.....trotz der sehr ungünstigen Einzelhandelsstatistiken (-2,4% im September) und den erneuten Bio-Terroranschlägen per Post zeigen die US-amerikanischen Börsen eine erstaunliche Widerstandskraft, die so unerwartet stark ist, daß weitere Börsenavancen zu vermuten sind. Der NASDAQ Index stieg am Freitag mit +1,93 auf 1.703,40, nachdem er zuerst mit – 50,23 auf 1.651,24 gefallen war. Dadurch daß Anthrax nicht ansteckend ist, kann dieser Bio-Terror sowieso kein große Gefahr darstellen, und Behandlungsmittel gibt es zu genüge. Da waren die Briefbomben des österreichischen Terroristen, wodurch u.a. die Hand des ehemaligen Wiener Oberbürgermeisters Dr. Helmut Zilk verstümmelt wurde, viel gefährlicher. Gut nur, daß die Milzbrand Fälle jetzt schon – d.h. rechtzeitig vor Halloween – aufgetreten sind. So kann man die Kinder vor dem trick or treat hinreichend aufklären. Der Bio-Terror hysteriert zwar die Medien, doch verursacht er keine Schockwirkung, genauso wie die Erkenntnis des AIDS in den 80er Jahren auch keine Schockwirkung hervorrief – nur Maßnahmen zur Vorsicht. Und genau das ist am Wochenende gleich zweimal passiert. Flugbegleitungspersonal eines UNITED AIRLINES Fluges 1669 von Chicago nach San Jose war umsichtig genug, um einen verdächtigen Mann mittelöstlicher Herkunft dabei zu erwischen, als er einen Umschlag mit weißem Puder in das Luftansaugsystem schütten wollte. Das Flugzeug machte eine Zwischenlandung, der Verdächtige wurde festgenommen, und die 80 Flugpassagiere konnten ihren Flug fortsetzen. Auf dem DELTA AIRLINES Flug 458 von Atlanta nach Newark wurden zwei mittelöstliche Personen als Bedrohung empfunden. Das Flugzeug landete in Charlotte zwischen. Hinterher stellte es sich heraus, daß 2 Orthodoxe Juden nur ein Gebet machten. Verrückte hat es immer gegeben und wird es immer geben, nur mit der entsprechenden Um- und Vorsicht kann man sie besser in Schach halten und/oder ihnen zuvorkommen. Diese Vor- und Umsicht ist jetzt sicher in jeder Person gegenwärtig, so daß weitere Terroranschläge verhütet werden dürften. Trotz der Schwachen vorbörslichen Indikatoren der Index Futures und der europäischen Börsen (in Europa hat es keine Terroranfälle gegeben) dürften die US-amerikanischen Börsen weiter ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellen.