre ich mich ja diesmal, und Du bist in Wirklichkeit viel schlauer als Du hier manchmal vorgibst.

Es haben auch schon in der Vergangenheit viele Leute gesagt, dass Musks Geschäftsideen physikalisch unmöglich oder zumindest unwirtschaftlich wären, weil zu teuer,  kein Bedarf/Nachfrage etc.
Die Zahlen und vielen wachsenden Geschäftsbereiche aus den jüngsten Quartalsberichten von Tesla und SpaceX sprechen eine ganz andere Sprache...Als Aktionär beider Unternehmen schaue ich natürlich auch kritisch drauf, welch riesige Summen in welche Bereiche investiert werden, aber bislang hat sich das je meistens sehr gut ausgezahlt. Über Meta und Zuckerberg kann ich nichts sagen, interessiert mich nicht.
Antworten
Obuya:

studibu: mal wieder nur ad hominem

 
22.10.26 11:49

Du wirfst anderen mangelnde mathematische Kenntnisse vor und verkündest gleichzeitig eine Wahrscheinlichkeit von exakt null, ohne auch nur ein statistisches Modell oder eine Datengrundlage vorweisen zu können.
Ganz großes Kino!
Besonders amüsant angesichts deiner bisherigen Weigerung, anzuerkennen, dass die Berechnung von Unfallwahrscheinlichkeiten ein klassisches Anwendungsgebiet der Stochastik ist. Versicherungen beschäftigen ganze Abteilungen mit Mathematikern und Aktuaren, die genau solche Risiken modellieren.

Aber vermutlich haben die alle keine Ahnung.  
Antworten
Streuen:

mal wieder nur ad hominem

 
22.10.26 16:09
Schreibt der der es nicht schafft über SpaceX oder Tesla zu schreiben ohne Namen zu verunglimpen ...

Nur weil du keine Ahnung davon hast wie Elon Musk tickt und was er macht.

Fasse dir doch mal an die eigene Nase.
Antworten
Streuen:

Fehlerkultur

 
22.10.26 16:15
Das ist gerade eine der ganz großen Stärken von allen Musk-Unternehmen. Es dürfen Fehler gemacht werden.

Und jeder Ingenieur der ein Problem sieht kann es direkt an Musk melden. Wenn es ein reales Problem ist wird er dafür gelobt und bekommt direkt alle Ressourcen die er braucht um das Problem zu lösen. Keine wochenlangen Meetings von Führungsebene zu Führungsebene.

Was glaubst du denn wie Musk es vom mittellosen Studenten zum reichsten Menschen der Welt gebracht hat. Es gibt inzwischen viele gute Biografien über ihn. Informiere dich halt mal statt nur zu stänkern.

www.businessinsider.com/...rship-style-at-tesla-spacex-2022-4
www.inc.com/justin-bariso/...sk-to-tesla-employees-descr.html
Antworten
Streuen:

161% Wachstum und solide Finanzen

 
22.10.26 16:37
"SpaceX Reports Third Quarter 2026 Results
• Delivered revenue of $14.6 billion, up 161% year-over-year, fueled by our Super Intelligence (SI) segment and
accelerated growth in Connectivity
• Achieved income from operations of $2.8 billion, net income of $4.4 billion, and Adjusted EBITDA of $8.8 billion"

Das lässt einen doch weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken. Ganz unabhängig vom aktuellen KGV ... ROFL
s21.q4cdn.com/184289198/files/...ird-Quarter-2026-Results.pdf
Antworten
Streuen:

Spannend für alle Investoren wird es

 
22.10.26 16:45
wie es jetzt mit den Fusionsplänen zwischen Tesla und SpaceX weiter geht.

"so both SpaceX and Tesla have formed special committees to discuss this idea at the request of shareholders. And these special committees are consist of independent directors."

www.fool.com/earnings/call-transcripts/...gs-call-transcript/
Antworten
Obuya:

Streuen: Fehlerkultur

 
22.10.26 18:11
”mal wieder nur ad hominem
Schreibt der der es nicht schafft über SpaceX oder Tesla zu schreiben ohne Namen zu verunglimpen ...

Nur weil du keine Ahnung davon hast wie Elon Musk tickt und was er macht.

