Radiomeldung: Börsengang Borussia Dortmund


Thema
abonnieren
Beiträge: 13
Zugriffe: 1.017 / Heute: 2
erdna:

Radiomeldung: Börsengang Borussia Dortmund

 
05.10.00 13:17
Gerade wurde im Radio gemeldet, daß Borussia Dortmund noch im Oktober an die Börse geht. Zeichnungsfrist voraussichtlich ab dem 23.10.2000.

Erster Handelstag soll der 31.10.2000 sein.

Mitglieder werden bevorzugt!!
Antworten
Karlchen_I:

Na, endlich ein Wert, dessen Kurs nicht vom

 
05.10.00 13:28
Verlauf der Nasdaq abhängen wird. Vielmehr entscheidend im wesentlichen die Performance des Unternehmens. Wenn man in so einen Wert investiert, muß man auch immer auf die Sportseite sehen.

Also:

- Am Wochenende gewonnen? Kurs geht nach oben.

- Am Wochenende verloren - Kurs rutsch ab. Mit vier Toren Unterschied verloren? Kurs geht am Montag mind. 5% runter.

- Leistungsträger verletzt: Kurs sinkt. Leistungsträger genesen: Kurs steigt.

- Neuer Trainer kommt: Kurs steigt.

- Unternehmen rutscht in die Abstiegszone kurz vor Saisonende: Siehe Gigabell bis vorige Woche.

- Unternehmen steigt nicht ab: Siehe Gigabell diese Woche.

UNDSOWEITER::::::::::::::::.....................
Antworten
storyhunter:

BVB wird deutscher Meister!!!

 
05.10.00 14:44
Naja, der Ball ist rund....
aber das die Branche die der Medien ist, daß läßt mich doch etwas nachdenklich werden,
naja, der Ball ist rund...
und daß das Timing geeignet ist...
naja, der Ball ist rund....



Emittenten:      Borussia Dortmund
Branchen:        Medien
Emissionsbanken: Deutsche Bank


Borussia Dortmund wagt am 31. Oktober den Sprung an die Börse
Der Fußball-Proficlub Borussia Dortmund geht zum 31. Oktober 2000 als erster deutscher Verein an die Börse. »Das Timing ist geeignet», sagte Präsident Gerd Niebaum am Donnerstag in Frankfurt. Er verwies darauf, dass der deutsche Aktienmarkt schon lange auf ein solches »Produkt» warte. Immerhin sei Deutschland der größte Fußballmarkt in Europa.
Die Aktien sollen am 31. Oktober erstmals im amtlichen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse angeboten werden, wobei der Preis und das Emissionsvolumen am 23. Oktober genannt würden. Dann beginnt auch die Zeichnungsfrist, die bis zum 27. Oktober dauern soll.
Als Konsortialführer fungiert neben der Deutschen Bank die Düsseldorfer WGZ-Bank.

Zudem begleiten Dresdner Kleinwort Benson und die WestLB den Börsengang. Zusätzliche Verkaufsstellen sind die Sparkasse- und die Volksbank Dortmund. 50 bis 75% der Aktien sollen frei handelbar sein, der Kaufpreis solle »für jedermann erschwinglich» sein. »Wir rechnen beim Emissionse rlös mit einem dreistelligen Millionen-Euro-Betrag», sagte Niebaum weiter.
[DP Donnerstag, 05.10.2000 13:45]
Antworten
Expropriateur:

Waldmeister ! Da zock ich lieber bei Oddset... o.T.

 
05.10.00 14:57
Antworten
erdna:

borussia wird mehrere Standbeine aufbauen

 
06.10.00 12:35
Natürlich wird der sportliche Bereich, besonders in der ersten Phase, maßgeblich sein.

Es ist aber wohl kein Geheimnis, daß Bundesligavereine heute mehrere Standbeine haben.

Besonders der BVB hat hier den Wechsel von einfachen Fußballverein zum Wirtschaftsunternehmen geschafft.

Schon Anfang des Jahres wurde ein eigenes Bekleidungsunternehmen (Google) geründet. Der BVB ist dadurch quasi Selbstaustatter und vermarktet sein eigenes Label auf den Trikots. Und die Einahmen aus dem Verkauf von Trikots, Schals, Mützen usw. gehen auf das eigene Konto.

