”mal wieder nur ad hominemSchreibt der der es nicht schafft über SpaceX oder Tesla zu schreiben ohne Namen zu verunglimpen ...
Nur weil du keine Ahnung davon hast wie Elon Musk tickt und was er macht.
Fasse dir doch mal an die eigene Nase.
Streuen, 22.10.26 16:09
Streuen, du verwechselst offenbar eine funktionierende Fehlerkultur mit dem direkten Draht zum großen Meister.
Dass bei Elmo jeder Ingenieur persönlich vorsprechen darf, für seine Kritik gelobt und anschließend mit unbegrenzten Ressourcen überschüttet wird, klingt ja geradezu märchenhaft.
Dummerweise gibt es da einen kleinen Schönheitsfehler:
Im Juni 2022 haben SpaceX-Mitarbeiter in einem offenen Brief Verbesserungen der Unternehmenskultur gefordert. Unter anderem wollten sie, dass Verhaltensregeln auch für die Unternehmensführung gelten. Das Ergebnis? Mehrere Unterzeichner wurden entlassen. So viel zur vorbildlichen Fehlerkultur.
Aber kommen wir doch mal zu deinem Universalgenie Elmo.
Ist der Mann tatsächlich gleichzeitig einer der weltweit führenden Experten für Fahrzeugbau, Raumfahrttechnik, Hirnforschung, künstliche Intelligenz und Tunnelbau? Alles Fachgebiete, in denen hochqualifizierte Wissenschaftler und Ingenieure Jahrzehnte benötigen, um sich umfassende Expertise anzueignen?
Was qualifiziert Elmo eigentlich dazu, in all diesen Disziplinen die Entscheidungen der jeweiligen Spezialisten besser beurteilen zu können als diese selbst? Dass ihm die Unternehmen gehören? Seit wann ersetzt ein milliardenschweres Aktienpaket ein Ingenieurstudium oder jahrzehntelange Forschung?
Was passiert denn, wenn ein erfahrener Ingenieur nach gründlicher Analyse feststellt, dass nicht irgendein Bauteil fehlerhaft ist, sondern Elmos persönliche Lieblingsidee technisch unsinnig ist?
Darf er das genauso offen sagen? Und darf er auch dann bei seiner Einschätzung bleiben, wenn Elmo anderer Meinung ist?
Besonders amüsant finde ich übrigens, dass man das Problem hier im Forum wunderbar beobachten kann. Sobald jemand Elmo kritisiert, gehen seine Anhänger direkt steil. Dann kommen statt technischer Gegenargumente plötzlich seine Milliarden, seine angebliche Genialität und die Zehntausenden Ingenieure seiner Unternehmen ins Spiel. Als wäre damit jede Kritik automatisch widerlegt.
Wenn schon seine Fans in einem belanglosen Börsenforum auf sachlichen Widerspruch mit persönlichen Angriffen reagieren, stellt sich durchaus die Frage, wie ausgeprägt die Bereitschaft zur Kritik in Unternehmen ist, in denen Elmo tatsächlich über Karrieren entscheiden kann.
Eine funktionierende Fehlerkultur bedeutet nämlich nicht, dass Mitarbeiter Fehler machen dürfen, solange der Chef sie anschließend großzügig korrigieren lässt.
Sie bedeutet vor allem, dass auch der Chef Fehler machen darf – und seine Mitarbeiter ihm das ohne Angst vor Konsequenzen sagen können.
Aber vielleicht ist genau das der entscheidende Unterschied zwischen einer funktionierenden Fehlerkultur und einem Personenkult.