Rezession bremst Optimismus der Telekommunikationsbranche
Getrübte Aussichten in der Telekommunikationsbranche: nur noch jedes vierte Unternehmen glaubt, dass es in den nächsten zwölf Monaten "überaus erfolgreich" sein wird. Noch drei Monate zuvor blickte die Branche weitaus optimistischer in die Zukunft: Damals rechnete fast jeder zweite Anbieter (48,1 Prozent) mit hervorragenden Bilanzen. Zu diesem Ergebnis kommt der TELCO Trend der Mummert + Partner Unternehmensberatung, eine regelmäßige Befragung unter Fach- und Führungskräften aus der Telekommunikationsbranche.
Um doch bessere Ergebnisse als erhofft einzufahren, wollen die Telekommunternehmen nun stärker auf Kundennähe und Verkaufsförderung setzen. Nach Einschätzung der befragten Branchenexperten sind Kundenservice sowie Vertrieb und Marketing für den Gesamterfolg ihres Unternehmens in den nächsten zwoelf Monaten "sehr wichtig". Als weniger bedeutsam für das kurzfristige Unternehmenswachstum werden die Bereiche Forderungs- und Betrugsmanagement eingeschätzt.
Doch langfristig spielen für den Unternehmenserfolg andere Faktoren die entscheidende Rolle: Marktmacht und Internationalisierung. Durch Unternehmenszusammenschlüsse können Telekommunikationsanbieter zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, meinen die befragten Führungskräfte. Knapp 65 Prozent von ihnen sind der Auffassung, der Hauptgrund für eine Fusion oder einen Unternehmenskauf sei die Steigerung der Marktmacht. Zweitwichtigstes Motiv (57 Prozent) bei den so genannten "Mergers & Acquisitions" mitzumischen ist es, die Internationalisierung des Unternehmens voranzutreiben.
Die Branche sieht nach wie vor die Deutsche Telekom als den Top Player Nummer eins in Europa. Der Ex-Monopolist hat sich nach Meinung der Fachleute am besten am europäischen Markt positioniert. Auch der britischen Vodafone bescheinigen die Befragten eine gute Positionierung. Sie belegt in der Top-5-Liste Platz zwei vor der France Télécom.
Heiße Anwärter auf einen Unternehmenszusammenschluss im laufenden Quartal sind nach Meinung der Branchenangehörigen beispielsweise Telekom Austria und Telecom Italia. Aber auch die spanische Telefongesellschaft Telefónica wird als möglicher neuer Verbündeter der Italiener gehandelt. (as)
[Tue, 10.07.2001] - © 2001 de.internet.com
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Um doch bessere Ergebnisse als erhofft einzufahren, wollen die Telekommunternehmen nun stärker auf Kundennähe und Verkaufsförderung setzen. Nach Einschätzung der befragten Branchenexperten sind Kundenservice sowie Vertrieb und Marketing für den Gesamterfolg ihres Unternehmens in den nächsten zwoelf Monaten "sehr wichtig". Als weniger bedeutsam für das kurzfristige Unternehmenswachstum werden die Bereiche Forderungs- und Betrugsmanagement eingeschätzt.
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