Fasse dir doch mal an die eigene Nase.
Streuen, 22.10.26 16:09
Streuen, du verwechselst offenbar eine funktionierende Fehlerkultur mit dem direkten Draht zum großen Meister.
Dass bei Elmo jeder Ingenieur persönlich vorsprechen darf, für seine Kritik gelobt und anschließend mit unbegrenzten Ressourcen überschüttet wird, klingt ja geradezu märchenhaft.

Dummerweise gibt es da einen kleinen Schönheitsfehler:
Im Juni 2022 haben SpaceX-Mitarbeiter in einem offenen Brief Verbesserungen der Unternehmenskultur gefordert. Unter anderem wollten sie, dass Verhaltensregeln auch für die Unternehmensführung gelten. Das Ergebnis? Mehrere Unterzeichner wurden entlassen. So viel zur vorbildlichen Fehlerkultur.

Aber kommen wir doch mal zu deinem Universalgenie Elmo.
Ist der Mann tatsächlich gleichzeitig einer der weltweit führenden Experten für Fahrzeugbau, Raumfahrttechnik, Hirnforschung, künstliche Intelligenz und Tunnelbau? Alles Fachgebiete, in denen hochqualifizierte Wissenschaftler und Ingenieure Jahrzehnte benötigen, um sich umfassende Expertise anzueignen?

Was qualifiziert Elmo eigentlich dazu, in all diesen Disziplinen die Entscheidungen der jeweiligen Spezialisten besser beurteilen zu können als diese selbst? Dass ihm die Unternehmen gehören? Seit wann ersetzt ein milliardenschweres Aktienpaket ein Ingenieurstudium oder jahrzehntelange Forschung?
Was passiert denn, wenn ein erfahrener Ingenieur nach gründlicher Analyse feststellt, dass nicht irgendein Bauteil fehlerhaft ist, sondern Elmos persönliche Lieblingsidee technisch unsinnig ist?
Darf er das genauso offen sagen? Und darf er auch dann bei seiner Einschätzung bleiben, wenn Elmo anderer Meinung ist?

Besonders amüsant finde ich übrigens, dass man das Problem hier im Forum wunderbar beobachten kann. Sobald jemand Elmo kritisiert, gehen seine Anhänger direkt steil. Dann kommen statt technischer Gegenargumente plötzlich seine Milliarden, seine angebliche Genialität und die Zehntausenden Ingenieure seiner Unternehmen ins Spiel. Als wäre damit jede Kritik automatisch widerlegt.

Wenn schon seine Fans in einem belanglosen Börsenforum auf sachlichen Widerspruch mit persönlichen Angriffen reagieren, stellt sich durchaus die Frage, wie ausgeprägt die Bereitschaft zur Kritik in Unternehmen ist, in denen Elmo tatsächlich über Karrieren entscheiden kann.
Eine funktionierende Fehlerkultur bedeutet nämlich nicht, dass Mitarbeiter Fehler machen dürfen, solange der Chef sie anschließend großzügig korrigieren lässt.
Sie bedeutet vor allem, dass auch der Chef Fehler machen darf – und seine Mitarbeiter ihm das ohne Angst vor Konsequenzen sagen können.
Aber vielleicht ist genau das der entscheidende Unterschied zwischen einer funktionierenden Fehlerkultur und einem Personenkult.  
Antworten
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#31

drax:

Space x kapitalverlichtung pur

 
22.10.26 19:17
die größte Kapitalvernichtung in der menschlichen Geschichte.
Antworten
Obuya:

Streuen: Ad hominem

 
22.10.26 19:38
Du wirfst mir Ad-hominem-Angriffe vor und erklärst im nächsten Satz, ich hätte keine Ahnung. Die Ironie fällt dir vermutlich nicht einmal auf. ;-)

Und ja, ich mag Elon Musk nicht. Das mache ich auch keinen Hehl daraus. Warum sollte ich?

Wir reden hier über einen der reichsten und mächtigsten Menschen der Welt. Kritik an solchen Personen nennt man gemeinhin „nach oben treten“. Musk ist weder ein schutzbedürftiger Außenseiter noch steht er über öffentlicher Kritik.

Oder muss ich deiner Meinung nach auch über Donald Trump und Wladimir Putin grundsätzlich ehrfürchtig und respektvoll schreiben, nur weil sie reich, mächtig oder erfolgreich sind?

