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Zoff-Thema I - Autopolitik: "Weniger Autos sind besser als mehr." Mit dieser verwegenen Forderung ausgerechnet im Autoland Baden-Württemberg hat Kretschmann nicht nur die Industrie und den politischen Gegner gegen sich aufgebracht. Auch sein künftiger SPD-Vize Schmid distanzierte sich eilig. Kein Wunder: Daimler, Porsche, Audi und die Zulieferer beschäftigen weit mehr als 200.000 Menschen. Und bei der Sorge um den Arbeitsplatz hört auch für die Wähler des linken Lagers der Ökoenthusiasmus auf. Kretschmann wird viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, um Branche und Bürger dafür zu begeistern, künftig lieber "Mobilitätskonzepte" statt teure Autos zu verkaufen.
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www.gruene-bw.de/themen/verkehr/news/...ilitaetskonzepten.html
Die künftige Landesregierung will die baden-württembergischen Autobauer bei der Entwicklung umweltfreundlicher Autos und innovativer Mobilitätskonzepte unterstützen, erklärte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Winfried Kretschmann. „Die Zeit des billigen Öls ist vorbei und der Klimawandel schreitet rasant voran. Deshalb ist es nicht nur ökologisch geboten, sondern auch betriebswirtschaftlich zwingend notwendig, dass unsere heimischen Autos weniger Energie verbrauchen. Gerade weil wir wollen, dass unsere Automobilhersteller auch in 20 Jahren noch im weltweiten Wettbewerb erfolgreich bestehen können, werden wir in einen intensiven Dialog mit ihnen treten und sie bei der Entwicklung zukuntfsfähiger Autos und Mobilitätskonzepte unterstützen. Die Voraussetzung für eine Ökologisierung der heimischen Autoindustrie sind gut. So sind etwa Daimler mit seinem Car2Go-Konzept oder Porsche mit seinen Hybrid-Antrieben auf einem guten Weg“, sagte Kretschmann.