Comparison of Remimazolam and Propofol for Drug-Induced Sleep Endoscopy:
A Randomized Clinical Trial
First published: 02 June 2023
aao-hnsfjournals.onlinelibrary.wiley.com/...s/10.1002/ohn.387
Zusammenfassung
Zielsetzung
Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit von Remimazolam mit der von Propofol für die medikamenteninduzierte Schlafendoskopie (DISE) bei Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Hypopnoe-Syndrom (OSAHS).
Studienaufbau
Eine prospektive, randomisierte klinische Studie an einem Zentrum.
Schauplatz
Xiangya-Krankenhaus der Central South University.
Methoden
Patienten mit OSAHS, die eine DISE erhielten, wurden nach dem Zufallsprinzip entweder der Remimazolam- oder der Propofol-Gruppe zugewiesen. Das primäre Ergebnis war das Auftreten von Hypoxämie (Sauerstoffsättigung im Puls [SpO2] < 90%) während der DISE. Die sekundären Ergebnisse waren das Auftreten einer schweren Hypoxämie (SpO2 < 80 %), der Minimalwert der SpO2, die Erfolgsrate der Sedierung (Abschluss der DISE entsprechend dem Medikamentenschema) und das Auftreten interessanter Ereignisse (einschließlich Injektionsschmerzen, Bradykardie und verringerte Atemfrequenz).
Ergebnisse
Vierundsechzig Patienten wurden in diese Studie aufgenommen. Das Auftreten von Hypoxämie war in der Remimazolam-Gruppe signifikant geringer als in der Propofol-Gruppe (25,00 % gegenüber 62,50 %; relatives Risiko 0,40; 95 % Konfidenzintervall 0,20-0,74; p < .01). Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Erfolgsrate der Sedierung zwischen der Remimazolam- und der Propofol-Gruppe (96,88 % bzw. 81,25 %; relatives Risiko, 1,19; 95 % KI, 1,01-1,50; p = 0,10). Die Inzidenz von mindestens einem Ereignis von Interesse war in der Remimazolam-Gruppe niedriger als in der Propofol-Gruppe (43,75 % gegenüber 96,88 %; relatives Risiko, 0,45; 95 % KI, 0,29-0,63; p < .01).
Schlussfolgerung
Remimazolam kann bei DISE eine zufriedenstellende sedierende Wirkung entfalten, wobei die Inzidenz von Hypoxämie geringer und das Sicherheitsprofil besser ist als bei Propofol.