OPEC sondiert Kräfteverhältnis
Vorsicht ist derzeit bei der OPEC angesagt. Die Ölpreise fallen immer tiefer und die Ölländer halten sich wieder weniger an ihre eigenen Produktions-Vereinbarungen. Im Jahre 1998 war für alle Ölländer aus dieser Konstellation eine wahre Preiskatastrophe entstanden. OPEC-Generalsekretär Ali Rodriguez-Araque hofft im KURIER-Gespräch, dass die Ölländer in einer konzertierten Aktion den Ölpreis wieder auf 22 bis 28 Dollar pro Fass (159l) bringen werden. Zurzeit kostet ein Fass auf dem Weltmarkt zwischen 19,50 und 20,50 Dollar.
Der frühere venezolanische Ölminister betont dabei das Prinzip der Freiwilligkeit. Die OPEC könne nicht in die Souveränität eines Landes eingreifen, nicht einmal bei ihren eigenen Mitgliedsländern. Dies ist schmerzhaft, weil die zehn OPEC-Länder derzeit mehr Öl auf den Markt pumpen als sie selbst vereinbart haben. Und Nicht-OPEC-Mitglied Russland baut seine Ölförderung aus nationalem Interesse heuer großzügig aus.Die OPEC sondiert daher in diesen Tagen die Möglichkeiten einer Förderkürzung, die von den wichtigen Ländern auch eingehalten wird. Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat bereits Algerien und Libyen bereits besucht. Heute, Mittwoch, konferiert er in Wien mit dem OPEC-Management, um dann nach Moskau zu fliegen. Iran und Saudi-Arabien komplettieren seine Öldiplomatie.
Doch die den Ölpreis stark beeinflussenden Faktoren sind derzeit alles andere als zu fixieren. Die aktuelle Situation bezeichnet Rodriguez deshalb als „sehr außergewöhnlich“. Wie geht es mit den Angriffen auf Afghanistan weiter? Wann werden sie beendet? Wie tief fällt der Abschwung der Weltwirtschaft aus? Steht uns heuer ein kalter Winter bevor? Weder Meteorologen noch Wirtschaftsforscher können da Licht ins Dunkel bringen. „Wir müssen sehen und abwarten“, kommentiert Rodriguez diplomatisch. Doch tatsächlich scheint eine Kürzung der Förderung schon festzustehen. Die Frage derzeit ist nur, wie sie realisiert werden soll.
Konferenz
Die OPEC hat für den 14. November eine außerordentliche Konferenz in Wien angesetzt. Doch bei diesen niedrigen Ölpreisen dürfte sie schon vorher aktiv werden. Rodriguez sagte, dass man jetzt abwäge, ein Treffen der OPEC- und Nicht-OPECLänder zu organisieren oder, nur auf die OPEC beschränkt, den Mechanismus einer Förderkürzung in Gang bringe. Dabei haben die OPEC-Länder vereinbart, dass die Fördermenge der Organisation ohne Konferenz bis zu 500.000 Fass (72.000 t) pro Tag gesenkt werden kann. Einzige Voraussetzung: Der Ölpreis muss an mindestens zehn Tagen hintereinander unter 22 Dollar notieren, was seit längerem der Fall ist.
Vorsicht ist derzeit bei der OPEC angesagt. Die Ölpreise fallen immer tiefer und die Ölländer halten sich wieder weniger an ihre eigenen Produktions-Vereinbarungen. Im Jahre 1998 war für alle Ölländer aus dieser Konstellation eine wahre Preiskatastrophe entstanden. OPEC-Generalsekretär Ali Rodriguez-Araque hofft im KURIER-Gespräch, dass die Ölländer in einer konzertierten Aktion den Ölpreis wieder auf 22 bis 28 Dollar pro Fass (159l) bringen werden. Zurzeit kostet ein Fass auf dem Weltmarkt zwischen 19,50 und 20,50 Dollar.
Der frühere venezolanische Ölminister betont dabei das Prinzip der Freiwilligkeit. Die OPEC könne nicht in die Souveränität eines Landes eingreifen, nicht einmal bei ihren eigenen Mitgliedsländern. Dies ist schmerzhaft, weil die zehn OPEC-Länder derzeit mehr Öl auf den Markt pumpen als sie selbst vereinbart haben. Und Nicht-OPEC-Mitglied Russland baut seine Ölförderung aus nationalem Interesse heuer großzügig aus.Die OPEC sondiert daher in diesen Tagen die Möglichkeiten einer Förderkürzung, die von den wichtigen Ländern auch eingehalten wird. Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat bereits Algerien und Libyen bereits besucht. Heute, Mittwoch, konferiert er in Wien mit dem OPEC-Management, um dann nach Moskau zu fliegen. Iran und Saudi-Arabien komplettieren seine Öldiplomatie.
Doch die den Ölpreis stark beeinflussenden Faktoren sind derzeit alles andere als zu fixieren. Die aktuelle Situation bezeichnet Rodriguez deshalb als „sehr außergewöhnlich“. Wie geht es mit den Angriffen auf Afghanistan weiter? Wann werden sie beendet? Wie tief fällt der Abschwung der Weltwirtschaft aus? Steht uns heuer ein kalter Winter bevor? Weder Meteorologen noch Wirtschaftsforscher können da Licht ins Dunkel bringen. „Wir müssen sehen und abwarten“, kommentiert Rodriguez diplomatisch. Doch tatsächlich scheint eine Kürzung der Förderung schon festzustehen. Die Frage derzeit ist nur, wie sie realisiert werden soll.
Konferenz
Die OPEC hat für den 14. November eine außerordentliche Konferenz in Wien angesetzt. Doch bei diesen niedrigen Ölpreisen dürfte sie schon vorher aktiv werden. Rodriguez sagte, dass man jetzt abwäge, ein Treffen der OPEC- und Nicht-OPECLänder zu organisieren oder, nur auf die OPEC beschränkt, den Mechanismus einer Förderkürzung in Gang bringe. Dabei haben die OPEC-Länder vereinbart, dass die Fördermenge der Organisation ohne Konferenz bis zu 500.000 Fass (72.000 t) pro Tag gesenkt werden kann. Einzige Voraussetzung: Der Ölpreis muss an mindestens zehn Tagen hintereinander unter 22 Dollar notieren, was seit längerem der Fall ist.