Schröder schuld an hoher Arbeitslosigkeit


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007Bond:

Schröder schuld an hoher Arbeitslosigkeit

 
06.09.02 18:56
Experte: Arbeitsmarktkrise "hausgemacht"

Nach Ansicht des Mainzer Wirtschaftswissenschaftlers Rolf Peffekoven hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) seine schlechte Arbeitsmarktbilanz selbst verschuldet. "Das Hauptproblem ist hausgemacht", sagte Peffekoven der "Bild"-Zeitung. "Statt die Betriebe von Fesseln bei Kündigungsschutz, Teilzeitarbeit und Mitbestimmung zu befreien, hat Rot-Grün das Korsett seit 1998 noch enger geschnürt", fügte der ehemalige Wirtschaftsweise hinzu. Dagegen habe die schwache internationale Konjunktur nur einen geringen Anteil an der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland. Peffekoven sagte: "Schröders Arbeitsmarkt-Ziel ist klar verfehlt worden." Die Arbeitslosigkeit werde im Jahresdurchschnitt 2002 über vier Millionen liegen.

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first-henri:

@

 
06.09.02 19:04
Wer soll denn sonst schuld sein ?
Stoiber etwa ?

Ich habe meine Wahlentscheidung getroffen!

Grüße f-h
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Hill:

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Bayern

 
06.09.02 19:08
Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Bayern

 
München, 10.07.2002


"Bayern ist Spitze, diesmal jedoch bei der Zunahme der Arbeitslosigkeit im Freistaat.
Das Modell Bayern funktioniert immer weniger," so kommentierte heute der bayerische DGB-Vorsitzende Fritz Schösser die aktuellen Zahlen zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit.

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt in der gesamten Bundesrepublik ist besorgniserregend, trotzdem rage Bayern noch negativ heraus. Während in der Bundesrepublik gegenüber dem Vorjahresmonat eine Steigerung der Arbeitslosen um 7.0% zu verzeichnen sei, hätte die Zahl der Erwerbslosen in Bayern im gleichen Zeitraum um 19,6% zugelegt. Auch der leichte Rückgang der arbeitslos Gemeldeten von Mai auf Juni 2002 ändere an der Bilanz nichts. Der Rückgang um 6.300 Arbeitslose ist die geringste Veränderung von einem Mai auf Juni seit fünf Jahren.

"Die Bayerische Staatsregierung ist gefordert, gegenzusteuern. Es geht nicht, dass die
positive Entwicklung am Arbeitsmarkt immer Bayern zugeschrieben wird, die nun deutlich gewordene negative der Bundesregierung in die Schuhe geschoben wird.
Die Menschen in Bayern erwarten von der Bayerischen Staatsregierung und insbesondere vom Ministerpräsidenten Antworten auf diese Entwicklung", so Fritz Schösser.
Besonders die Situation Jugendlicher müsse Anlaß zur Sorge geben. Die Zahl der
Jugendlichen unter 25 Jahren ist seit einem Jahr ( Vergleich Juni 2001 zu Juni 2002)
in Bayern um über 39% auf 44.300 gestiegen.
"Was ist eigentlich mit den Fachkräften, die Bayerische Wirtschaft doch angeblich händeringend sucht, wenn Jugendliche nach einer Berufsausbildung in die Arbeitslosigkeit geschickt werden?", fragte Schösser.

Abschließend appellierte Schösser an die Staatsregierung, die strukturschwachen Räume zu stärken. "Die Probleme am Arbeitsmarkt und am Ausbildungsstellenmarkt in Oberfranken verfestigen sich immer mehr. Hier müssen den Absichtserklärungen endlich Taten folgen.
Wer bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit immer nur ganz Deutschland im Blick, sollte Teile des Freistaates,wie z.B. Oberfranken nicht aus dem Auge verlieren," so der Bayerische DGB-Vorsitzende abschließend.




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007Bond:

Die Meldung ist doch Schnee von gestern ... o.T.

