Was mir am Devisengeschäft wesentlich besser gefällt und schon immer gefallen hat, ist die Tatsache, dass es per se ein schwankender Markt ist. Natürlich gibt es auch Trends, aber letztlich ist es so, dass Du dieselben Kurse immer wieder siehst, manchmal innerhalb von Tagen, manchmal Monaten oder Jahren. Wenn Du anders an die Sache herangehst als die Herde, die immer mit dem Chart im Blick versucht, die nächste Bewegung zu erraten, ist es dort ziemlich leicht erfolgreich zu sein. Wie eine Pflanze, die auch "weiß", dass der Frühling sicher kommen wird und sich nicht unbedingt für die Wettervorhersage MItte Dezember interessieren muss. Es gibt ja sogar diese Tierchen, Zikaden glaube ich, die einen 17-Jahres-Rhythmus haben, die also erfolgreich überleben können, wenn alle 17 Jahre ähnliche Bedingungen herrschen und sie dann aus dem Boden kriechen. MIt so einer "Zikadeneinstellung" verdienst Du dich im Devisengeschäft dumm und dämlich, eben weil 99% aller Teilnehmer mit extrem hohen Hebeln das Wetter von morgen zu erraten versuchen (was eher nicht funktioniert).
Bei Aktien ist es meist auch eher schwankend, so dass man billig vs. teuer anhand früherer Kurse bestimmen kann, aber es gibt natürlich auch diese Fälle, wo ein Kurs über Jahre oder Jahrzehnte nur eine Richtung kennt (wie bei Porsche früher) oder aber auch solche Fälle, dass ein Unternehmen pleite geht und ganz verschwindet. Deshalb ist es tatsächlich nicht so leicht zu bestimmen, was billig und was teuer ist, besonders wenn der Trend stark ist. Deshalb hilft der Blick auf die äußeren Umstände - und diese sind jetzt extrem besorgniserregend (siehe meinen Hauptbeitrag zuvor).