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Neue Chip-Ära? Goldman sieht jetzt die große Chance

Trotz Iran-Konflikt bleibt Goldman Sachs Asset Management optimistisch für Halbleiter. Steigende Ausgaben für künstliche Intelligenz, knappe Kapazitäten und neue Engpässe könnten die nächste große Chip-Story zünden.
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Der Konzern stellt unter anderem Computerchips her (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com
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Trotz der verschärften Spannungen im Nahen Osten bleibt Goldman Sachs bullish für Halbleiter-Unternehmen. Brook Dane sagte im Interview mit Bloomberg, die Welt sei heute zwar unsicherer als noch vor vier Monaten. Das ändere aber nichts an der grundlegenden Richtung. Die Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz bleibe intakt, und die Investitionsausgaben dürften sich weiter beschleunigen.

"Wir befinden uns nicht im Spätzyklus. Wir sind im Früh- bis Mittelzyklus."

Besonders viel Potenzial sieht Dane bei Halbleiterunternehmen. Als einen unterschätzten Namen nannte er Marvell Technology. Der Konzern könne dank seiner Verbindungen zu Amazon (Amazon Aktie) und anderen Kunden sowie durch neue Anwendungen deutlich wachsen. Auch Cybersecurity zählt für ihn zu den Gewinnern, weil der KI-Fortschritt den Bedarf an digitalem Schutz erhöht.

Noch weiter geht die Einschätzung von Eros Portillo Spetaliere von DPAM. Er sieht die Halbleiterbranche bereits in einer neuen Phase, die von Versorgungsengpässen geprägt ist. Noch vor wenigen Monaten sei vielfach erwartet worden, dass die Branche die Umsatzmarke von 1 Billion US-Dollar erst bis 2030 erreicht. Nun könnte dieses Niveau schon im laufenden Jahr in Reichweite kommen.

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Treiber ist laut DPAM die explosive Nachfrage nach Chips für den Ausbau der Infrastruktur rund um künstliche Intelligenz. Das zeigt sich inzwischen nicht nur bei Hochleistungschips, sondern auch bei klassischen Prozessoren, Leistungshalbleitern und vor allem beim Speicher.

Besonders angespannt sei die Lage bei High-Bandwidth Memory. Diese Technologie bindet deutlich mehr Wafer-Kapazität als herkömmlicher DRAM-Speicher. Die Branche komme mit der Nachfrage nicht mit. Die Folge seien steigende Preise.

DPAM erwartet deshalb, dass der Engpass bald auch auf andere Bereiche übergreift. Hersteller von Personal Computern und Smartphones könnten ihre Preise anheben. Zugleich ziehen viele Chiphersteller ihre Investitionen in neue Kapazitäten vor. Das sorgt auch bei Ausrüstern für zusätzlichen Rückenwind.

Damit verdichten sich die Hinweise, dass die Halbleiterindustrie einen normalen zyklischen Aufschwung hinter sich gelassen hat. Stattdessen beginnt eine neue Phase, die von künstlicher Intelligenz, knappen Kapazitäten und wachsendem Investitionsdruck geprägt ist.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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