Devisen: Eurokurs im US-Handel weiter etwas unter Druck
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag im US-Handel unter 1,16 US-Dollar geblieben. Die Anleger setzen wegen des Kriegs im Nahen Osten stärker auf den Dollar (Dollarkurs) als Krisenwährung, was die europäische Gemeinschaftswährung aktuell unter Druck bringt.
Zuletzt wurde der Euro zu 1,1577 Dollar gehandelt. Am Freitagabend hatte er noch über 1,16 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Montag auf 1,1555 (Freitag: 1,1561) Dollar fest.
Es gibt weiterhin keine Anzeichen für ein schnelles Ende des Krieges im Nahen Osten und den damit verbundenen Beeinträchtigungen der Lieferung von Energierohstoffen aus der Region am Persischen Golf. So geht der Krieg zwischen der Islamischen Republik auf der einen sowie Israel und der USA auf der anderen Seite auch nach der Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen obersten Führer im Iran mit unverminderter Härte weiter. Israel und auch US-Präsident Donald Trump haben dem 56-jährigen neuen Staatschef bereits gedroht, auch er sei seines Lebens nicht sicher.
Zudem belasteten enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland den Euro. Zu Beginn des Jahres waren Auftragseingang und Produktion in den Industriebetrieben der größten Volkswirtschaft der Eurozone schlechter ausgefallen als erwarte.
"Alles in allem lassen die heutigen Zahlen nicht erwarten, dass die Industrie im ersten Quartal das Wachstum der deutschen Wirtschaft unterstützen wird", kommentierte Commerzbank-Experte Ralph Solveen. "Zwar machen die gerade auch für die Industrie zuletzt besseren Stimmungsindikatoren Hoffnung auf eine Wende zum Besseren, aber es bleibt abzuwarten, ob diese Hoffnungszeichen auch nach der Eskalation im Nahen Osten und den deshalb stark gestiegenen Ölpreisen bestehen bleiben."/la/mis
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