Umsatz- und Fahrgast-Minus bei der Bahn
Die Bahn hat in den vergangenen Monaten Kunden verloren - dies liegt nach Ansicht des Unternehmens jedoch nicht am neuen Preissystem. Schlechte Konjunktur, winterliche Jahreszeit, technische Probleme mit neuen ICE-Zügen und Konkurrenz der Billigflieger seien die Gründe hierfür, sagte Bahn-Sprecher Uwe Herz zu einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) über sinkende Umsatz- und Fahrgastzahlen seit Beginn des Jahres. "Wir liegen mit dem Preissystem konjunkturbereinigt voll im Plan", sagte Herz.
Minus 18 Prozent
Nach Informationen der SZ nahm die Bahn im Januar im Fernverkehr je nach Region und Vertriebsweg der Tickets bis zu 18 Prozent weniger ein als geplant. Das Unternehmen habe in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von fast zehn Prozent kalkuliert, im Januar habe es jedoch in einigen Fällen ein Umsatzminus von zehn Prozent und mehr gegeben. Zu den Planzahlen nahm die Bahn keine Stellung. Bestätigt wurde, dass die Umsatzziele im Fernverkehr verfehlt wurden.
Kritik aus der Politik
Verkehrspolitiker machten das neue Preissystem für die Einbrüche verantwortlich. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Horst Friedrich sagte der SZ, man könne nicht "einfach ein Tarifsystem mit Vorbuchungen vom Flugverkehr auf die Bahn übertragen." Auch der grüne Bundestagsabgeordnete
Albert Schmidt forderte die Bahn auf, "darüber nachzudenken, ob man mit dem neuen Tarifkonzept auf dem richtigen Weg ist". Die Bahn könne nicht einen Fahrkartenschalter nach dem anderen schließen und sich dann über weniger Fahrgäste beklagen. Von rund 900 eigenen Verkaufsstellen der Bahn sollen bis 2005 nur noch 450 übrig bleiben.
Bahn: Keine Notwendigkeit für Nachbesserung
Die Bahn nehme sich ein Jahr Zeit, um zu sehen, ob sich das Preissystem bewährt habe, sagte Herz am Samstag. "Wenn dann nachjustiert werden muss, werden wir das tun." Für "sachliche Einwände" sei man jederzeit offen. Bisher bestehe für Nachbesserungen jedoch keine Notwendigkeit.
Die Bahn hat in dem am 15. Dezember 2002 eingeführten neuen Preissystem unter anderem Langstrecken teilweise billiger gemacht und zusätzliche Rabatte für Frühbucher und Mitfahrer eingeführt. Das System war allerdings auch von Verbraucherschützer kritisiert worden.
Die Bahn hat in den vergangenen Monaten Kunden verloren - dies liegt nach Ansicht des Unternehmens jedoch nicht am neuen Preissystem. Schlechte Konjunktur, winterliche Jahreszeit, technische Probleme mit neuen ICE-Zügen und Konkurrenz der Billigflieger seien die Gründe hierfür, sagte Bahn-Sprecher Uwe Herz zu einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) über sinkende Umsatz- und Fahrgastzahlen seit Beginn des Jahres. "Wir liegen mit dem Preissystem konjunkturbereinigt voll im Plan", sagte Herz.
Minus 18 Prozent
Nach Informationen der SZ nahm die Bahn im Januar im Fernverkehr je nach Region und Vertriebsweg der Tickets bis zu 18 Prozent weniger ein als geplant. Das Unternehmen habe in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von fast zehn Prozent kalkuliert, im Januar habe es jedoch in einigen Fällen ein Umsatzminus von zehn Prozent und mehr gegeben. Zu den Planzahlen nahm die Bahn keine Stellung. Bestätigt wurde, dass die Umsatzziele im Fernverkehr verfehlt wurden.
Kritik aus der Politik
Verkehrspolitiker machten das neue Preissystem für die Einbrüche verantwortlich. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Horst Friedrich sagte der SZ, man könne nicht "einfach ein Tarifsystem mit Vorbuchungen vom Flugverkehr auf die Bahn übertragen." Auch der grüne Bundestagsabgeordnete
Albert Schmidt forderte die Bahn auf, "darüber nachzudenken, ob man mit dem neuen Tarifkonzept auf dem richtigen Weg ist". Die Bahn könne nicht einen Fahrkartenschalter nach dem anderen schließen und sich dann über weniger Fahrgäste beklagen. Von rund 900 eigenen Verkaufsstellen der Bahn sollen bis 2005 nur noch 450 übrig bleiben.
Bahn: Keine Notwendigkeit für Nachbesserung
Die Bahn nehme sich ein Jahr Zeit, um zu sehen, ob sich das Preissystem bewährt habe, sagte Herz am Samstag. "Wenn dann nachjustiert werden muss, werden wir das tun." Für "sachliche Einwände" sei man jederzeit offen. Bisher bestehe für Nachbesserungen jedoch keine Notwendigkeit.
Die Bahn hat in dem am 15. Dezember 2002 eingeführten neuen Preissystem unter anderem Langstrecken teilweise billiger gemacht und zusätzliche Rabatte für Frühbucher und Mitfahrer eingeführt. Das System war allerdings auch von Verbraucherschützer kritisiert worden.