Schwarz Pharma und schüüüüüüüüüüüüsssssssss ssssss

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Steigender BioNTech SE ADR-Kurs 5,05 9,68 15,30
Fallender BioNTech SE ADR-Kurs 5,00 9,80 14,49
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Schwarz Pharma kein aktueller Kurs verfügbar
 
ToMeister:

Schwarz Pharma und schüüüüüüüüüüüüsssssssssssssss

 
03.09.07 18:12
SDAX: Schwarz Pharma raus, Gerresheimer rein

03.09.2007 - Die Deutsche Börse AG hat die Zusammensetzung des SDAX verändert. Den Platz der übernommenen Schwarz Pharma nimmt zukünftig die Gerresheimer Group ein. Das meldet die Deutsche Börse am Montag, Hintergrund ist, dass Schwarz Pharma die Zulassung für den Handel im Prime Standard gekündigt habe. Der Handel in diesem Marktsegment ist eine der Voraussetzungen für die Indexzugehörigkeit. Die außerplanmäßige Änderung werde zum 6. September wirksam, heißt es von Seiten der Frankfurter.
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alexori:

Raus und down?

 
26.09.07 14:08
Nachdem nun Schwarz Pharma aus dem SDAX raus ist und auch Umsatzeinbußen und Gewinnrückgänge zu verzeichnen hat, ist eher mit dem fallen der Aktie zu rechnen. (Quelle: Sharewise.com)
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sileon65:

KGV 100

 
27.09.07 13:59

Würde mich auch ohne die SDAX-Geschichte nicht überraschen, bei dem KGV. Wundert mich nur, dass die Analysten bis dato dazu schweigen, hab als einziges Stimmungsbarometer der letzten Tage ein Rating auf sharewise gefunden: http://www.sharewise.com/ratings/37589#rating

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sileon65:

Fehler meinerseits

 
27.09.07 14:06
KGV ist sogar noch höher...
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Skydust:

Squeeze-Out

2
08.05.09 16:27
SCHWARZ PHARMA AG: Squeeze-out Barabfindung auf EUR 111,44 je Aktie festgelegt
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TGTGT:

Wer kauft diese Aktie jetzt

 
08.05.09 16:29
bitte zu 117,50, diese Spekulation auf eine höhere Abfindung ist doch irrsinnig!
Wer gut mit Geld umgeht, den wird es folgen wie ein treuer Hund seinem Herrchen ^^
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MrTrillion3:

DE0007221905 - Schwarz Pharma (Nachlese)

 
07.07.26 16:58

Was aus der Familie Schwarz-Schütte nach dem Verkauf von Schwarz Pharma wurde

Die Geschichte von Schwarz Pharma ist eine dieser deutschen Unternehmergeschichten, die heute fast ein wenig aus der Zeit gefallen wirken: ein Familienunternehmen, aufgebaut aus der Nachkriegszeit heraus, später börsennotiert, im MDAX vertreten, dann im Zuge der europäischen Pharmakonsolidierung an einen größeren internationalen Konzern verkauft. 2006 einigte sich UCB aus Belgien (ISIN: BE0003739530 / WKN: 852738) auf die Übernahme von Schwarz Pharma. Das Angebot wurde damals mit rund 4,4 Milliarden Euro bewertet; die Familie Schwarz-Schütte hielt etwa 60 Prozent an dem Monheimer Pharmaunternehmen. Für die Familie war das der Übergang vom operativen Pharmaunternehmer zum vermögenden Investoren- und Stifterkreis.

Gegründet worden war Schwarz Pharma 1946 von Rolf Schwarz-Schütte und seinem Vater Anton Schwarz. Aus einem kleinen Arzneimittelbetrieb wurde über Jahrzehnte ein international tätiges Pharmaunternehmen, besonders stark bei Herz-Kreislauf-Medikamenten, später zunehmend auch mit neurologischen Entwicklungsprojekten. Der Verkauf an UCB war deshalb nicht einfach nur ein Kassensturz, sondern auch ein strategischer Schritt: Schwarz Pharma war zu klein geworden, um die immer teurere internationale Medikamentenentwicklung allein mit derselben Durchschlagskraft zu stemmen. UCB wiederum bekam mit Schwarz Pharma wichtige Pipeline- und Produktchancen in Bereichen wie Parkinson, Epilepsie und Urologie.