Respekt vor einer Person und die sachliche Bewertung ihrer Leistungen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Ich kann Musk persönlich unsympathisch finden und trotzdem seine technischen und unternehmerischen Entscheidungen anhand von Fakten kritisieren. Ein spöttischer Spitzname widerlegt schließlich kein einziges meiner Argumente.

Du hingegen versuchst gerade, die Diskussion über Musks Führungsstil auf meine Wortwahl umzulenken.

Dabei bleibt die entscheidende Frage unbeantwortet: Wie steht es um die angeblich vorbildliche Fehlerkultur, wenn Mitarbeiter Musk selbst kritisieren? Die Entlassungen nach dem offenen Brief bei SpaceX 2022 passen jedenfalls nicht besonders gut zu deiner Darstellung.

Vielleicht konzentrierst du dich zur Abwechslung auf diese Frage, statt dich stellvertretend für einen Multimilliardär beleidigt zu fühlen.
Antworten
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#34

Obuya:

studibu

4
23.10.26 08:59
Man kritisiert Elmo sachlich, und schon drehen seine Fans durch und werden persönlich. Danke, studibu, für die eindrucksvolle Bestätigung meiner Argumentation.

Meine Bitte an die Moderatoren: Lasst diesen Beitrag trotz der persönlichen Beleidigung ausnahmsweise stehen. Er spricht für sich und demonstriert das Problem besser, als ich es je beschreiben könnte.
Antworten
SchöneZukunft:

@Streuen: Bedarf für das StarShip

 
23.10.26 11:26
Ich denke das trifft genau den Punkt der bei Investoren die Spreu vom Weizen trennt.
Antworten
SchöneZukunft:

Man kritisiert Elmo sachlich

 
23.10.26 11:32
Da hat wohl jemand die Formel für einen schwarzen Schimmel gefunden ... ROFL
Antworten
HamBurch:

SpaceX soll Tesla schlucken

 
23.10.26 11:38
Wenn Musk tatsächlich auf eine Fusion hinarbeiten sollte, dann sicher nicht aus Wohltätigkeit gegenüber Tesla-Aktionären. Er würde das nur tun, wenn er glaubt, dass dadurch sein gesamtes Unternehmensnetzwerk strategisch stärker wird und sein eigener Anteil am Gesamtkuchen steigt.
Antworten
Micha01:

Bei Space X kann er alleine Durchregieren

 
23.10.26 11:59
bei Tesla nicht  - daher und zur Kursstabilisierung soll Tesla da mit rein.
Antworten
studibu:

Obuya

 
23.10.26 12:01
Soso, Du kritisierst also Elmo Murks, seinen Ketamingebrauch, seine politischen Ansichten, seine Unternehmensentscheidungen, die Produkte seiner Unternehmen, und die Investoren in seine Unternehmen immer ganz sachlich?? Das freut mich für Dich.
Antworten
Obuya:

Kritik an Elon Musk

 
23.10.26 13:16
”Obuya
Soso, Du kritisierst also Elmo Murks, seinen Ketamingebrauch, seine politischen Ansichten, seine Unternehmensentscheidungen, die Produkte seiner Unternehmen, und die Investoren in seine Unternehmen immer ganz sachlich?? Das freut mich für Dich.
studibu, 23.10.26 12:01
Zwischen scharfer, polemischer Kritik an einer Person des öffentlichen Lebens und persönlichen Angriffen auf Familienangehörige anderer Diskussionsteilnehmer besteht ein Unterschied. Jetzt mal Realtalk. Du hast einfach mal meine Mutter beleidigt.

Dass du diesen Unterschied offenbar nicht erkennst, erklärt allerdings einiges.

Und statt auf meine Argumente einzugehen, lieferst du gleich die nächste Bestätigung meiner Kritik an der Diskussionskultur mancher Elmo-Fans.
Antworten
Obuya:

SZ: sachliche Kritik an Elmo

 
23.10.26 13:22
”Man kritisiert Elmo sachlich
Da hat wohl jemand die Formel für einen schwarzen Schimmel gefunden ... ROFL
SchöneZukunft, 23.10.26 11:32
SchöneZukunft, du verwechselst offenbar Sachlichkeit mit Höflichkeit.

