10:01 05.07.12
Die EZB wird auf ihrer heutigen Ratssitzung aller Vorrausicht nach die Zinsen senkt. Doch dabei allein könnte es nicht bleiben. Ökonomen spekulieren bereits über weitere geldpolitische Lockerungen.
Der in Frankfurt tagende EZB-Rat wird laut der Prognose von Ökonomen aus einer Bloomberg-Umfrage nicht nur den Leitzins erstmals unter 1,0 Prozent auf ein Rekordtief von 0,75 Prozent senken, sondern auch den Einlagesatz auf null zurücknehmen. Die Lockerung wird der in die Rezession abrutschenden Konjunktur aber nur wenig helfen. Der Zinsschritt könnte auch Spekulationen anheizen, welche Möglichkeiten der EZB noch bleiben, nachdem ihre konventionellen geldpolitischen Optionen ausgereizt sind, sagen einige Ökonomen.Das ist ein gewagter Schritt und wird die EZB in unbekanntes Terrain führen, sagt Julian Callow, Chef-Europa- Ökonom bei Barclays Capital in London. Angesichts der stark steigenden Arbeitslosigkeit und wenig Anzeichen für eine Konjunkturerholung ist in gewisser Weise eine starke geldpolitische Medizin notwendig. Aber seien wir ehrlich - eine Zinssenkung allein wird die Rezession nicht beenden, dafür ist sehr viel mehr nötig, ergänzt er.
Die Euroraum-Schuldenkrise dämpft das Wachstum in der Region ebenso wie die weltweiten Konjunkturaussichten. Bereits fünf der 17 Euro-Länder waren gezwungen, um Hilfsgelder zu ersuchen. EZB-Zinssenkungen dürften zwar nicht die Nachfrage anschieben, würden aber die Fremdkapitalkosten für angeschlagene Banken senken. Sie könnten außerdem zu einer weiteren Stärkung des Vertrauens beitragen, nachdem die Euroraum-Regierungen in der vergangenen Woche Schritte in Richtung einer stärkeren Wirtschaftsunion unternommen haben.
Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.
Quelle: Handelsblatt
Die EZB wird auf ihrer heutigen Ratssitzung aller Vorrausicht nach die Zinsen senkt. Doch dabei allein könnte es nicht bleiben. Ökonomen spekulieren bereits über weitere geldpolitische Lockerungen.
Der in Frankfurt tagende EZB-Rat wird laut der Prognose von Ökonomen aus einer Bloomberg-Umfrage nicht nur den Leitzins erstmals unter 1,0 Prozent auf ein Rekordtief von 0,75 Prozent senken, sondern auch den Einlagesatz auf null zurücknehmen. Die Lockerung wird der in die Rezession abrutschenden Konjunktur aber nur wenig helfen. Der Zinsschritt könnte auch Spekulationen anheizen, welche Möglichkeiten der EZB noch bleiben, nachdem ihre konventionellen geldpolitischen Optionen ausgereizt sind, sagen einige Ökonomen.Das ist ein gewagter Schritt und wird die EZB in unbekanntes Terrain führen, sagt Julian Callow, Chef-Europa- Ökonom bei Barclays Capital in London. Angesichts der stark steigenden Arbeitslosigkeit und wenig Anzeichen für eine Konjunkturerholung ist in gewisser Weise eine starke geldpolitische Medizin notwendig. Aber seien wir ehrlich - eine Zinssenkung allein wird die Rezession nicht beenden, dafür ist sehr viel mehr nötig, ergänzt er.
Die Euroraum-Schuldenkrise dämpft das Wachstum in der Region ebenso wie die weltweiten Konjunkturaussichten. Bereits fünf der 17 Euro-Länder waren gezwungen, um Hilfsgelder zu ersuchen. EZB-Zinssenkungen dürften zwar nicht die Nachfrage anschieben, würden aber die Fremdkapitalkosten für angeschlagene Banken senken. Sie könnten außerdem zu einer weiteren Stärkung des Vertrauens beitragen, nachdem die Euroraum-Regierungen in der vergangenen Woche Schritte in Richtung einer stärkeren Wirtschaftsunion unternommen haben.
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