 
06.09.02 19:11
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Hill:

@007Bond

 
06.09.02 19:18
wieso Schnee von gestern ? (2 Monate alt.) Grundlegendes wird sich seit dem nicht geändert haben.

Ja Ja , mir ist klar : sinkt die Arbeitslosigkeit in Bayern, war´s der Stoiber.
Steigt sie war´s der Schröder !
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first-henri:

@Damon, rote Socke etc.

 
06.09.02 19:28
Wenn ich mir die Riester-Rente anschaue, wenn ich die Sprüche von dem "L" Struck höre, dann der "Schwamm" Schröder, der an dem Abbau der Arbeitslosen gemessen werden will, dann frage ich mich, welcher vernünftige Deutsche wählt die SPD ? Ganz zu schweigen von den Grünen, wobei ich den Herrn Außenminister zu schätzen gelernt habe. Aber eine Ein-Mann-Partei scheint mir nicht wählenswert.

Grüße f-h    
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Hill:

Arbeitslose in Bayern:

 
06.09.02 19:30
Deggendorf z.B hat ca. 17-19 % Arbeitslosigkeit !

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mod:

Wie hoch ist denn jetzt die A´quote in Bayern im

 
06.09.02 19:31
Gegensatz zu z.B. Niedersachsen?
Wäre doch interessant.

                       August 2001       August 2002
Bayern:                  .....%            ....%

Niedersachsen:

Bund:            
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mod:

na, bis 2001 in Bayern

 
06.09.02 19:35
Schröder schuld an hoher Arbeitslosigkeit 776316
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Hill:

@last-henri ;)

 
06.09.02 19:37
Der Nick "hill" ist nicht in Bezug auf dem gleichnamigen ex F1 Fahrer von mir gewählt worden!
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first-henri:

@

 
06.09.02 19:40
Bisher hat immer nur die Opposition geschrieen. Bei dieser Wahl scheint das anders zu sein. Diesmal versucht diese Regierung das Dilemma zu verteidigen!
Ein Herr Struck fordert jetzt sogar die Soldaten auf SPD zu wählen.
Ich lach mich tot !!!! Der ist der nächste, der zurücktreten muß.
Betroffene Hunde bellen eben, sie beißen aber nicht (mehr).

Grüße f-h
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Hill:

@last-henri

 
06.09.02 19:42
auch keine "Rote Socke" obwohl; manchmal trage ich welche ! (Sport)

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first-henri:

@Hill

 
06.09.02 19:47
hast Dich wohl mächtig geärgert, war nicht böse gemeint!
Ich trage zumeist schwarze Socken, manchmal aber auch weiß (Tennis).
Dunkelblau kommt bei mir auch manchmal vor. Hat aber alles nichts mit meiner Wahlentscheidung zu tun.

Grüße f-h
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mod:

hill, Du lügst offensichtlich: 5,8% im August 02

 
06.09.02 19:51
www.arbeitsamt.de/deggendorf/statistik/

Arbeitsamt Deggendorf

Arbeitslosenquote 5.8% im August 2002
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first-henri:

@Hill

 
06.09.02 19:57
Auch eine ca-Angabe sollte maximal 10 % von der effektiven abweichen!
Genau so schnell wird das Kartenhaus der SPD zusammenbrechen, alles nur auf Halbwahrheiten aufgebaut.

Auf bessere (zumindest) 4 Jahre.

Gruß f-h
Antworten
maxperforma.:

@hill - respekt

 
06.09.02 19:58
einfach mal unqulifizierten Schmarrn posten
vielleicht glaubt es ja irgendein Nordlicht.

