AUSBLICK: Siemens mit Einbruch der Mobilfunksparte im dritten Quartal
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Siemens AG wird nach Schätzungen von Analysten am Mittwoch für das dritte Quartal ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) von 300 bis 653 Mio. Euro und einem Umsatz von 19,7 bis 22,1 Mrd. Euro ausweisen. Nicht einbezogen in die EBITA-Schätzungen ist die Halbleitertochter Infineon . Im vergangenen Jahr hatte der Elektronikkonzern für das dritte Quartal ein EBITA von 592 Mio. Euro und einen Umsatz von 18,0 Mrd. Euro ausgewiesen.
Unklar ist für viele Experten allerdings, wie hoch die Restrukturierungskosten und die außerordentlichen Aufwendungen zu Buche schlagen werden. Diese Unsicherheit erschwert nach Angaben der Analysten vor allem eine Aussage über die Höhe des zu erwartenden Netto-Gewinns, der 2000 noch bei 628 Mio. Euro gelegen hatte. Zudem werde die Industriesparte Atecs nach der Übernahme von Mannesmann erstmals in die Bilanz mit einbezogen werden, hieß es.
PIERER: DRITTES QUARTAL WIRD "SCHWIERIGES QUARTAL" Siemens-Chef Heinrich von Pierer hatte bereits im April gesagt, das dritte Quartal werde wegen der anhaltenden Marktschwäche und der Umstrukturierungskosten ein "schwieriges Quartal". Darüber hinaus habe der Konzernlenker keine aufschlussreichen Prognosen für die Zukunft genannt, hieß es aus Expertenkreisen. Die Mehrheit der Analysten glaubt daher nicht daran, dass die Siemens-Sparten Mobilfunk (ICM) und Netzwerke (ICN) im dritten Quartal die Gewinnschwelle erreichen werden. Zudem werde die Infineon-Tochter voraussichtlich einen Netto-Verlust von 419 bis 600 Mio. Euro einfahren.
"Das dritte Quartal wird extrem schwierig für Siemens", sagte James Stettler, Analyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein. Der Experte rechnet mit einem Umsatz von 20,7 Mrd. Euro und einem EBITA ohne Infineon von 438 Mio. Euro.
POSITIVERE ENTWICKLUNG BEI "DEFENSIVEN" GESCHÄFTSFELDERN
Zwar erwarten die Analysten für die "defensiveren" Geschäftsfelder wie Energietechnik, Medical und Lichttechnik eine bessere Performance. Dies wird nach Ansicht von Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck & Co. jedoch nicht den Rückgang beim Mobilfunk- und Netzwerkgeschäft abfedern können. Kitz rechnet bei Siemens mit einem Umsatz von 20,0 Mrd. Euro und einem Netto-Gewinn vor Sonderposten von 380 Mio. Euro.
Die Investmentbank ABN Amro sieht den Konzernumsatz im dritten Quartal bei 19,98 Mrd. Euro, das EBITA ausgenommen Infineon bei 566 Mio. Euro. UBS Warburg rechnet mit einem Umsatz von 21,50 Mrd. und einem Netto-Verlust von 1,0 Mio. Euro./FX/sh/av
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Siemens AG wird nach Schätzungen von Analysten am Mittwoch für das dritte Quartal ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) von 300 bis 653 Mio. Euro und einem Umsatz von 19,7 bis 22,1 Mrd. Euro ausweisen. Nicht einbezogen in die EBITA-Schätzungen ist die Halbleitertochter Infineon . Im vergangenen Jahr hatte der Elektronikkonzern für das dritte Quartal ein EBITA von 592 Mio. Euro und einen Umsatz von 18,0 Mrd. Euro ausgewiesen.
Unklar ist für viele Experten allerdings, wie hoch die Restrukturierungskosten und die außerordentlichen Aufwendungen zu Buche schlagen werden. Diese Unsicherheit erschwert nach Angaben der Analysten vor allem eine Aussage über die Höhe des zu erwartenden Netto-Gewinns, der 2000 noch bei 628 Mio. Euro gelegen hatte. Zudem werde die Industriesparte Atecs nach der Übernahme von Mannesmann erstmals in die Bilanz mit einbezogen werden, hieß es.
PIERER: DRITTES QUARTAL WIRD "SCHWIERIGES QUARTAL" Siemens-Chef Heinrich von Pierer hatte bereits im April gesagt, das dritte Quartal werde wegen der anhaltenden Marktschwäche und der Umstrukturierungskosten ein "schwieriges Quartal". Darüber hinaus habe der Konzernlenker keine aufschlussreichen Prognosen für die Zukunft genannt, hieß es aus Expertenkreisen. Die Mehrheit der Analysten glaubt daher nicht daran, dass die Siemens-Sparten Mobilfunk (ICM) und Netzwerke (ICN) im dritten Quartal die Gewinnschwelle erreichen werden. Zudem werde die Infineon-Tochter voraussichtlich einen Netto-Verlust von 419 bis 600 Mio. Euro einfahren.
"Das dritte Quartal wird extrem schwierig für Siemens", sagte James Stettler, Analyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein. Der Experte rechnet mit einem Umsatz von 20,7 Mrd. Euro und einem EBITA ohne Infineon von 438 Mio. Euro.
POSITIVERE ENTWICKLUNG BEI "DEFENSIVEN" GESCHÄFTSFELDERN
Zwar erwarten die Analysten für die "defensiveren" Geschäftsfelder wie Energietechnik, Medical und Lichttechnik eine bessere Performance. Dies wird nach Ansicht von Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck & Co. jedoch nicht den Rückgang beim Mobilfunk- und Netzwerkgeschäft abfedern können. Kitz rechnet bei Siemens mit einem Umsatz von 20,0 Mrd. Euro und einem Netto-Gewinn vor Sonderposten von 380 Mio. Euro.
Die Investmentbank ABN Amro sieht den Konzernumsatz im dritten Quartal bei 19,98 Mrd. Euro, das EBITA ausgenommen Infineon bei 566 Mio. Euro. UBS Warburg rechnet mit einem Umsatz von 21,50 Mrd. und einem Netto-Verlust von 1,0 Mio. Euro./FX/sh/av