vorstellen? Hat die "Aktie" (Anteile in Girosammelverwahrung, quasi Elektronen irgendwo drin oder Magnetismus auf einer Platte) ein Eigenleben und einen eigenen Willen entwickelt?
Ich dachte bislang man hielte Anteile an einem Unternehmen, und man selbst und der Rest der Welt haben eine Ansicht zum Wert dieser Anteile und in Einzelfällen spielen böse Menschen auch noch Spiele mit der Meinung bzw. Einschätzung Dritter.
Wenn man die Aktie hält, kann man sich je nach Kursentwicklung und Dividendenrendite auf die Schulter klopfen (und sich vom Gewinn ernähren) oder über seine Fehleinschätzungen in der Vergangenheit ärgern (man sollte sich in so einem Fall über die eigene Unfähigkeit oder Unvernunft ärgern, nicht über eine virtuelle Entität). Wenn man die Aktie nicht hält, kann man bei negativem Kursverlauf Häme über die Aktionäre auskippen und sich besser fühlen, aber man kann sich nicht eine halbe Scheibe Brot von gestern davon kaufen.
Wie führt das hier weiter? Normalerweise teilt man doch Meinungen oder erbittet Meinungen um inhaltlich darüber zu diskutieren und Handlungen oder Unterlassungen in der Zukunft daraus abzuleiten.
Was ist also mit der Zerstörungswut? Soll ich SAP kaufen weil es eine mächtige Aktie voller Zerstörungswurt ist und alle anderen platt machen wird?