Der Erlös aus der KE beträgt nur oder immerhin (je nachdem, wie mans sieht) ca. 90 Mio euro.
Es ist richtig, dass dies auf Grund des aktuellen Cash Flow absolut nicht notwendig wäre.
Auch das Verhältnis EK zu FK in der Bilanz ist total gesund und würde es nicht erfordern!
Die Gründe sind ja in der Veröffentlichung vom 28.10.2017 zu entnehmen folgende:
"Er dient dazu, den weiteren Finanzierungsbedarf der Gesellschaft in Umsetzung ihrer Strategie durch die vermehrte Entwicklung von Eigentechnologien im Hard
-und Softwarebereich zur Erhöhung der Wertschöpfung im Produkt-und Serviceportfolio, zum Abschluss der Übernahme der verbliebenen Minderheitenanteile in der Kontron Gruppe sowie zum weiteren organischen und anorganischen Wachstum nach Integration der früheren Kontron AG durch direkte und zügige Ansprache von strategischen, institutionellen Investoren oder einem gänzlich neuen Anlegerkreis von institutionellen Investoren vergleichsweise rasch und kosteneffizient abzudecken."
Für die Mindeheitenanteile wegen Kontron inkl. etwaiger Rechtsstreitigkeiten mit den diesbezüglich anhängigen Klagen rechne ich mit ca. 15 Mio Euro an Aufwand.
Dann habe ich noch entdeckt, dass ja am 22.Mai 2018 noch 15 Mio. für eine in 2013 begebene Anleihe zur Rückzahlung ansteht. Auch dies ist aber positiv da S&T derzeit zu 7,25% an die Gläubiger verzinst und heute sicherlich eine günstigere Finanzierung bekäme. Ferner wird ja auch um 15 Mio entschuldet!
www.snt.at/investor_relations/Eckdaten_Anleihe.php
Nach den beiden unvermeidbaren ausgaben Kontron - Anleihe - bleiben dann von den 90 Mio noch ca. 60 mio.
Ich denke, dass hier höhere Produktion- und Vorlaufkosten von Großbestellungen abgedeckt werden müssen.
Der Cash Flow im Q4 wird ja eher steigen. Damit aber auch der durchschnittliche Cash flow in den konservativeren Quartalen beruhigend hoch ist, und man für Übernahmen gewappnet ist, wird eben das finanzielle Polster augefrischt.
Positiver Nebeneffekt ist, dass nun strategische Investoren beteiligt werden können und der Bedarf an Aktien besser gedeckt werden kann.
Zuletzt schien es so, als gäbe es doch genug Aktien, da auch genügend Verkäufer im Markt waren. Dieser Effekt war jedoch nur temporär und durch eine zufällige "giftige" Mischung von mindestens 5 Faktoren hervorgerufen. Dieses Szenario mündete am vergangenen Freitag mit Veröffentlich der Zahlen zum dritten Quartal in einem finalen Sell off mit fast einer Millionen Stück Aktien und damit fast 2% vom Kapital bzw. 4% vom Free Float der Gesellschaft. Wenngleich nach- und vorbörslich höhere Intradaykurs zu sehen waren, so war der Kurs dann am Handelsende auf Xetra sogar im Plus.
Heute ist nun eine Road Show in Großbritanien angesagt und es sind Updates der Empfehlungen in Arbeit und kommen diese Woche pö a pö auf den Markt!
Ferner wird aktuell die IR-Präsentation überarbeitet, da diese auch wichtige Grundlage für das Eigenkapitalforum sein wird, welches vom 27.11. - 29.11.2017 in Frankfurt statt findet.
Immer noch gespannt bin ich auf den oder die Großkunden und ggf. zu vermeldende Großaufträge in diesem oder anderen Zusammenhang.
Hier kann man auch ein Zusammenhang mit der aktuellen Kapitalerhöhung und einem Teil der Konsolidierung des Aktienkurses der letzten Wochen vermuten. Es wäre insoweit ein schlauer Schachzug diesbezüglich einen strategischen Investor zu präsentieren.
Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass Herr Niederhauser noch immer kein "echtes" Gehalt bekommt, sondern lediglich an der Wertsteigerung des eigenen Aktienpaketes partizipiert, welches wie wir nun wissen wohl doch etwas größer als 2,6% sein könnte.
Es ist somit auszuschliessen, dass sich Herr Niederhauser ins eigene Fleisch schneidet und wir mit einer bösen Überraschung rechnen müssen.
Eine Anhebung des Ergebnisses für 2017 von 50 auf 60 Mio!! Eigentlich rechtfertigt diese Kennzahl alleine betrachtet schon einen Kurs deutlich oberhalb 20 Euro und das dies TROTZ eines leichten Unterschreitens der Planzahlen beim Umsatz geschieht spricht auch FÜR das Unternehmen und ist daher nicht negativ, sondern in jedem Fall positiv zu werten.
Man muss unbedingt berücksichtigen, dass es sich hier um ein Wachstumsunternehmen und zusätzlich um eine Unternehmensphase handelt in der man neue Unternehmensbereiche gerade erst erschliesst!!!!!!!!!!!!
Das ist deshalb so fantastisch weil es sogar bei hohen Verlusten durchaus normal wäre das Unternehmen höher zu bewerten, da doch bei neu Erschliessung von Unternehmensbereichen, der Integration bisher defizitärer Gesellschaften und und und .... von Anlauf- oder Einbmalkosten auszugehen wäre.
aber NEIN!!!! Die S&T AG ist derartig stark aufgestellt und von Gund auf gesund durchgeplant und eingetacktet, dass man trotzdem bereits JETZT ansehnliche Gewinne präsentieren kann, die den Cash flow steigern!
Trotzdem baut man schon JETZT und damit RECHTZEITIG das finanzielle Polster zum richtigen Zeitpunkt aus und kann somit auch bei zukünftigen Wachstumsschüben besser handlungsfähig dastehen. .... so wie wir es auch bisher von unserer S&T AG gewohnt sind.