Paion-Aktie: Brutaler Absturz - Aktionäre sollen gemolken werden - Massive Verwässerung durch 60% mehr Aktien
11.04.14 12:42
aktiencheck.de EXKLUSIV
Aachen (www.aktiencheck.de) - Paion-Aktie: Brutaler Absturz - Aktionäre werden gemolken - Massive
Verwässerung durch 60% mehr Aktien
Die Aktien des Aachener biopharmazeutischen Unternehmens PAION AG (ISIN:
DE000A0B65S3, WKN: A0B65S, Ticker-Symbol: PA8) stürzen heute massiv ab,
nachdem das Unternehmen die geplante Kapitalerhöhung und die Ausgabe von bis
zu 18,5 Mio. neuen Aktien bekanntgegeben hat. Die Paion-Aktie stürzt zur Stunde
um -17,97% auf 3,10 Euro im XETRA-Handel ab.
Satte 18,5 Mio. Aktien sollen frisches Geld der Aktionäre in die Paion-Kassen
spülen. Der Bezugspreis soll vom Vorstand unmittelbar vor Beginn der Bezugsfrist
mit einem angemessenen Abschlag auf den Aktienkurs festgesetzt werden.
Die Aktienanzahl würde durch die Kapitalerhöhung um 60% steigen. Für die Paion-
Aktionäre bedeutet dies einen erheblichen Verwässerungseffekt, wenn sie nicht in
vollem Umfang frisches Geld in die Paion AG einschießen.
Für die Phase III Programme geht PAION derzeit und vorbehaltlich weiterer
Abstimmungen mit den Zulassungsbehörden von Kosten in Höhe von rund EUR 20-
25 Mio. für die USA und in Höhe von rund EUR 15-20 Mio. für die EU aus.
Verbleibende Erlöse aus der Kapitalerhöhung in Höhe von rund EUR 5-10 Mio.
könnten dann in die Vorbereitungen zur Markteinführung investiert werden.
Die Paion-Aktionäre werden also kräftig zur Kasse gebeten. Wer nicht mitzieht, dem
droht erhebliche Verwässerung. Zudem wird das gewiss nicht die letzte
Kapitalerhöhung gewesen sein. Die kalkulierten Markteinführung-Investitionen von
5 bis 10 Mio. Euro wirken geradezu kümmerlich im Vergleich zu den anvisierten
Spitzenumsätzen von bis zu 1,5 Mrd. USD für Remimazolam. Die großspurigen
Ziele will man mit Schmalspur-Budget erreichen. Ob die Rechnung mal aufgeht.
Die Paion-Jungbullen sollten unterdessen schon mal genügend Schießpulver
trocken legen, wenn sie in vollem Umgang bei der geplanten Kapitalerhöhung
mitziehen werden. Sonst freut sich am Ende wieder nur die "gefrässige
Heuschrecke" von Capital Ventures International, die die Kapitalerhöhung gewiss
wieder zu Schnäppchenpreisen zeichnen würde.
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