Erneut erinnere ich an meine mehrfach geäußerte These, wonach weiteres Warten
(und Bangen) auf immer weitere Tiefs an den Märkten vergeblich ist, dass wir die
Tiefs bereits gesehen haben; ohne es zu merken, da das befürchtete ultimative
Armagaddon-Selloff bekanntlich nicht stattfand. Stattdessen kam der entscheiden-
de Dreh an einem börsentechnisch eher unbedeutenden Tag, damals, als die FED
verkündete, dass man Schrottpapiere in Billionenhöhe aufkaufe.
Sozusagen höchste Weihen erhält die These nun von Marc Faber, Schweizer Guru
und bekannt als Dr. Doom: auch er redet nun von der Wende der Märkte, die er im
Juli kommen sieht. Zuvor sieht er allerdings eine weitere Korrekturwelle von etwa
10 Prozent, die uns allerdings keine weiteren Tiefs mehr beschert.
In einem Interview mit Bloomberg-TV, wiedergegeben bei "fondsprofessionell.at"
sagt Faber u.a.:
"Auch wenn die Nachrichten aus der Wirtschaftswelt nicht gut sein werden, der
Anteil der Hiobsbotschaften wird abnehmen“, gibt sich Faber optimistisch.
"Auch mit Blick auf die aktuelle Finanzkrise bewies er gleich zweimal treffsicheren
Spürsinn: während er bereits im August 2007 voraussagte, dass ein Bärenmarkt
bevorstehe, prognostizierte Faber Anfang März, dass die Stützungsprogramme
der US-Regierung nun endlich greifen würden, und empfahl Investoren, US-Aktien
zu kaufen. Der Tipp erwies sich als goldrichtig: Seit dem 9. März sind die wichtig-
sten US-Aktientitel um rund 25 Prozent in die Höhe geschnellt – der S&P erholte
sich von einem 12-Jahrestief und verzeichnete zudem einen Rekordanstieg, wie
seit 70 Jahren nicht mehr."
Ob Faber wohl mitbekommen hat, dass Porsche sie mit 66% fast alle in den
Schatten gestellt hat?
Link zum Artikel:
www.fondsprofessionell.at/redsys/...w&kat=2&sid=116078