So einfach geht die Rechnung nicht.
Klar, durch eine Kapitalerhöhung verteilt sich der Wert des Unternehmens auf mehr Aktien. Aber um neue Aktien zeichnen zu können muss man alte Aktien haben oder Bezugsrechte dazukaufen. Diese Bezugsrechte stellen eine Entschädigung für die Verwässerung dar. Die Höhe des Bezugsrechts ergibt sich aus dem Börsenkurs zu einem Stichtag und den Bezugsbedigungen, d. h. für wieviele alte Aktien man neue zeichnen kann. Diese Bezugsbedingungen sind noch nicht bekannt. Aber noch was Grundsätzliches: Bei Porsche dient ja diese Kapitalerhöhung dazu Fremdkapital d.h. Bankschulden, abzubauen, sodass auch hier der innere Wert von Porsche steigt, weil in absehbarer Zeit Schulden auf null zurückgeführt werden und keine Kapitalzinsen mehr gezahlt werden müssen, welche bei der Schuldenlast von 6 Mia. doch ein paar Millionen pro Jahr Minderaufwand zur Folge haben werden.
Kurz: die 27 € müssen noch um das Bezugsrecht und die Einsparungen durch Wegfall von Schuldzinsen pro Aktie erhöht werden.
Aber noch ist es nicht soweit.
Was macht eine Verschmelzung für einen Sinn wenn Porsche schuldenfrei ist und volle Auftragsbücher hat und VW zu 50.76% Porsche gehört? Sollte man da nicht einen Schritt weitergehen und eine Superholding für die deutsche Automobilindustrie angehen, wo jeder Anteile von Automarken einbringen kann? Undenkbar? mit nichten: hinter den Kulissen wird ja schon mehr als fleissig zusammengearbeitet.
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incl rückstellung. bei porsche se waren es zuletzt ca 13mrd. euro.