Bemerkenswert ist, dass die Familie beim Abschied aus dem Unternehmen nicht nur an sich selbst dachte. Nach dem Verkauf wurde öffentlich berichtet, dass die Mitarbeiter eine Sonderzahlung erhielten. In der öffentlichen Erinnerung blieb vor allem die Zahl von 10.000 Euro je Mitarbeiter hängen. Das passt zu dem Bild, das Rolf Schwarz-Schütte in Monheim und Düsseldorf hinterließ: nicht nur Unternehmer, sondern auch Mäzen und Förderer. Monheim erinnerte später mit dem Rolf-Schwarz-Schütte-Platz an ihn; die Stadt würdigte ihn als einen der großen Unternehmer der Stadt.

Nach dem Verkauf gingen die öffentlich sichtbaren Wege der Familie auseinander. Patrick Schwarz-Schütte, der Sohn von Rolf Schwarz-Schütte und frühere Vorstandschef von Schwarz Pharma, trat vor allem als Immobilieninvestor, Family-Office-Mann und Düsseldorfer Netzwerker hervor. Mit Black Horse Investments verlagerte sich der Schwerpunkt aus der Pharmaindustrie in Immobilien und Beteiligungen. Black Horse wird öffentlich als Single Family Office der Düsseldorfer Schwarz-Schütte-Familie beschrieben und ist unter anderem mit dem bekannten Düsseldorfer Dreischeibenhaus verbunden. Patrick Schwarz-Schütte blieb außerdem gesellschaftlich sichtbar, unter anderem durch Mandate und sein Engagement in Düsseldorf. 2019 wurde er mit dem Großen Ehrenring der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet.

Eine andere, deutlich politischere und gesellschaftsaktivistische öffentliche Figur ist Antonis Schwarz. Er stammt ebenfalls aus dem Schwarz-Pharma-Vermögensumfeld und tritt heute weniger als klassischer Kapitalanleger auf, sondern als Impact-Investor, Philanthrop und Aktivist. Die Guerrilla Foundation beschreibt ihn als deutsch-griechisantchen Aktivisten, Philanthropen und Impact-Investor, der geerbtes Vermögen aus dem Verkauf von Schwarz Pharma seit 2011 für soziale Zwecke einsetzt. Er ist damit so etwas wie der Gegenentwurf zum stillen Family-Office-Erben: öffentlich, politisch, aktivistisch, mit Fokus auf soziale Bewegungen, Transparenz und gesellschaftlichen Wandel.

Für Anleger besonders interessant ist aber Dr. Kurt Schwarz. Er ist wahrscheinlich das Familienmitglied, das am stärksten sichtbar im alten Pharma- und Biotech-Dunstkreis geblieben ist. Kurt Schwarz war nicht der operative Schwarz-Pharma-Chef wie Patrick Schwarz-Schütte, sondern vertrat über seine Investmentgesellschaft Leifina früh den Investoren- und Familiengesellschafterblick. Das Aspen Institute beschreibt ihn als Mediziner und Juristen, der unter anderem an der Harvard Medical School und am Massachusetts General Hospital tätig war, später bei Merck arbeitete, 1990 seine Investmentgesellschaft Leifina gründete und in den Aufsichtsrat von Schwarz Pharma einzog, wo er die Schwarz-Familie als bedeutenden Aktionär vertrat.

Dieser Hintergrund erklärt, warum Kurt Schwarz heute nicht einfach nur als reicher Ex-Pharma-Aktionär erscheint, sondern weiterhin in einem medizinisch-biotechnologischen Umfeld auftaucht. Eternygen nennt ihn als Gründer und Geschäftsführer der Leifina GmbH sowie als Investor und Business Angel verschiedener Biotech-Unternehmen. Auch frühere Finanzierungsrunden, etwa bei der inzwischen von Evotec übernommenen KINAXO Biotechnologies, beschrieben Leifina als diversifizierte Investmentholding von Dr. Kurt Schwarz und ihn selbst als privaten Investor in Biotech-Unternehmen und Private-Equity-Fonds. Der Pharmafaden ist bei ihm also nicht gerissen. Er wurde nach dem Verkauf von Schwarz Pharma nicht zum reinen Immobilien- oder Indexfondsinvestor, sondern blieb im weiteren Bio-, Pharma- und Life-Science-Umfeld präsent.

Dazu passt auch BlackPoint Asset Management. BlackPoint beschreibt sich ausdrücklich als Ergebnis einer Zusammenarbeit unabhängiger Investmentexperten mit dem Family Office von Dr. Kurt Schwarz, dem früheren Großaktionär von Schwarz Pharma. Der BlackPoint Evolution Fund soll Anlegern ermöglichen, gemeinsam mit den Familien zu investieren, die dort ihr Vermögen verwalten. Das ist für Privatanleger bemerkenswert: Während die meisten Family Offices verschlossen bleiben, gibt es hier zumindest ein öffentlich zugängliches Fondsvehikel, das aus diesem Umfeld entstanden ist.

Auch bei börsennotierten Beteiligungen ist Kurt Schwarz sichtbar. Bei WashTec werden ihm nach Stimmrechtsmeldungen 4,96 Prozent zugerechnet, im Wesentlichen über Leifina und JaToPa. Das zeigt, dass er nicht nur in nicht börsennotierten Biotech- und Beteiligungsstrukturen unterwegs ist, sondern auch als langfristiger Ankeraktionär bei Spezialwerten auftritt. WashTec (ISIN: DE0007507501 / WKN: WHTAF) ist kein Pharmaunternehmen, aber es passt in ein bestimmtes Investorenprofil: mittelständisch, profitabel, technologie- und serviceorientiert, mit hohem Free Cashflow und starker Stellung in einer Nische.

Was bleibt also von Schwarz Pharma? Das operative Unternehmen ging in UCB auf. Der Name Schwarz Pharma verschwand als eigenständige Börsenstory. Aber das Kapital, das Know-how und die Netzwerke der Familie verschwanden nicht. Sie verteilten sich: Patrick Schwarz-Schütte steht heute eher für Immobilien, Family Office, Düsseldorf und klassische Unternehmerreputation. Antonis Schwarz steht für Impact Investing, politische Philanthropie und Aktivismus. Dr. Kurt Schwarz steht für den investiven Brückenschlag zurück in die Welt von Biotech, Life Sciences, Private Equity und spezialisierten börsennotierten Beteiligungen.

Gerade Kurt Schwarz ist deshalb für Anleger interessant, weil er eine Art Verbindungslinie bildet: von der alten Schwarz-Pharma-Welt über Leifina bis hin zu heutigen Biotech- und Investmentstrukturen. Er ist nicht einfach ein ehemaliger Pharmaerbe, sondern ein Investor mit medizinischem Hintergrund, Aufsichtsratsvergangenheit bei Schwarz Pharma und fortgesetzter Präsenz in einem Umfeld, in dem Wissenschaft, Kapital und Unternehmertum eng miteinander verbunden sind.

Mein Fazit: Aus der Familie Schwarz-Schütte wurde nach dem Verkauf von Schwarz Pharma kein einheitlicher Investmentblock, sondern ein loser Kreis sehr unterschiedlicher öffentlicher Rollen. Die operative Pharmafirma wurde verkauft, aber aus dem Verkauf entstanden mehrere sichtbare Linien: Immobilien und Family Office bei Patrick Schwarz-Schütte, gesellschaftspolitisches Kapital bei Antonis Schwarz, und ein weiterhin sehr pharma- und biotech-nahes Investmentprofil bei Dr. Kurt Schwarz. Für Börsianer ist vor allem Letzterer interessant, weil er zeigt, wie altes deutsches Pharmaunternehmertum heute in Family-Office-Strukturen, Spezialfonds, Biotech-Beteiligungen und Nebenwerten weiterlebt.

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