Kritik kann scharf, polemisch und sarkastisch formuliert sein und trotzdem auf sachlichen Argumenten beruhen.

Wenn du meine Argumente für falsch hältst, kannst du sie gerne widerlegen. Ein „ROFL“ ersetzt allerdings keine Argumentation.
Antworten
Obuya:

SZ: Bedarf Starship

 
23.10.26 13:30
Was genau ist denn der Punkt in Streuens Beitrag, der angeblich die Spreu vom Weizen trennt?

Und wie funktioniert deine Logik überhaupt? Ist man ein guter Investor, wenn man an Starship glaubt, und ein schlechter, wenn man skeptisch ist? Oder kann man auch ein schlechter Investor sein, obwohl man investiert?

Ich dachte bisher, gute Investoren erkennt man an ihren Renditen und nicht daran, wie begeistert sie von Elmos Visionen sind.
Antworten
studibu:

Obuya Fehlerkultur

 
23.10.26 14:30
”Kritik an Elon Musk
Zwischen scharfer, polemischer Kritik an einer Person des öffentlichen Lebens und persönlichen Angriffen auf Familienangehörige anderer Diskussionsteilnehmer besteht ein Unterschied. Jetzt mal Realtalk. Du hast einfach mal meine Mutter beleidigt.

Dass du diesen Unterschied offenbar nicht erkennst, erklärt allerdings einiges.

Und statt auf meine Argumente einzugehen, lieferst du gleich die nächste Bestätigung meiner Kritik an der Diskussionskultur mancher Elmo-Fans.
Obuya, 23.10.26 13:16
Also 1. wird Dir jede x-beliebige KI (in diesem Fall Gemini) bestätigen - sofern das in Deiner Generation nicht bekannt sein sollte -  dass "Antworten mit „Deine Mutter…“ (oder „Deine Mudda…“) sind ein weltweit verbreitetes Phänomen der Jugend- und Alltagskultur. Sie sind fast immer als flapsige Provokation, ironischer Konter oder humorvoller Schlagabtausch gemeint, nicht als ernst gemeinte Beleidigung."

Und 2. ist s doch ganz offensichtlich, dass Deine Mutter bei Deiner Erziehung auch grobe Fehler gemacht hat - und das ist zumindest ein starker Hinweis auf mangelnde Fehlerkultur. Stochastisch sicher kann ich mir da leider nicht sein, ich kenn sie ja nicht.

Und 3. ist es doch, wie ich weiter oben schon geschrieben habe:  Alle Menschen machen Fehler, selbst die allerbesten Firmenlenker und schlauesten Ingenieure. Das ist einfach nur menschlich. Das auszusprechen sollte für niemanden beleidigend sein.

Aber 4. finde ich es ja schon drollig, wie Du einerseits sachlich, und gleichzeitig "scharf, polemisch und sarkastisch" sein willst, aber kaum kommt man Dir mal scharf, polemisch und sarkastisch, dann siehst Du eine Grenze verletzt, spielst die beleidigte Leberwurscht und appellierst an allgemeine Höflichkeitsnormen. Die sollen dann für alle anderen gelten, während Du Foristen mit anderer Meinung:
Stiefellutscher https://www.ariva.de/forum/...ardaecher-550158?page=3298#jumppos82456
oder
kackdreiste Lügner  https://www.ariva.de/forum/...ardaecher-550158?page=3292#jumppos82320
oder
strunzdumm https://www.ariva.de/forum/...ardaecher-550158?page=3293#jumppos82349
nennen darfst.
Aber da wären wir wieder bei 2.




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#45

Obuya:

studibu: Lassen wir die Familien aus dem Spiel

 
23.10.26 16:01
”Obuya Fehlerkultur
Also 1. wird Dir jede x-beliebige KI (in diesem Fall Gemini) bestätigen - sofern das in Deiner Generation nicht bekannt sein sollte -  dass "Antworten mit „Deine Mutter…“ (oder „Deine Mudda…“) sind ein weltweit verbreitetes Phänomen der Jugend- und Alltagskultur. Sie sind fast immer als flapsige Provokation, ironischer Konter oder humorvoller Schlagabtausch gemeint, nicht als ernst gemeinte Beleidigung."

