übergeben werden.
Da die Porsche-Eigner aber selbst die Mehrheit (50,7%) am Bräutigam (VW) halten, könnte es denen eigentlich wurscht sein; sie müssen zwar löhnen, um ihr Eigentum schuldenfrei
zu machen; kriegen dafür aber die indirekte Mehrheit an einer schuldenfreien Braut.
Soweit alles klar? Nicht ganz:
Der Trick liegt m.E. woanders: erstens daran, dass die Porsche-Vorzugsaktionäre einen
großen Teil der Zeche, als quasi die "Aussteuer der Braut" zahlen sollen. Und zweitens
hat es von VW-Seite aus entsprechenden Druck gegeben. Für die Übernahme einer mit 6
Milliarden verschuldeten Porsche SE hätte sich keine Mehrheit gefunden. Ich nehme an,
dass das Land NDS sich hier ganz besonders ins Zeug gelegt hat. Logisch, denn es geht
ja um nicht mehr und nicht weniger, als die Unterminierung ihres Assets. Eine schulden-
freie Porsche AG macht sich einfach schön im Portfolio; besonders, wenn andere die
Schulden begleichen. Und anders, als die Porschefamilie, haben die VWler KEINE Win-
Win Situation (s.u.).
Ich komme zu dem Schluss, dass sich das Ganze für die Porsche-Familien mehr als lohnt.
Wenn sie sich an der KE beteiligen, dann ist es für sie über die Majorität an Volkswagen
eine Win-Win Situation. Auch de Rest von Volkswagen kann lachen, wenn man den renta- belsten Autobauer der Welt derart "klinisch rein" serviert bekommt.
Also alles paletti?
Mitnichten. Die eigentlichen Deppen in dieser Seifenoper sind wieder einmal die Porsche-Vorzugsaktionäre. Sie dürfen einmal mehr blechen, zu melden haben sie nichts. Wie ich
nicht müde werde, zu wiederholen.