Die Anteile am Westfalenstadion sollen von jetzt 49% auf 75% erhöht werden. Dadurch ist der BVB Herr im Haus und kann sein Stadion auch für andere Veranstaltungen wie z.B. Konzerte vermieten.

Als nächster Schritt soll ein eigenes Reiseunternehmen geründet werden.

Nach Aussage von Herrn Dr. Niebaum soll mind. die Hälfte der erhofften 300 Millionenen DM aus dem Börsengang nicht in die Fußballabteilung fließen.

Antworten
avantgarde:

So unrecht hat Karlchen gar nicht...

 
06.10.00 12:55
Auch wenn sicher jedes Fußballunternehmen mehrere Standbeine benötigt, so wird die Aktie sicher zu 60 - 70% dem Einfluß der Sportjournalie unterliegen. Wenn man sich den KSC oder auch Leverkusen in der jüngeren Vergangenheit ansieht, dann würde der Kurs ohne jede reale Fundamentalabwertung den Weg in den Keller antreten nur durch die Gerüchte und Zwistigkeiten innerhalb des Vereins.

Es kommt dabei mehr denn ja auf gute Ergebnisse an, denn die kann zum ersten mal in der Geschichte der Börse jeder Aktionär selbst am allsamstaglichen Kaffeetisch verfolgen.

Meine Meinung ist: Wenn der BVB so weiterspielt wie in der vergangenen Saison, dann sollten sich alle schon einmalauf einen Pennystock einrichten.

in diesem Sinne

Antworten
Ramses II:

Habt ihr euch einmal die Kursentwicklung

 
06.10.00 14:03
der Aktie von Manchester Utd. angesehen.

Man kann nicht sagen, daß diese Mannschaft nicht erfolgreich war in der
letzen Zeit. Der Verein nimmt gigantisches Geld ein und ist unglaublich vermögend. Jetzt wahrscheinlich noch ein gigantischer Mega-Deal mit Nike.

Der Kurs bröckelt aber kontinuierlich.

Was passiert dann erst mit Aktien von Vereinen, die fast gar nichts von dem erreicht haben,was ManU erreicht hat.
Antworten
Karlchen_I:

Ist doch klar, daß der kurs von ManU bröckelt.

 
06.10.00 14:07
Die haben nicht die Champions legue gewonnen, und jetzt ist auch noch Stam verletzt - der teuerste verteidiger der Welt. Aber wenn der wieder gesund ist, könnte sich der Kurs erholen.
Antworten
avantgarde:

Gott o Gott o Gott, Fußballphilosophen im board...

 
06.10.00 16:45
das wird spannend. Das ManU Beispiel finde ich wirklich gut. Und es zeigt auf, wie es den deutschen fußballclubs ergehen könnte. Vor allem wenn dann später andere deutsche vereine hinterherziehen. Ich sehe das dann so, daß die Kurse sich nach dem Tabellen- und Kontostand der vereine richten.

ich habe übrigens mal gelesen, daß der FC Bayern München in der gesamten Saison auf nicht einen einzigen Stadionbesucher angewiesen wäre, da er durch Fanartikel und Geldanlagen schon jährliche Überschüsse erwirtschaftet.

In diesem Sinne

Avantgarde
Antworten
Karlchen_I:

up o.T.

 
31.10.01 17:07
Antworten
Expropriateur:

Ich Depp habe nicht gekauft!

 
07.11.01 21:31
Eine Zecken-Aktie für nen Zehner, mein ich. Dann wäre die Hauptversammlung erheblich interessanter geworden...

Gruß
EXPRO
--------------------------------------------------
Kopf hoch, BVB

Die Aktie Schwarz-Gelb hat im ersten Börsenjahr kräftig an Wert verloren. Aber die Aktionäre der Borussia bleiben ruhig – eine ungewöhnliche Hauptversammlung

MICHAEL FREITAG, Dortmund
HANDELSBLATT, 7.11.2001

Gerd Niebaum lässt erst gar keinen Zweifel aufkommen: „Der Kursverlauf ist mehr als enttäuschend“, sagt der ehrenamtliche Geschäftsführer der Borussia Dortmund KGaA bei der ersten Hauptversammlung eines börsennotierten Fußball-Clubs in Deutschland – und die Aktionäre lauschen fast andächtig still, als er fortfährt: „Es gibt sicher für alles Erklärungen. Aber wir wollen nichts schönreden, was nicht schön ist.“

Es ist etwa ein halbes Jahr her, da wählte Telekom-Chef Ron Sommer bei der Hauptversammlung seines Konzerns ähnliche Sätze, um einen ähnlich deprimierenden Kursverlauf zu erläutern – und die wütenden T-Aktionäre quittierten seine offenen Worte mit höhnischem Applaus.

