Aus der FTD vom 13.1.2003
Optionsscheine: Schwankende Märkte bieten Chancen bei Dax und Euro
Von Michael Neuhaus
Nach dem Wechsel in das neue Jahr erreichen nicht nur die Umsätze wieder ihre alten Niveaus. Auch die Schwankungsfreude der Märkte hält weiterhin an.
Für kurzfristig agierende Anleger boten sich gerade beim Dax zahlreiche Chancen im Optionsschein- und Zertifikatebereich. Am beliebtesten waren Produkte, deren Basispreise in der Spanne von 2700 bis 3300 Punkten lagen. Eine allgemein optimistische oder pessimistische Aussicht ließ sich nicht feststellen, da man meist nur auf Tagesschwankungen reagierte und sich die durchschnittliche Haltedauer eher im Bereich weniger Stunden bewegte. Doch auch in diesen kurzen Zeitabschnitten waren Gewinne im zweistelligen Prozentbereich keine Seltenheit.
Aufkeimender Optimismus zeigte sich zu Wochenanfang bei den Anlegern, die den Aktienkursverlauf von SAP verfolgten. Sie trennten sich von ihren Puts mit einer Basis von 90 Euro die im Juni fällig sind. Ein Sprung von mehr als 5 Euro am Mittwoch hielten viele Anleger allerdings für zu rasant, sodass sie Puts und Bear Zertifikate wieder in ihr Depot aufnahmen. Mit dieser Strategie konnten bis Freitag allerdings keine Gewinne eingefahren werden.
Euro wird noch Potenzial zugetraut
Auch bei DaimlerChrysler rechnet man weiterhin mit sich erholenden Kursen. Dies ließ sich aus den Käufen von Knock-out-Calls mit Basispreisen von 26 und 28 Euro sowie von klassischen Calls mit Basispreisen von 40 und 50 Euro ablesen.
Wirft man einen Blick auf die Basis von 1,05 $ bei dem meist gehandelten Euro/Dollar-Call wird der europäischen Währung noch Potenzial zugetraut. Nichtsdestotrotz waren hier vor allem kurzfristige Anleger am Werk, die die heftigen Tagesschwankungen gewinnbringend auszunutzen versuchten. Rückwirkend ließen sich bei dem im März 2003 fälligen Call Gewinne von bis zu 80 Prozent erzielen.
Michael Neuhaus ist Derivatehändler bei der Euwax AG in Stuttgart.
© 2003 Financial Times Deutschland
Optionsscheine: Schwankende Märkte bieten Chancen bei Dax und Euro
Von Michael Neuhaus
Nach dem Wechsel in das neue Jahr erreichen nicht nur die Umsätze wieder ihre alten Niveaus. Auch die Schwankungsfreude der Märkte hält weiterhin an.
Für kurzfristig agierende Anleger boten sich gerade beim Dax zahlreiche Chancen im Optionsschein- und Zertifikatebereich. Am beliebtesten waren Produkte, deren Basispreise in der Spanne von 2700 bis 3300 Punkten lagen. Eine allgemein optimistische oder pessimistische Aussicht ließ sich nicht feststellen, da man meist nur auf Tagesschwankungen reagierte und sich die durchschnittliche Haltedauer eher im Bereich weniger Stunden bewegte. Doch auch in diesen kurzen Zeitabschnitten waren Gewinne im zweistelligen Prozentbereich keine Seltenheit.
Aufkeimender Optimismus zeigte sich zu Wochenanfang bei den Anlegern, die den Aktienkursverlauf von SAP verfolgten. Sie trennten sich von ihren Puts mit einer Basis von 90 Euro die im Juni fällig sind. Ein Sprung von mehr als 5 Euro am Mittwoch hielten viele Anleger allerdings für zu rasant, sodass sie Puts und Bear Zertifikate wieder in ihr Depot aufnahmen. Mit dieser Strategie konnten bis Freitag allerdings keine Gewinne eingefahren werden.
Euro wird noch Potenzial zugetraut
Auch bei DaimlerChrysler rechnet man weiterhin mit sich erholenden Kursen. Dies ließ sich aus den Käufen von Knock-out-Calls mit Basispreisen von 26 und 28 Euro sowie von klassischen Calls mit Basispreisen von 40 und 50 Euro ablesen.
Wirft man einen Blick auf die Basis von 1,05 $ bei dem meist gehandelten Euro/Dollar-Call wird der europäischen Währung noch Potenzial zugetraut. Nichtsdestotrotz waren hier vor allem kurzfristige Anleger am Werk, die die heftigen Tagesschwankungen gewinnbringend auszunutzen versuchten. Rückwirkend ließen sich bei dem im März 2003 fälligen Call Gewinne von bis zu 80 Prozent erzielen.
Michael Neuhaus ist Derivatehändler bei der Euwax AG in Stuttgart.
© 2003 Financial Times Deutschland
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