Also wenn es nicht gerade eine atomare Katastrophe gibt mit Verwüstungen bis Tokio, dann wird es keine Weltwirtschaftskrise geben, jedenfalls nicht durch Japan ausgelöst.
Die betroffenen Regionen machen nur 8% des BIP Japans aus. Und die Verschuldung Japans klingt zwar hoch und ist auch nicht ungefährlich, aber der Staat ist zu 95% bei seinen eigenen Bürgern verschuldet, was nicht annähernd so schlimm ist wie in anderen Industriesstaaten. Japan wird also umfangreich investieren können, um das Land wieder aufzubauen. Es wird zwar kurzfristig Schocks geben, was Versorgung mit Lebensmitteln, Strom etc angeht und die Wirtschaftsleistung wird 1-2 Quartale einbrechen, aber danach könnte es genau zum Gegenteil kommen, nämlich jahrelangem Auschwung durch die Aufbauarbeit.
Mir ging es eher um zukünftige Finanzkrisen und Wirtschaftskrisen, die sich durch die strukturellen Probleme der gesamten westlichen Welt ergeben. Hohe Staatsverschuldungen, marode Infrastruktur (USA), Währungsproblematik (Europa, Japan), häufiger Blasenbildung auf verschiedenen Sektoren durch Geldmengenwachstum, etc. pp
Wenn es nochmals zu einer Krise wie Ende 2008 kommt, geht es vielleicht nicht mehr so glimpflich aus, und dann muss man vielleicht auch mal auf die Ausgabenseite gucken, und kann nicht immer neues Geld drucken. Wenn das mit einem neuen gesellschaftspolitischen Bewusstsein zusammentrifft, halte ich bestimmte Ausgaben zumindest für nachrangig und zum Teil dann überflüssig. Und dazu gehört auch ein Teil des Geschäftsfelds von OHB. Bei Drillisch sehe ich dieses Problem beispielsweise nicht, brauni.
Zukunft ist gut für alle (Dr.Udo Broemme)