Siemens begibt überraschend Wandelanleihe
Der Münchener Industriekonzern Siemens begibt am Donnerstag überraschend eine Wandelanleihe über rund 2,5 Milliarden Euro. Damit will Siemens von den derzeit niedrigen Zinsen und der hohe Volatilität an den Kapitalmärkten profitieren.
Reuters MÜNCHEN. Die Anleihe besitze eine Laufzeit von sieben Jahren und sei in ungefähr 45 Millionen Siemens-Aktien wandelbar, teilte Siemens am Donnerstag mit. Der Kupon werde zwischen 0,875 bis 1,375 Prozent liegen, die Wandelprämie zwischen 45 und 50 Prozent. „Der Erlös aus der Emission wird für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt und zur Stärkung der finanziellen Flexibilität von Siemens verwendet“, hieß es in einer knappen Mitteilung. Die Anleihe sei nicht für die Finanzierung eines konkreten Vorhabens bestimmt, ergänzte ein Siemens-Sprecher: „Es ist nicht so, dass wir morgen auf Einkaufstour gehen“.
Das von einer niederländischen Finanztochter von Siemens begebene und von Siemens selbst garantierte Papier solle bei institutionellen Investoren außerhalb der USA platziert werden, hieß es.
Der Siemens-Konzern hatte im April den Kauf einer Turbinentochter des Konkurrenten von Alstom bekannt gegeben und die Bereitschaft zu weiteren Zukäufen signalisiert.
HANDELSBLATT, Donnerstag, 22. Mai 2003, 08:06 Uhr
Der Münchener Industriekonzern Siemens begibt am Donnerstag überraschend eine Wandelanleihe über rund 2,5 Milliarden Euro. Damit will Siemens von den derzeit niedrigen Zinsen und der hohe Volatilität an den Kapitalmärkten profitieren.
Reuters MÜNCHEN. Die Anleihe besitze eine Laufzeit von sieben Jahren und sei in ungefähr 45 Millionen Siemens-Aktien wandelbar, teilte Siemens am Donnerstag mit. Der Kupon werde zwischen 0,875 bis 1,375 Prozent liegen, die Wandelprämie zwischen 45 und 50 Prozent. „Der Erlös aus der Emission wird für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt und zur Stärkung der finanziellen Flexibilität von Siemens verwendet“, hieß es in einer knappen Mitteilung. Die Anleihe sei nicht für die Finanzierung eines konkreten Vorhabens bestimmt, ergänzte ein Siemens-Sprecher: „Es ist nicht so, dass wir morgen auf Einkaufstour gehen“.
Das von einer niederländischen Finanztochter von Siemens begebene und von Siemens selbst garantierte Papier solle bei institutionellen Investoren außerhalb der USA platziert werden, hieß es.
Der Siemens-Konzern hatte im April den Kauf einer Turbinentochter des Konkurrenten von Alstom bekannt gegeben und die Bereitschaft zu weiteren Zukäufen signalisiert.
HANDELSBLATT, Donnerstag, 22. Mai 2003, 08:06 Uhr