SARS
Pekings Krankenhäuser überlastet
Während die Zahl der SARS-Fälle in Peking unaufhaltsam steigt und immer mehr Menschen isoliert werden, versuchen die Behörden verzweifelt gegenzuhalten. Der Bürgermeister räumte aber ein, die Krankenhäuser könnten dem Ansturm der SARS-Patienten nicht gewachsen sein.
DPA
Tödliche Bedrohung SARS: In Peking wächst die Panik
Peking - Das Virus drohe das Gesundheitssystem zu besiegen, sagte Pekings Bürgermeister Wang Qishan am Mittwoch. Die Bevölkerung sei in Sorge, es gebe anhaltende Hamsterkäufe von Medikamenten und Nahrungsmitteln. "Da die Angst unter der Bevölkerung nicht nachgelassen hat, bleibt noch viel zu tun, um die soziale Stabilität sicherzustellen", sagte der Bürgermeister. Die Behörden gingen aber entschlossen vor, um die Krankheit einzudämmen.
Wang räumte allerdings ein, dass es Engpässe bei der Behandlung von SARS-Patienten in der chinesischen Hauptstadt geben könne. Die bislang 21 dafür ausgewiesenen Krankenhäuser hätten nicht genügend Betten, um alle Verdachtsfälle schnell aufzunehmen, hieß es in der Erklärung. Im Norden der Stadt wird derzeit eine Isolierstation mit 1000 Betten errichtet, in die noch am Mittwoch rund 200 Menschen verlegt werden sollen. Wang wies Gerüchte zurück, wonach die gesamte Stadt in Kürze abgeriegelt und in der Nacht Desinfektionsmittel versprüht werden sollten. Wangs Vorgänger Meng Xuenong war vor rund einer Woche wegen Fehlern im Kampf gegen SARS entlassen worden.
Weiterer Stadtteil isoliert
In Peking stehen nach Berichten amtlicher Medien mittlerweile fast 10.000 Menschen unter Quarantäne, nachdem die Behörden die Einwohner eines Gebäudes im Zentrum der Hauptstadt und eines weiteren in einem nördlichen Stadtteil isoliert haben. Peking ist mit rund 1350 SARS-Fällen und 75 Toten die weltweit bislang am schwersten von der Lungenkrankheit betroffene Region. Gegenüber dem Vortag ist die Zahl der Toten in China um elf (neun davon in Peking), die der Infizierten um 166 (101 in Peking) angestiegen.
Strengere Maßnahmen zur Eindämmung von SARS, einschließlich einer stärkeren Überwachung der Flughäfen, hat auch Kanada zugesichert. Kanada ist das einzige Land außerhalb Asiens, in dem Menschen an SARS gestorben sind. Am Dienstag hatte die WHO die wegen der Lungenkrankheit verhängte Warnung vor Reisen nach Toronto ab Mittwoch aufgehoben. "Wir sind erfreut über die jüngste Entscheidung der WHO", sagte der Gesundheitsminister der kanadischen Provinz Ontario, Tony Clement. Die WHO-Warnung vor Reisen nach Toronto hatte einen Proteststurm in Kanada ausgelöst, das durch diese Entscheidung seine Wirtschaft gefährdet sah.
Zwölf offenbar genesene SARS-Patienten haben in Hongkong einen Rückschlag erlitten und müssen erneut behandelt werden. Die Behörden seien "sehr beunruhigt" über die Rückfälle, erklärte eine Sprecherin der Krankenhausverwaltung in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Man wisse noch sehr wenig über die Krankheit, deshalb könnten auch Rückschläge nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Mikrobiologe der Hongkonger Universität, Malik Peiris. Hongkong hat bislang mehr als 1500 SARS-Infektionen und 159 Todesopfer registriert, darunter sieben neue Fälle. Etwa 750 Menschen, die sich mit der gefährlichen Lungenkrankheit ansteckten, gelten mittlerweile als geheilt.
In Singapur müssen sämtliche Grundschüler mittlerweile ein digitales Fieberthermometer mit in die Schule nehmen. Durch die Messung ihrer Körpertemperatur sollen mögliche SARS-Infektionen frühzeitig erkannt werden. Nach Mitteilung des Erziehungsministeriums sollen alle Schüler der Stadtstaates ab der dritten Maiwoche über Geräte zur Messung der Körpertemperatur verfügen.
In den europäischen Ländern muss nach Einschätzung des SARS-Beauftragten der WHO, Wolfgang Preiser, mindestens noch mehrere Monate mit vereinzelten eingeschleppten SARS-Fällen gerechnet werden. Im Deutschlandradio Berlin warnte er am Mittwoch, deshalb sei auch weiterhin Vorsicht geboten. Das öffentliche Gesundheitswesen sei aber auf die Eindämmung solcher Krankheitsfälle vorbereitet. Infektionen im engeren Familienkreis von Erkrankten seien zwar möglich, eine weitere Ausbreitung aber unwahrscheinlich.
Weltweit sind nach Zahlen der WHO und nationaler Behörden mehr als 5500 Menschen mit SARS infiziert und 375 Menschen der Krankheit erlegen.