Tatsächliche Lage in Deggendorf siehe Posting von Mod
Und dies ist durchaus eine strukturschwache
land- und forstwirtschaftlich geprägte Region.
So schlecht kann es daher in Bayern nicht sein.
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Nobody II:

In der Welt waren heute die AL-Zahlen je Bundeslan

 
06.09.02 19:59
Gruß
Nobody II
Antworten
first-henri:

@

 
06.09.02 20:06


Politik

Glaube nur den Statistiken, die du selbst gefälscht hast


Das letzte Mal vor der Bundestagswahl: Florian Gerster, der Chef der Bundesanstalt für Arbeit, verkündete am Donnerstag die aktuellen Arbeitslosenzahlen. (Foto AP)

Vor der vergangenen und vor der diesjährigen Bundestagswahl gab eine Zahl der jeweiligen Opposition Munition für den Wahlkampf: die Zahl der Arbeitslosen. Beide Male waren es mehr als vier Millionen - und beide Male versuchten die Regierungen, mehr oder weniger offen, die Statistik zu ihren Gunsten zu schönen


Glaube nur den Statistiken, die du selbst gefälscht hast

Wie Politiker immer wieder der Versuchung erliegen,
die Arbeitslosenzahlen vor der Wahl zu schönen

Von Nico Fickinger

BERLIN, 5. September.
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...Jagodas Amtszeit würde am 31. Januar 2001 enden; für eine Verlängerung mußte er sich das Wohlwollen der neuen Regierung sichern. Und Jagoda wußte, wie es ist, wenn man plötzlich ins Nichts fällt: Im Januar 1987 hatte er knapp die Rückkehr in den Bundestag verfehlt, erst im Juni machte ihn der damalige Arbeitsminister Blüm zum beamteten Staatssekretär.

Jagodas Nachfolger Florian Gerster (SPD) braucht sich zumindest finanziell keine Sorgen zu machen. Dem Vernehmen nach ist sein Jahresgehalt von 250 000 Euro für fünf Jahre garantiert. Anders als sein verbeamteter Vorgänger kann der amtierende Vorstandsvorsitzende aber "bei gestörtem Vertrauensverhältnis oder aus sonstigem wichtigen Grund" entlassen werden.

Während Jagoda auf die Überparteilichkeit seines Amtes pochte, demonstriert Gerster ein ums andere Mal seine innere Unabhängigkeit. In den vergangenen Wochen hat er seine Parteifreunde und die Gewerkschaften mehrfach mit der Forderung nach Leistungskürzungen erzürnt. Und am Donnerstag bescheinigte er denen, die es hören wollten, nochmals die Wirkungslosigkeit des Job-Aqtiv-Gesetzes, das die rot-grüne Koalition zum Herzstück ihrer Arbeitsmarktpolitik erhoben hat. Beide - Jagoda sicher weniger als Gerster - haben auf jeweils eigene Weise dem Drängen ihrer Parteifreunde in der Bundesregierung widerstanden, sich für den Wahlkampf vereinnahmen zu lassen.

Die Politiker indessen sind schon eher der Versuchung erlegen, die Nürnberger Statistik zu schönen.
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Sechs von zehn Vermittlungen in den neuen Ländern, kritisierte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), seien auf befristete Stellen oder in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) erfolgt. Zudem seien die Erwerbslosenzahlen nur deshalb gesunken, weil viele tausend Betroffene der neuen Pflicht nicht nachgekommen seien, sich alle drei Monate beim Arbeitsamt zu melden.

In einer Handreichung, die zur "Versachlichung" der Diskussion beitragen soll, stellte Bundesarbeitsminister Riester (SPD) diesen Daten seine eigene Bilanz entgegen: Die Zahl der Teilnehmer an ABM- und Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM) ging danach zwischen Januar und August 2002 sogar leicht von 129 000 auf 126 000 sowie von 70 000 auf 65 000 zurück. Diese Daten scheinen seine Ankündigung zu bestätigen, die rot-grüne Regierung werde eine "knochenehrliche" Politik betreiben und auf Wahlkampf-ABM verzichten.

Erste Auflösungstendenzen dieser harten Linie wurden allerdings schon sichtbar. Die Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik würden "nachgesteuert, weil der erste Arbeitsmarkt nicht so viel hergibt, wie wir gerne hätten", erläuterte der neue BA-Chef Gerster im Juni. "Wir versuchen, was in diesem Jahr an neuen Maßnahmen noch sinnvoll begonnen werden kann, auch anzuregen." In der Tat hat sich der Bestand an ABM-Teilnehmern zwischen Juni und August erhöht, allerdings nur leicht um 8000 Personen. Stärkere Entlastung kam auf anderem Wege. So haben - dem Vernehmen nach auch auf aktives Anraten der Ämter - immer mehr Arbeitslose die Regelung nach Paragraph 428 des Sozialgesetzbuchs III in Anspruch genommen. Danach können Achtundfünfzigjährige oder Ältere auf die Vermittlungsanstrengungen der Ämter verzichten. Sie erhalten dann zwar weiterhin Arbeitslosengeld, werden aber nicht mehr in der Nürnberger Statistik geführt. Die Zahl dieser Fälle ist im August gegenüber dem Vorjahr um 66 000 gestiegen.

Außerdem wurden aus den Reihen der rot-grünen Koalition mehrfach Überlegungen geäußert, die Nürnberger Statistik zu ändern. Riester stellte das Vorhaben aber auf die Zeit nach dem 22. September zurück, um den Vorwurf der Manipulation zu entkräften. Geplant war, alle diejenigen gesondert auszuweisen, die sich zwar arbeitslos melden, aber an einer Vermittlung nicht interessiert seien, weil sie schon eine neue Stelle in Aussicht haben oder den Arbeitslosenstatus nur benötigen, um sozialrechtliche Ansprüche zu sichern.

Ein sehr viel wirkungsvolleres Statistik-Verschönerungsprogramm - das in seiner Wirkung der Einführung der Sozialversicherungspflicht für Geringverdiener gleichkommt - hält der Bericht der Hartz-Kommission bereit, den die Regierung unmittelbar nach der Wahl eins zu eins umsetzen will. Dann nämlich könnten aus vielen hunderttausend Arbeitslosen kurzfristig Beschäftigte werden: als Leiharbeiter der neuen Personal-Service-Agenturen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2002, Nr. 207 / Seite 3


Und das spricht auch Bände, Artikel gerade bei W:O gelesen

Gruß f-h
Antworten
Hill:

@ mod, henri +max

 
06.09.02 20:06
Ihr habt Recht! Da bin ich wohl einer Fehlinformation auf dem Leim gegangen!
Es sollte wohl "Anstieg" heißen! Nix für ungut.

hill
Antworten
mod:

A´losenquote nach Ländern August 2002

 
06.09.02 20:06
www.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/...mation/bundesland/

Bayern                   = 5,9%

Niedersachsen
(Schröderland)       = 8,9%

NRW                       = 9,3%
Antworten
mod:

Noch mal der Link zum Anklicken

 
06.09.02 20:09
www.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/...mation/bundesland/
Antworten
TD714788:

Und die Steigerungsquoten mod ? o.T.

 
06.09.02 20:12
Antworten
mod:

Mich interessiert als sozial-

 
06.09.02 20:16
orientierter Mensch in erster Linie, wieviel
Einzelschicksale sind davon betroffen und
wie gross ist die Chance für arbeitswillige Atrbeitslose,
einen neuen Job zu bekommen.
Die ist natürlich in Schleswig-Holstein am grössten,
während sie in Bayern sehr gering ist.
Alles andere ist Korinthenkackerei.
Antworten
mod:

Schleswig-Holstein= 8,3% o.T.

 
06.09.02 20:22
Antworten
TD714788:

Wenn man Statistiken zitiert, sollte man sie...

 
06.09.02 20:23
...aber auch verstehen und interpretieren können.

Wenn in S-H übrigens die Chance für arbeistswillige Arbeitslose einen neuen Job zu bekommen am größten ist, und in Bayern sehr gering, dann ist das doch positiv für das SPD regierte S-H, oder ?

Da haste Dich wohl in der Agitations-Rage etwas verschrieben *g*.

Schönen Abend noch.

Grüsse,
Tyler Durdan

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