Es ist sehr wahrscheinlich, daß S&T bis spätestens Montag früh die vorläufigen Zahlen für 2021 und die Prognose für 22 herausgibt, wie dies auch am 19.1.21 praktiziert wurde.
Zumindest bis zum 17.1. dürfte Niederhauser also keine Aktien kaufen.
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https://ir.snt.at/HAIB_Update_11012022.pdf
Der Angriff Viceroys sollte nicht zur Besorgnis Anlass geben, sondern als Gelegenheit gesehen werden, S&T zu Fire Sale-Preisen zu erwerben, denn die Hauptvorwürfe sind unserer Meinung nach nicht stichhaltig:
-- Es gibt keine außerbilanziellen Einheiten. Die von Viceroy erwähnten "versteckten Tochtergesellschaften" wurden vor etwa 10 Jahren verkauft, und S&T hielt bis vor kurzem nicht mehr als eine (inzwischen veräußerte) 5%ige Minderheitsbeteiligung, ohne je die Kontrolle auszuüben.
-- Die von Viceroy erhobenen Bestechungs-/Betrugsermittlungen in Osteuropa betreffen entweder nur ehemalige Mitarbeiter (z.B. in Polen) oder Unternehmen, die nicht zu S&T gehören (z.B. in der Tschechische Republik, Ukraine). Der einzige zutreffende Fall ist Rumänien (45 Mio. EUR Umsatz p.a.), wo eine kartellrechtliche Untersuchung gegen ein von PORR geführtes Konsortium läuft.
-- Über vermeintliche Transaktionen mit nahestehenden Personen hat Viceroy getäuscht, z. B. ist Herr Wieczorek zwei Jahre vor einer unwesentlichen M&A-Transaktion in Höhe von 1,6 Mio. aus dem Vorstand ausgeschieden.
Die unabhängige forensische Prüfung durch Deloitte dürfte bis Ende Februar /Anfang März abgeschlossen sein, sie wird jeglichen Verdacht eines Fehlverhaltens der S&T ausräumen und dazu beitragen, das Vertrauen in den Namen S&T wiederherzustellen.
Der Schwerpunkt dürfte sich dann wieder auf die Fundamentaldaten legen, die gut aussehen:
-- Eine Verbesserung des Chipangebots, die sich bereits in Q4'21 abzeichnete, sollte es S&T ermöglichen, ca. 80 Mio. EUR an Umsätzen zu realisieren, die im GJ'21 verschoben werden mussten. Dies sollte ein überdurchschnittliches organisches Wachstum im GJ'22E ermöglichen.
-- Große Projektgewinne dürften zu einer außergewöhnlichen Stärke im Transportmarkt führen (Schätzung Hauck Aufhäuser Lampe: 150 Mio. EUR Umsatz). Voraussichtliche Ausschreibungsgewinne in Deutschland (100 Mio. EUR) und Frankreich (40 Mio. EUR) werden bereits kurzfristig für positive Nachrichten sorgen.
-- Die Veräußerung der IT-Services ist wahrscheinlich für Mitte 2022 geplant: S&T strebt einen Erlös von 550-700 Mio. EUR an, was das 9-11fache des EBITDA dieses Segments bedeuten würde. Eine Rückseiten-("Back-of-the-Cover-")Betrachtung legt nahe, dass S&T nach der Veräußerung unter der Annahme eines Veräußerungserlöses von 550 Mio. EUR zum 4-5fachen EBITDA für FY'22e [gemeint ist wohl: auf gegenwärtigem kursniveau] bewertet würde, was die günstige kaufgelegenheit unterstreicht [nach meiner kenntnis /berechnung wird S&T an der börse aktuell zum 6,8fachen des EBITDA 2021e bewertet]
Vor diesem Hintergrund würde es uns nicht überraschen, wenn die derzeitigen und ehemaligen Hauptaktionäre wie Ennoconn (27 %), PPF (4 %) und Grosso Holding ihre Anteile aufstocken.
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