Pekings Krankenhäuser überlastet
Während die Zahl der SARS-Fälle in Peking unaufhaltsam steigt und immer mehr Menschen isoliert werden, versuchen die Behörden verzweifelt gegenzuhalten. Der Bürgermeister räumte aber ein, die Krankenhäuser könnten dem Ansturm der SARS-Patienten nicht gewachsen sein.
DPA
Tödliche Bedrohung SARS: In Peking wächst die Panik
Peking - Das Virus drohe das Gesundheitssystem zu besiegen, sagte Pekings Bürgermeister Wang Qishan am Mittwoch. Die Bevölkerung sei in Sorge, es gebe anhaltende Hamsterkäufe von Medikamenten und Nahrungsmitteln. "Da die Angst unter der Bevölkerung nicht nachgelassen hat, bleibt noch viel zu tun, um die soziale Stabilität sicherzustellen", sagte der Bürgermeister. Die Behörden gingen aber entschlossen vor, um die Krankheit einzudämmen.
Wang räumte allerdings ein, dass es Engpässe bei der Behandlung von SARS-Patienten in der chinesischen Hauptstadt geben könne. Die bislang 21 dafür ausgewiesenen Krankenhäuser hätten nicht genügend Betten, um alle Verdachtsfälle schnell aufzunehmen, hieß es in der Erklärung. Im Norden der Stadt wird derzeit eine Isolierstation mit 1000 Betten errichtet, in die noch am Mittwoch rund 200 Menschen verlegt werden sollen. Wang wies Gerüchte zurück, wonach die gesamte Stadt in Kürze abgeriegelt und in der Nacht Desinfektionsmittel versprüht werden sollten. Wangs Vorgänger Meng Xuenong war vor rund einer Woche wegen Fehlern im Kampf gegen SARS entlassen worden.
Weiterer Stadtteil isoliert
In Peking stehen nach Berichten amtlicher Medien mittlerweile fast 10.000 Menschen unter Quarantäne, nachdem die Behörden die Einwohner eines Gebäudes im Zentrum der Hauptstadt und eines weiteren in einem nördlichen Stadtteil isoliert haben. Peking ist mit rund 1350 SARS-Fällen und 75 Toten die weltweit bislang am schwersten von der Lungenkrankheit betroffene Region. Gegenüber dem Vortag ist die Zahl der Toten in China um elf (neun davon in Peking), die der Infizierten um 166 (101 in Peking) angestiegen.
Strengere Maßnahmen zur Eindämmung von SARS, einschließlich einer stärkeren Überwachung der Flughäfen, hat auch Kanada zugesichert. Kanada ist das einzige Land außerhalb Asiens, in dem Menschen an SARS gestorben sind. Am Dienstag hatte die WHO die wegen der Lungenkrankheit verhängte Warnung vor Reisen nach Toronto ab Mittwoch aufgehoben. "Wir sind erfreut über die jüngste Entscheidung der WHO", sagte der Gesundheitsminister der kanadischen Provinz Ontario, Tony Clement. Die WHO-Warnung vor Reisen nach Toronto hatte einen Proteststurm in Kanada ausgelöst, das durch diese Entscheidung seine Wirtschaft gefährdet sah.
Zwölf offenbar genesene SARS-Patienten haben in Hongkong einen Rückschlag erlitten und müssen erneut behandelt werden. Die Behörden seien "sehr beunruhigt" über die Rückfälle, erklärte eine Sprecherin der Krankenhausverwaltung in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Man wisse noch sehr wenig über die Krankheit, deshalb könnten auch Rückschläge nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Mikrobiologe der Hongkonger Universität, Malik Peiris. Hongkong hat bislang mehr als 1500 SARS-Infektionen und 159 Todesopfer registriert, darunter sieben neue Fälle. Etwa 750 Menschen, die sich mit der gefährlichen Lungenkrankheit ansteckten, gelten mittlerweile als geheilt.
In Singapur müssen sämtliche Grundschüler mittlerweile ein digitales Fieberthermometer mit in die Schule nehmen. Durch die Messung ihrer Körpertemperatur sollen mögliche SARS-Infektionen frühzeitig erkannt werden. Nach Mitteilung des Erziehungsministeriums sollen alle Schüler der Stadtstaates ab der dritten Maiwoche über Geräte zur Messung der Körpertemperatur verfügen.
In den europäischen Ländern muss nach Einschätzung des SARS-Beauftragten der WHO, Wolfgang Preiser, mindestens noch mehrere Monate mit vereinzelten eingeschleppten SARS-Fällen gerechnet werden. Im Deutschlandradio Berlin warnte er am Mittwoch, deshalb sei auch weiterhin Vorsicht geboten. Das öffentliche Gesundheitswesen sei aber auf die Eindämmung solcher Krankheitsfälle vorbereitet. Infektionen im engeren Familienkreis von Erkrankten seien zwar möglich, eine weitere Ausbreitung aber unwahrscheinlich.
Weltweit sind nach Zahlen der WHO und nationaler Behörden mehr als 5500 Menschen mit SARS infiziert und 375 Menschen der Krankheit erlegen.

bye peet
"Der Wald wäre sehr leise, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden."




