19.11.2009 Update der Empfehlung
Arcandor spekulativ kaufen
Nach dem Hype vor einigen Tagen hat die Aktie vollkommen Gewinne abgegeben als der Insolvenzverwalter schlechte Nachricht an die Gläubiger des Arcandor-Konzerns übermittelt hat, dass es kein Geld gibt. Nun überraschender Weise, trotz starken Shortseller-Attacken, hat die Aktie kaum 16 c überschritten obwohl einige 10 c sehen wollten. Das hätte man auch erwartet, denn über 50 % der freihandelbaren Aktien befinden sich weiterhin in den Händen von institutionellen Anlegern.
Interessant finde ich, dass Sal. Oppenheim fast alle ihrer Aktien an Hedgefonds verkauft haben. Man glaubt, sie spekulieren auf höheren Kursen, aus diesem Grund muss irgendwas in der Pipeline sein die so viele Anleger fast magisch anzieht. Arcandor hat immernoch einen starken Image in der Handelsbranche.
Laut Insolvenzverwalter schreibt Karstadt schwarze Zahlen und der Ausblick in der Zukunft scheint auch rosig zu sein. Ich muss Herrn Görg loben, weil er gute Schritte zieht und immer mehr Geld in die Insolvenzmasse bringt. Ich persönlich sehe das ganze sehr positiv und setzte auf die Zukunft. Wenn sich alles weiterhin per Plan der Insolvenzverwalter entwickelt, erwarte ich Kurse über 1 € in den nächsten 6 Monaten.
Zusatzanalyse am 16.11.09
Mitlerweile hat sich die Gesamtsituation um Arcandor nochmals verbessert. Übers Wochenende kam eine Nachricht, dass die Vermieter 160 Mio. Euro Karstadt erlassen haben. Damit hat Karstadt einen riesen Durchbruch geschafft der zusätzlich die Überlebenschance gestärkt hat. Als nächstes erwarte ich das Ende des Insolvenzverfahrens.
Donnerstag, 19. November 2009:
>Sanierungserfolg realistisch<
Ich habe sehr viel über Arcandor AG nachgedacht und versucht die Ursachen für das Scheitern des Unternehmens zu erfahren. Es gibt Indizien, dass das frühere Management unter Middelhoffs Führung schwere Fehler gemacht hat. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Untreue vor, weil er zum Komplizen der Oppenheim-Esch-Fond geworden ist und dadurch Arcandor in den Ruin getrieben hat.
www.spiegel.de/spiegel/print/d-66055449.html
Er stritt die Vorwürfe ab, laut Spiegel Text scheint es ganz klar zu sein, dass eine enge Verbindung seiner Person und Esch-Fond gab. Das war aus meiner Sicht kein Zufall und es wäre naiv zu glauben, dass er alleine in der Lage war, solche Machenschaften hinter den Kulissen zu machen ohne dass jemanden etwas davon weiß.
Seit vielen Jahren war es ganz klar, dass so ein Unternehmen wie Arcandor nicht sanierungsfähig war, dennoch hat der Vorzeigemanager Middelhoff enorme Schulden über neuen Schulden getilgt um die Bilanzen aufzufrischen - ihre Bilanzen bewusst frisierte! Das wurde sogar von der Politik und den Medien als richtige Entscheidung von Middelhoff gefeiert (sarkastisch gemeint).
Kritische Meinung zu Middelhoff:
Kranke Unternehmen zu sanieren ist die Spezialität des Vorzeigemanagers Thomas Middelhoff. Doch er saniert nur sich selbst und seine Freunde. Letztes Meisterstück: KarstadtQuelle.
www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=4001
Mehr oder weniger wissen die Bundesbürger alles über die Middelhoff Tätigkeit bei Arcandor. Das gehört scheinbar der Vergangenheit an. Es soll über Zukunftperspektiven des Unternehmens nachgedacht werden.
Planinsolvenz als Chance war vor einigen Monaten das magische Wort der damaligen Wirtschaftsminister von Guttenberg und damit hatte er recht.
Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg übernahm die Sanierungsaufgabe, der bis jetzt seinem Namen alle Ehre gemacht hat – Er verstärkte Druck auf die Unternehmen, er handelte sogar nach dem ShareholderValuePrinzip, so dass er schnell ohne zu zögern, unrentable Unternehmensteile aufgegeben hat was ich persönlich als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Sanierung sehe.
Dadurch wurden die Überlebenschancen des Unternehmens stark erhöht. Aus diesem Grund setze ich meine komplette Hoffnung in Karstadt, Teile von Primondo und KarstadtQuelle Bank! Es muss aber erwähnt werden, dass einer der wichtigsten Fragen unbeantwortet blieb, und zwar: Was wird aus Arcandor AG?
Wird Arcandor nur eine leere Hülle bleiben oder werden die sanierten Teile des Unternehmens wie Karstadt wieder unter dem Mutterkonzern geführt werden?
Da die Frau Schikedanz & andere Großaktionäre weiter ihre Arcandoraktien halten, glaube ich an den Erhalt des Unternehmens.
Link: www.de.sharewise.com/aktien/...analyse/2009111221020501#rating