Und 2. ist s doch ganz offensichtlich, dass Deine Mutter bei Deiner Erziehung auch grobe Fehler gemacht hat - und das ist zumindest ein starker Hinweis auf mangelnde Fehlerkultur. Stochastisch sicher kann ich mir da leider nicht sein, ich kenn sie ja nicht.

Und 3. ist es doch, wie ich weiter oben schon geschrieben habe:  Alle Menschen machen Fehler, selbst die allerbesten Firmenlenker und schlauesten Ingenieure. Das ist einfach nur menschlich. Das auszusprechen sollte für niemanden beleidigend sein.

Aber 4. finde ich es ja schon drollig, wie Du einerseits sachlich, und gleichzeitig "scharf, polemisch und sarkastisch" sein willst, aber kaum kommt man Dir mal scharf, polemisch und sarkastisch, dann siehst Du eine Grenze verletzt, spielst die beleidigte Leberwurscht und appellierst an allgemeine Höflichkeitsnormen. Die sollen dann für alle anderen gelten, während Du Foristen mit anderer Meinung:
Stiefellutscher https://www.ariva.de/forum/...ardaecher-550158?page=3298#jumppos82456
oder
kackdreiste Lügner  https://www.ariva.de/forum/...ardaecher-550158?page=3292#jumppos82320
oder
strunzdumm https://www.ariva.de/forum/...ardaecher-550158?page=3293#jumppos82349
nennen darfst.
Aber da wären wir wieder bei 2.




studibu, 23.10.26 14:30
Studibu, das ist ja wirklich ein Paradebeispiel für gelebte Fehlerkultur. ;-)

Erst meine Mutter in die Diskussion hineinziehen, dann Gemini bemühen, um das Ganze als Jugendslang zu rechtfertigen, und anschließend noch einmal ausdrücklich behaupten, sie habe bei meiner Erziehung grobe Fehler gemacht.

Nur zur Klarstellung: Deine Äußerungen waren überhaupt kein Jugendslang. Ein flapsiges „Deine Mudda …“ als scherzhafter Konter ist etwas völlig anderes als die ausdrückliche Behauptung, meine Mutter habe bei meiner Erziehung versagt. Das ist eine gezielte persönliche Herabsetzung, kein harmloser Jugendspruch. Und spätestens mit deiner zweiten Äußerung hast du selbst jede Ausrede in Richtung Humor oder Ironie überflüssig gemacht.

Mal ehrlich: Wenn du 15 wärst, würde ich über einen solchen Spruch vielleicht noch schmunzeln. Aber ich gehe eigentlich davon aus, dass ich es hier mit einem erwachsenen Mann zu tun habe.

Und was meine früheren Formulierungen angeht: Ja, ich habe mich in der Vergangenheit durchaus provozieren lassen und bin dabei selbst persönlich und beleidigend geworden. Das war nicht richtig. Im Gegensatz zu dir habe ich daraus allerdings etwas gelernt und mein Verhalten geändert.

Und dafür möchte ich mich ausdrücklich bei dir bedanken, Studibu. Durch die Diskussionen mit dir habe ich tatsächlich gelernt, mich nicht mehr auf dieses Niveau herunterziehen zu lassen. Danke, dass ich durch dich ein besserer Mensch geworden bin! ;-)

Auch das nennt man übrigens Fehlerkultur: Eigene Fehler erkennen, eingestehen und daraus lernen. Nicht Gemini nach einer passenden Rechtfertigung fragen und anschließend denselben Fehler gleich noch einmal machen.

Eigentlich wollten wir ja über die Fehlerkultur bei Elon Musk diskutieren. Dass du mir stattdessen eine derart anschauliche praktische Demonstration lieferst, hätte ich nicht erwartet.
Antworten
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#47

SchöneZukunft:

@Obuya: "sachliche Kritik an Elmo"

 
25.10.26 12:42
Ist hier komplett OT. Ich kenne diesen Kerl noch nicht mal. Hier geht es um SpaxeX.

Ich denke es macht keinen Sinn mit dir hier auf diesem Niveau weiter zu diskutieren.

Und zum Glück kann ich mir in meinem Thread heraus suchen mit wem ich diskutieren will.
Antworten
SchöneZukunft:

"SpaceX überrascht mit starken Quartalszahlen"

 
25.10.26 12:57
https://www.ariva.de/news/...en-analysten-jetzt-die-lage-rsf-12180838

"Zahlen entfachen nur kurzes Strohfeuer"

Das ist ja kein Wunder, denn sie zeigen lediglich dass SpaceX auf gutem Kurs ist in die aktuelle Bewertung hinein zu wachsen.

Wie ich schon schrieb sehe ich das eigentliche Potential eher in den Projekten denen die Analysten kaum Beachtung schenken, wie MacroHard, TerraFab und Rechenzentren im Weltall.
Antworten
SchöneZukunft:

"Zahlen entfachen nur kurzes Strohfeuer"

 
25.10.26 13:02
Ist ja auch kein Wunder wenn man bedenkt dass am Donnerstag 1,3 Millionen Aktien ihre Sperre verloren haben.

Diejenigen die diese Kaufgelegenheit nutzen konnten dürften sich freuen.
Antworten
major:

@sz

 
25.10.26 13:15
”@Obuya: "sachliche Kritik an Elmo"
Ist hier komplett OT. Ich kenne diesen Kerl noch nicht mal. Hier geht es um SpaxeX.

Ich denke es macht keinen Sinn mit dir hier auf diesem Niveau weiter zu diskutieren.

Und zum Glück kann ich mir in meinem Thread heraus suchen mit wem ich diskutieren will.
SchöneZukunft, 25.10.26 12:42
es ist also in Ordnung wie hier ein User ständig die Mütter anderer ins Spiel bringt,  solange man Elmo nur genügt  würdigt .. ist ja dein Thread.. ariva hätte für solche Zwecke geschlossene  Gruppen.  
Antworten
Obuya:

SZ: Eigener Thread

 
25.10.26 16:32
”@Obuya: "sachliche Kritik an Elmo"
Ist hier komplett OT. Ich kenne diesen Kerl noch nicht mal. Hier geht es um SpaxeX.

Ich denke es macht keinen Sinn mit dir hier auf diesem Niveau weiter zu diskutieren.

Und zum Glück kann ich mir in meinem Thread heraus suchen mit wem ich diskutieren will.
SchöneZukunft, 25.10.26 12:42
Ach, wie köstlich. In einem SpaceX-Forum ist Kritik an Elon Musk, dem Gründer, CEO und maßgeblichen Entscheidungsträger von SpaceX, also plötzlich off-topic.
Das muss man auch erst einmal hinbekommen.

Über Musks Visionen, Versprechungen und angebliche Genialität darf selbstverständlich ausführlich diskutiert werden. Aber sobald es um seine Fehlentscheidungen, sein Verhalten oder seine Glaubwürdigkeit geht, hat das mit SpaceX natürlich überhaupt nichts mehr zu tun.

Und dann noch der Hinweis, dass du dir aussuchen kannst, mit wem du diskutierst.

Wie großzügig!

Ein eigener Thread, in dem man kritische Stimmen einfach ausblendet, sobald einem die Argumente ausgehen.
So lässt sich natürlich wunderbar sicherstellen, dass man am Ende immer recht hat.

Aber keine Sorge, du darfst dir selbstverständlich aussuchen, mit wem du diskutierst. Nur solltest du das nicht mit dem Recht verwechseln, anderen den Mund zu verbieten.

Ich werde jedenfalls auch weiterhin meinen Senf dazugeben, kritische Fragen stellen und Widersprüche aufzeigen. Ob du darauf antwortest oder lieber so tust, als gäbe es diese Argumente nicht, bleibt ganz dir überlassen.

Schließlich ist ein Diskussionsforum keine private Fanclubveranstaltung mit Applauspflicht.

Und btw, gerade in "deinem" Thread kannst du gerne mal andere Diskursteilnehmer ermahnen wenn Mütter beleidigt werden.
Antworten
karldarama:

US-Militär gewährt SpaceX von Elon Musk Zugang

 
25.10.26 16:57
US-Militär gewährt SpaceX von Elon Musk Zugang zu sensiblen Tracking-Daten


Das US-Militär hat Elon Musks SpaceX Zugang zu eingeschränkten Weltraumverfolgungsdaten gegeben und eine neue Runde von Fragen aufgeworfen, ob die Trump-Regierung versucht, die Verkehrskontrolle in der Erdumlaufbahn an einen umstrittenen Spender zu übergeben.

