Pkw: Experten erwarten nachhaltige Belebung 2004


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Pkw: Experten erwarten nachhaltige Belebung 2004

 
06.08.03 11:24

Autokäufer belohnen das Gespür für Zeitgeist

Pkw-Neuzulassungen: Experten erwarten nachhaltige Belebung des Marktes in Deutschland ab 2004

VDI nachrichten, 1.8.2003
Die Deutschen halten sich seit einiger Zeit beim Autokauf zurück. Gute Chancen für „vernünftige“ Pkw-Modelle - sollte man meinen. Aber nix da: Wer sich in diesen Zeiten ein neues Auto leistet, der will vor allem eins - Fahrspaß. Hersteller, die sich nicht darauf einstellen, verlieren an Boden.

Der Neuwagenabsatz schwächelt 2003 in Deutschland noch einmal. Über die Hälfte aller neuen Pkw stammen gar nicht mehr aus heimischer Produktion. Und gefragt sind vor allem Autos mit Spaßfaktor.
Dies alles ist der jüngsten Prognose von R.L. Polk Marketing Systems, Essen, zu entnehmen. Zwar sinken die Pkw-Neuzulassungen auch 2003 erneut um 1,2 % auf 3,21 Mio. Einheiten, doch der Konjunkturfrühling in Sachen Auto ist in Sicht. Nicht nur die schlechte wirtschaftliche Lage, auch die wenig kreative Modellpolitik der Pkw-Hersteller bremste in den letzten Jahren, so die Markforscher, den Konsum. Von den neuen Modellen Golf und Astra erwarten sie eine nachhaltige Marktbelebung. Kommt eine leichte konjunkturelle Erholung hinzu, rechnen die Analysten „für 2004 mit einem robusten Wachstum von fast 7 % auf 3,43 Mio. neu zugelassener Einheiten und für 2005 nochmals mit 8,8 % auf 3,73 Mio. Einheiten“.
Wachstumshoffnungen jenseits purer Ersatzbeschaffung ruhen vor allem auf neuen Fahrzeugtypen: Vor gut 10 Jahren teilten die „Klassiker“ Limousine, Kombi, Coupé und Cabrio noch 98 % des Pkw-Marktes unter sich auf. 2002 lag der Anteil von Tourern, Offroadern und Retractable-Hardtop-Cabrios (RHT) schon über 20 %, und er wird bis 2007 auf etwa 30 % steigen, „wenn die Konzerne weiter ihre Methodik der Modelleinführung beibehalten“, so die Prognose. Auf Deutsch: Reagierten die Hersteller flexibler und rascher auf Kundenwünsche, könnten sie bis 2007 mit solchen Geräten 50 % des Marktes besetzen. Diese Botschaft scheint angekommen, denn Insider erwarten zur IAA ein Passat-Cabrio.
 Besorgt stimmt Branchenkenner, dass 52 % aller 2002 neu zugelassenen Pkw nicht mehr aus deutscher Produktion stammen, da die Konzerne ihre Herstellung zunehmend ins Ausland verlagern. So geraten die Zulieferer noch stärker als bisher in die Krise, stellte das Beratungsunternehmen A. T. Kearney jüngst fest. Doch die europäischen Pkw-Hersteller profitieren letztlich auch von der Innovationsbereitschaft der Zulieferer, finanzielle Strangulation würde zum Bumerang.
Rekordverdächtiger Export hält die Produktionszahlen trotz sinkender Inlandsnachfrage hoch. Wichtigster Exportmarkt bleibt Europas Westen, doch schon 2003 erwartet R.L. Polk 11 % Ausfuhrzuwachs in Richtung Osten. Arbeitsplatzsicherung dank noch höherer Stückzahlen zu erwarten, sei nur realistisch, so die Experten, wenn die neuen deutschen Modelle auch stark nachgefragt würden. WILMA PREISS

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Automarkt: Die Zeichen stehen auf Wachstum

 
08.08.03 15:33
SPIEGEL ONLINE - 08. August 2003, 15:22
URL: 
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,260507,00.html

Automarkt
 
Die Zeichen stehen auf Wachstum

Die Gewitterwolken über dem deutschen Automarkt verziehen sich. Nach dreieinhalb Jahren Einbußen bei den Neuzulassungen naht nach Meinung der Experten die Trendwende. Die Branche setzt auf die erwachte Konsumlust durch die vorgezogene Steuerreform. Außerdem sollen zahlreiche Modellneuheiten die Kunden locken.

Pkw: Experten erwarten nachhaltige Belebung 2004 1127574
DDP
GroßbildansichtDie Automobilbranche verspricht sich eine stärkere Nachfrage bei den Neuwagen
Frankfurt/Main - Ein regelrechter Premierensturm wird zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September erwartet. Mit 73 Modellneuheiten rund um die IAA hoffen die deutschen Anbieter auf mehr Nachfrage. Insbesondere von den Volumenmodellen im Mittelklassebereich wird viel erwartet. VW stellt einen neuen Golf vor, zeitgleich frischt Opel den Hauptkonkurrenten Astra auf.

"Der Konjunkturaufschwung in Deutschland wird durch die Autobranche eingeleitet", glaubt der Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule Gelsenkirchen, Ferdinand Dudenhöffer. Auch der Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK) ist fest davon überzeugt, dass die Talsohle der Branche durchschritten ist. Im kommenden Jahr soll es erstmals seit 2000 wieder Wachstum auf dem inländischen Automarkt geben. Der VDIK erwartet ein Plus von 3,4 Prozent auf 3,35 Millionen Neuzulassungen.

Selbst beim Sorgenkind - den Nutzfahrzeugen - soll es wieder leicht aufwärts gehen. "Dies ist eine vorsichtige Prognose, da ist auch noch Luft nach oben drin", betont VDIK-Präsident Volker Lange. Branchenbeobachter Dudenhöffer sieht sogar ein Anziehen auf 3,45 Millionen Neuzulassungen 2004 und 3,7 Millionen im Jahr darauf. Bislang rettete allein das ungebrochene Interesse der Ausländer an deutschen Fahrzeugen die Schlüsselindustrie der Bundesrepublik. Dank des florierenden Exportgeschäfts stieg die Produktion in der ersten Jahreshälfte 2003 um ein Prozent auf 2,59 Millionen Pkw/Kombi.

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