Privathaushalte werfen am meisten weg.
Jährlich enden etwa elf Millionen Tonnen Lebensmittel auf deutschen Müllhalden. Eine Wegwerf-Studie der Verbraucherministerin ergab: Vieles davon wäre noch brauchbar.
61 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel stammen aus Privathaushalten, jeweils rund 17 Prozent entfallen auf Großverbraucher – etwa Gaststätten, Schulen und Kantinen – sowie auf die Industrie. Die übrigen 5 Prozent fallen im Einzelhandel an. Privathaushalte vernichten damit jährlich größtenteils noch genießbare Speisen im Wert von bis zu 21,6 Milliarden Euro. Pro Kopf der Bevölkerung entspricht das einer Summe von 235 Euro pro Jahr.
--------------------------------------------------
Ich weiss ja nicht, wie es in Griechenland mit dem Wegwerfen ist, aber fest steht, dass die unteren Einkommen sich die teuren Importe und gleichzeitig steigende Preise der einheimischen Produkte immer weniger leisten können. Wie passt das in unsere Zeit? Leben wie in der Dritten Welt? Der Spekulation mit Lebensmitteln muss sofort und überall ein Ende bereitet werden. Wertvolles Ackerland darf nicht mit Bauruinen zugepflastert werden. Ökologischer Anbau gehört forciert, eigener Anbau in Kleingartenkolonieen o.ä. muss gefördert werden mit Zugang zu den Absatzmärkten. Ich stelle mir kleine Betriebe auf genossenschaftlicher Basis vor, so wie es bei uns auch schon mal der Fall war. Es ist eine Schande für uns Europäer, dass wir bald Lebensmittel spenden müssen nur weil es den Euro gibt. Wenn da nicht bald was passiert mit Arbeit und Einkommen, wird es für die Politiker sehr schwer werden, dann könnte es so enden wie bei uns in D. vor dem 2. Weltkrieg.
Staatsbankrott? Bankenkrisen? Darauf gibt es nur eine Antwort: Viel Lärm um nichts! (A. Kostolany)