Der Zugang wirft auch neue Fragen der nationalen Sicherheit auf, sagen Branchenbeobachter.

Der Schritt kommt, nachdem Musks Doge im Jahr 2025 viele Mitarbeiter des entstehenden Raumfahrtkontrollprogramms der Bundesregierung entlassen hat, und die Regierung hat zweimal versucht, die Abteilung, die als Verkehrskoordinationssystem für Weltraum (Traccs) bezeichnet wird, finanziell auszuhöhlen.

www.theguardian.com/science/2026/oct/25/...tive-tracking-data
Antworten
SchöneZukunft:

@major/Obuya: Kritik an Elon Musk

 
26.10.26 10:17
Niemand hat je geschrieben dass man hier Elon Musk nicht kritisieren darf. Selbstverständlich gehört das in einen SpaceX oder Tesla Thread. Lernt einfach mal lesen.

Und wenn jemand irgendwelche Probleme mit irgendwelchen Müttern hat interessiert mich das nicht. Wer sich beleidigt fühlt soll doch bitte den jeweiligen Beitrag melden. Ich greife hier nur ein wenn es den Thread über Gebühr beeinträchtigen würde.
Antworten
Streuen:

"Lernt einfach mal lesen"

 
26.10.26 10:23
Ich amüsiere mich schon seit Tagen. Aber ich befürchte du erwartest zu viel von einem Musk-Bären. Das wären sie ja wohl kaum wenn sie ein ordentliches Textverständnis hätten.

Ich persönlich hoffe bei den US-Zwischenwahlen auf eine blaue Welle mit anschließendem Untersuchungsausschuss des StarShield-Skandals.

Es ist für SpaceX durchaus wichtig dass aufgeklärt wird wer für die Toten in der Ukraine verantwortlich ist. Und ich hoffe natürlich sehr, dass es nicht Musk ist. Das wäre tatsächlich sehr schädlich für die Firma.
Antworten
SchöneZukunft:

"Ich amüsiere mich schon seit Tagen"

 
26.10.26 11:06
Ja das mit dem Textverständnis ist schon so eine Sache. Aber ich mache mir da schon lange keine Illusionen mehr.
Antworten
major:

wirklich sehr amüsant

 
26.10.26 12:17

SchöneZukunft, 25.10.26 12:42 Zitat: sachliche Kritik an Elmo Ist hier komplett OT.
SchöneZukunft: 26.10.26 10:17 Zitat: Niemand hat je geschrieben dass man hier Elon Musk nicht kritisieren darf

Ich werde die homoerotische Stimmung der selbsternannten "Bullen" in diesem Thread nicht länger stören, versprochen.

Antworten
Obuya:

Dann amüsiert euch

 
26.10.26 12:23
Ach, wie schön. Die beiden selbsternannten Experten für Textverständnis bestätigen sich gegenseitig ihre intellektuelle Überlegenheit. Wenn die Argumente ausgehen, hilft offenbar gegenseitiges Schulterklopfen.

Besonders SchöneZukunft ist bemerkenswert. Erst erklärt er, dass er sich in „seinem“ Thread aussuchen könne, mit wem er diskutiert, und jetzt hat natürlich niemand jemals versucht, Musk-Kritik auszugrenzen. Vielleicht erst mal die eigenen Beiträge lesen, bevor man anderen mangelndes Textverständnis vorwirft.

Und Streuen liefert gleich das nächste Kunststück. Einerseits erklärt er, Musks Verhalten und die Starshield-Affäre würden die Wachstumsaussichten von SpaceX kaum beeinflussen. Andererseits hofft er jetzt auf einen Untersuchungsausschuss, weil eine mögliche Verantwortung Musks für Todesfälle in der Ukraine „tatsächlich sehr schädlich für die Firma“ wäre.

Ach was! Plötzlich könnte Musks persönliches Verhalten also doch erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen haben? Wer hätte das gedacht?
Aber immerhin schön, dass ihr euch beim Thema Textverständnis so einig seid. Vielleicht versucht ihr es als Nächstes mit dem Verständnis eurer eigenen Aussagen.
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