Was bisher geschah: Der Chef der mächtigsten Notenbank der Welt kündigte eine Kehrtwende an. Einen Kurswechsel, der heftiger ausfallen dürfte als erwartet. Daraufhin brach an den Finanzmärkten rund um den Globus Nervosität aus: Kurse stürzten, Zinsen stiegen, Währungen bröckelten. Fortsetzung folgt: Hoch verschuldeten Staaten und Firmen weltweit steht eine schwierige Phase bevor – Zahlungsausfälle und Pleiten inklusive.
Die Fed werde wohl ihre Anleihekäufe schneller herunterfahren, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Powell verzichtete bei seinem Auftritt im US-Kongress auf ein Schlüsselwort, das bislang noch für relative Beruhigung gesorgt hatte: »vorübergehend« (»transitory«). Seit Monaten hatte seine Kernbotschaft gelautet: Der derzeitige Preisanstieg sei nur »vorübergehend« – das Resultat außergewöhnlicher Verspannungen, hervorgerufen durch die Covid-Krise. Nun formuliert er dringlicher, spricht von selbstverstärkenden Faktoren, den Löhnen beispielsweise, die »in flottem Tempo« steigen. Es bestehe das Risiko, dass sich die Inflation »festsetzt«. Und das müsse die Fed mit allen Mitteln verhindern. ...
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