wer seine Komfortzone verlässt, selbst recherchiert, lernen will (und keinem neunmalklugen "Experten" wie mir hinterherläuft), versteht das wir es mit Remimazolam mit dem gleichen Benzodiazepinring zu tun haben wie Midazolam, nur mit einem organunabhängigen Stoffwechsel, der wird möglicherweise zu der gleichen Schlussfolgerung gelangen wie ich. Remimazolam ist und wird nicht die Lösung für alle Probleme werden, diese sind vielfältig und hochkomplex, aber eines kann es nicht und das sollten auch weitere Phase IV Studien zeigen, in unseren Patienten einen organischen oder gar lebensbedrohlichen Schaden hervorrufen. Es ist so gut wie unmöglich.
Inhalierte Anästhetika: Umweltrolle, berufliches Risiko und klinische Anwendung
www.mdpi.com/2077-0383/10/6/1306/htm
Institut für Anästhesiologie, Universität Groningen, Universitätsklinikum Groningen, 9713GZ Groningen, Niederlande
2
Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Maria Middelares Hospital, 9000 Gent, Belgien
3
Institut für Grund- und Angewandte Medizin, Universität Gent, 9000 Gent, Belgien
4. Inhalierte Anästhetika im klinischen Kontext
4.1. Nebenwirkungen
4.2. Anästhesie-Konditionierung
4.3. Herzchirurgie
4.4. Nicht-Kardiale Chirurgie
4.5. Nierentransplantation
4.7. Krebschirurgie
4.8. Pädiatrische Chirurgie
Obwohl es unwahrscheinlich erscheinen mag, dass eine relativ kurze Intervention wie Anästhesie die langfristigen Ergebnisse nach der Operation beeinflussen könnte, deuten immer mehr Daten auf eine erhebliche Auswirkung des Anästhesietyps hin. Unter Berücksichtigung der Nebenwirkungen der Anästhesie erhöhen inhalierte Anästhetika das PONV-Risiko. Darüber hinaus korreliert die aktuelle Literatur inhalierte Anästhesie mit POCD, zugunsten von TIVA. In der Herzchirurgie wurde die wohltuende Anwendung flüchtiger Anästhetika in experimentellen und klinischen Modellen mit Biomarkern überzeugend nachgewiesen, während Studien mit klinischen Ergebnissen ihre Überlegenheit nicht bestätigten. Darüber hinaus gibt es in der nicht-kardialen Chirurgie keine definitiven Beweise für eine kardioprotektive Wirkung von flüchtigen Anästhetika. Darüber hinaus wurde eine mögliche Lungen- und Nierenschutzwirkung vorgeschlagen und wird derzeit untersucht. In der Krebschirurgie scheinen flüchtige Anästhetika eher schädlich als vorteilhaft zu sein, aber widersprüchliche Daten sowohl in experimentellen als auch in klinischen Studien schränken jede endgültige Schlussfolgerung ein. Schließlich hat TIVA in der Pädiatrie einige klinische Vorteile gezeigt, und es wird erwartet, dass seine Verwendung in der Zukunft zunehmen wird.