Gerd Niebaum hingegen wird von den rund 3 000 Anteilseignern in der Halle 4 der Dortmunder Westfalenhalle freundlich empfangen. Wären da nicht die gewohnt kritischen Vertreter der Aktionärsvereinigungen, die Hauptversammlung wirkte wie eine Mitgliederversammlung kurz vor dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft: ein riesiges Bild jubelnder BVB-Fans auf der Südtribüne des Westfalenstadions als Bühnenhintergrund, Porträts lachender Spieler an den Wänden, aufmunternde Aktionäre vorne am Pult.

„Kopf hoch, BVB“, ruft ein vollbärtiger Aktionär mit Vereinswappen am grünen Jackett. „Lasst uns den Uefa-Cup holen. Dann sprudeln auch die Gewinne.“ Ein anderer fordert, dass „Borussia Dortmund immer ein Tor mehr schießt als der Gegner“. Sein Folgeredner lobt, „die offensive Geschäftspolitik verdient unsere volle Unterstützung“. Und ein Mann mit Fan-Schal des 1. FC Köln um den Hals kritisiert zunächst einmal an, dass die Aktionäre an diesem Tag keinen BVB-Schal geschenkt bekommen. Dass die Aktien, die sie als Erstzeichner für elf Euro gekauft haben, nur noch gut fünf Euro wert sind, scheint kaum jemanden ernsthaft zu interessieren.

„Man kann nicht erwarten, dass einem die Aktionäre bei solch einem Kursverlauf um den Hals fallen“, sagt Niebaums Geschäftsführungskollege Michael Meier nach Ende des nur dreistündigen Aktionärstreffen. „Aber nach der harmonischen Mitgliederversammlung am Sonntag hatten wir auch nicht damit gerechnet, dass es hier einen Aufstand gibt.“ Der Rechtsanwalt und langjährige BVB-Präsident Niebaum weiß schließlich von etlichen turbulenten Mitgliederversammlungen, wie man solche Treffen leitet: zum Beispiel, indem man verspricht, im laufenden Geschäftsjahr 2001/02 um ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis „zu kämpfen“.

Fast ausschließlich die Aktionärsschützer wagen kritische Worte: „Mir kommt der Kursverlauf der Aktie vor wie eine vorzeitige Euro-Umstellung“, tönt etwa Wolfgang Weilermann als Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) – und erntet nur braven Beifall. Den lautesten Applaus erhält er, als er nach Grundgehalt und Prämien der fünf bestbezahlten BVB-Profis fragt. Das interessiert die Fans unter den Aktionären mehr als die Gründe für den Jahresfehlbetrag von fast elf Millionen Euro in der vergangenen Saison.

Für die BVB-Aktionäre zählt offenbar vor allem, was „auf’m Platz“ los ist. Und da ist der Club zwar aus der Champions-League ausgeschieden, steht aber in der Bundesliga auf Platz drei – „besser als Schalke, lasst uns das nicht vergessen“, mahnt ein Redner.

Auch Carsten Heise von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hält den dritten Rang für in Ordnung: „weil man dann direkt in der Champions- League dabei wäre“. Ein Eigentor des Aktionärsschützers, denn der Dritte muss zunächst eine Qualifikationsrunde meistern. Auch für Heise ist es eben die erste Hauptversammlung einer Fußballfirma.

Kleinaktionärin Gertrud Naumann findet gerade das besonders spannend. Als eine der wenigen in der Halle outet sich die pensionierte Sportlehrerin mit einem schwarz-gelben Halstuch als echter Fan. 100 Aktien besitzt sie, und dass die nur noch halb so viel wert sind, stört sie nicht: „Ist doch toll, dass die das überhaupt gemacht haben.“

Antworten
ruhrpottzocker:

Ja, ja, stehen besser als Schalke !!! o.T.

 
07.11.01 23:47
Antworten
calexa:

Interessant

 
08.11.01 00:21
wenn man sich mal überlegt, was die obigen Aussagen von Aktionären gerade über diese aussaen....

So long,
Calexa
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--