Nordkorea entwickelt heimlich Atomwaffen
US-Präsident George W. Bush wird sich in seinem Kampf gegen die "Achse des Bösen" bestätigt fühlen. Nordkorea hat gegenüber Washington zugegeben, mehrere Jahre lang ein geheimes Atomwaffen-Programm gehabt zu haben.
Washington - Eine hochrangige US-Delegation habe bei einem Besuch Anfang Oktober in Pjöngjang auf neue amerikanische Informationen hingewiesen, nach denen Nordkorea ein Programm zur Anreicherung von Uran für nukleare Waffen betreibe, berichtete Richard Boucher, Sprecher des Washingtoner Außenministeriums. Nordkoreanische Regierungsbeamte hätten zugegeben, dass es ein solches Programm gebe. Die Regierung in Pjöngjang verstoße damit gegen eine Rahmenvereinbarung von 1994 und andere Abkommen, sagte Boucher.
Einzelheiten über den Umfang des Programms wurden in der Erklärung nicht genannt. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete indessen unter Berufung auf Washingtoner Regierungskreise, das im Frühjahr von Präsident George W. Bush neben Iran und Irak zur "Achse des Bösen" gezählte Nordkorea habe genügend Plutonium für mindestens zwei Nuklearwaffen.
In der Vereinbarung von 1994 hatte sich Nordkorea zum Verzicht auf sein Atomwaffen-Programm bereit erklärt. Im Gegenzug war Pjöngjang die Lieferung von Technologien für zwei Leichtwasser-Reaktoren zur Energiegewinnung zugesagt worden.
Wie es in der Boucher-Erklärung heißt, versuchte Nordkorea beim Besuch der US-Delegation den Vereinigten Staaten die Schuld für die Entwicklung zu geben. Den Gästen sei bedeutet worden, dass Pjöngjang die Vereinbarung als nicht mehr gültig betrachte.
Bush habe im Laufe des Sommers einen "kühnen Ansatz" zur Verbesserung der Beziehungen mit Nordkorea entwickelt habe, heißt es in der Erklärung des Außenministeriums weiter. Unter anderem seien die USA bereit gewesen, wirtschaftliche und politische Schritte zur Verbesserung der Lage des nordkoreanischen Volkes anzubieten. Voraussetzung dafür seien jedoch "dramatische Veränderungen" im Verhalten Pjöngjangs in einer Reihe von Fragen gewesen, darunter Veränderungen hinsichtlich des nordkoreanischen Programms für Massenvernichtungswaffen und der Unterstützung des Terrorismus.
"Im Lichte unserer Besorgnisse bezüglich des Atomwaffen-Programms sind wir aber nicht der Lage, diesen Ansatz weiter zu verfolgen", heißt es in der Erklärung weiter. Nordkoreas geheimes Programm sei eine ernste Verletzung der in der Rahmenvereinbarung verankerten Verpflichtungen Pjöngjangs. Abschließend betont das Ministerium, die USA suchten eine friedliche Lösung der Situation. "Für jeden in der Region steht etwas auf dem Spiel, und keine friedliebende Nation möchte ein nuklear bewaffnetes Nordkorea sehen."
US-Präsident George W. Bush wird sich in seinem Kampf gegen die "Achse des Bösen" bestätigt fühlen. Nordkorea hat gegenüber Washington zugegeben, mehrere Jahre lang ein geheimes Atomwaffen-Programm gehabt zu haben.
Washington - Eine hochrangige US-Delegation habe bei einem Besuch Anfang Oktober in Pjöngjang auf neue amerikanische Informationen hingewiesen, nach denen Nordkorea ein Programm zur Anreicherung von Uran für nukleare Waffen betreibe, berichtete Richard Boucher, Sprecher des Washingtoner Außenministeriums. Nordkoreanische Regierungsbeamte hätten zugegeben, dass es ein solches Programm gebe. Die Regierung in Pjöngjang verstoße damit gegen eine Rahmenvereinbarung von 1994 und andere Abkommen, sagte Boucher.
Einzelheiten über den Umfang des Programms wurden in der Erklärung nicht genannt. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete indessen unter Berufung auf Washingtoner Regierungskreise, das im Frühjahr von Präsident George W. Bush neben Iran und Irak zur "Achse des Bösen" gezählte Nordkorea habe genügend Plutonium für mindestens zwei Nuklearwaffen.
In der Vereinbarung von 1994 hatte sich Nordkorea zum Verzicht auf sein Atomwaffen-Programm bereit erklärt. Im Gegenzug war Pjöngjang die Lieferung von Technologien für zwei Leichtwasser-Reaktoren zur Energiegewinnung zugesagt worden.
Wie es in der Boucher-Erklärung heißt, versuchte Nordkorea beim Besuch der US-Delegation den Vereinigten Staaten die Schuld für die Entwicklung zu geben. Den Gästen sei bedeutet worden, dass Pjöngjang die Vereinbarung als nicht mehr gültig betrachte.
Bush habe im Laufe des Sommers einen "kühnen Ansatz" zur Verbesserung der Beziehungen mit Nordkorea entwickelt habe, heißt es in der Erklärung des Außenministeriums weiter. Unter anderem seien die USA bereit gewesen, wirtschaftliche und politische Schritte zur Verbesserung der Lage des nordkoreanischen Volkes anzubieten. Voraussetzung dafür seien jedoch "dramatische Veränderungen" im Verhalten Pjöngjangs in einer Reihe von Fragen gewesen, darunter Veränderungen hinsichtlich des nordkoreanischen Programms für Massenvernichtungswaffen und der Unterstützung des Terrorismus.
"Im Lichte unserer Besorgnisse bezüglich des Atomwaffen-Programms sind wir aber nicht der Lage, diesen Ansatz weiter zu verfolgen", heißt es in der Erklärung weiter. Nordkoreas geheimes Programm sei eine ernste Verletzung der in der Rahmenvereinbarung verankerten Verpflichtungen Pjöngjangs. Abschließend betont das Ministerium, die USA suchten eine friedliche Lösung der Situation. "Für jeden in der Region steht etwas auf dem Spiel, und keine friedliebende Nation möchte ein nuklear bewaffnetes Nordkorea sehen."