Nokia [ WKN: 870737 ] ist bei Mobiltelefonen dermaßen erfolgreich, dass außergewöhnliche neue Produkte notwendig sind, um die Position zu verteidigen. So kommentierte Ben Wood, Analyst von Gartner Dataquest, die am Montag veröffentlichte Handy-Verkaufsstatistik für 2001. "Nokia muss schon sensationelle Modelle auf den Markt bringen, soll die Dominanz bleiben", glaubt Wood.
Die Finnen haben nach Angaben von Marktforscher Gartner Dataquest zum Jahresende 2001 einen Marktanteil von 35 Prozent bei den verkauften Handys erreicht. Dabei baute der Konzern die Position im Jahresverlauf kontinuierlich aus. In 2000 lag der Marktanteil noch bei 30,6 Prozent. Das Management sieht noch weiteren Spielraum und hat die 40 Prozent als Zielmarke ausgerufen.
Dank der überdurchschnittlichen Entwicklung verlief das Jahr für Nokia noch annehmbar, die Branche musste dagegen das erste Mal überhaupt seit Erfindung des Mobiltelefons einen Rückgang der Verkaufszahlen hinnehmen. Der weltweite Absatz ging laut Gartner Dataquest um 3,2 Prozent auf 399,6 Millionen Einheiten zurück.
GPRS habe weniger Impulse geliefert als erhofft, so Analyst Ben Wood. Der Durchbruch der Übertragungstechnologie könnte aber in 2002 kommen. Wenn dann noch zunehmend Farbbildschirme in die Handys eingebaut und neue Anwendungen entwickelt werden, steigen auch die Kaufanreize wieder, sagt Wood.
Neben Nokia war Samsung [ WKN: 881823 ] der zweite Gewinner im schwachen Jahr 2001. Der Einstieg in das Hochpreissegment glückte und die Koreaner bauten ihren Marktanteil von 5,0 auf 7,9 Prozent aus. Recht gut schnitt noch Motorola [Nasdaq: MOT ] ab. Mit 14,8 Prozent schafften die Amerikaner ein Plus beim Marktanteil von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Ericsson mit neuem Ehrgeiz
Die anderen Hersteller hatten wenig zu lachen im ersten Minusjahr der Handybranche. Siemens [ WKN: 723610 ] - im Jahr 2000 noch als ernsthafter Herausforderer von Motorola gehandelt - fiel leicht auf 8,0 Prozent zurück.
Ericsson [ WKN: 850001 ] fokussierte sich auf die Kontrolle der Kosten - was erst gegen Ende des Jahres funktionierte - und vernachlässigte bewusst den Marktanteil. Die Folge: Nach 10,0 Prozent kamen die Schweden in 2001 noch auf 5,5 Prozent.
Mit dem Joint Venture Sony Ericsson - addierter Marktanteil in 2001 bei 8,5 Prozent - soll ab sofort gewaltig Boden gut gemacht werden. Innerhalb von fünf Jahren wollen die Partner auf Platz 1 vorrücken, hieß es im Vorfeld der CeBit.
Vom derzeitigen Weltmarktführer werden die Börsianer am Dienstag eine Einschätzung zur Geschäftsentwicklung bekommen. Nokia hält Morgen eine Pressekonferenz zum bisherigen Verlauf des ersten Quartals ab.
© 11.03.2002 www.stock-world.de [1]
Die Finnen haben nach Angaben von Marktforscher Gartner Dataquest zum Jahresende 2001 einen Marktanteil von 35 Prozent bei den verkauften Handys erreicht. Dabei baute der Konzern die Position im Jahresverlauf kontinuierlich aus. In 2000 lag der Marktanteil noch bei 30,6 Prozent. Das Management sieht noch weiteren Spielraum und hat die 40 Prozent als Zielmarke ausgerufen.
Dank der überdurchschnittlichen Entwicklung verlief das Jahr für Nokia noch annehmbar, die Branche musste dagegen das erste Mal überhaupt seit Erfindung des Mobiltelefons einen Rückgang der Verkaufszahlen hinnehmen. Der weltweite Absatz ging laut Gartner Dataquest um 3,2 Prozent auf 399,6 Millionen Einheiten zurück.
GPRS habe weniger Impulse geliefert als erhofft, so Analyst Ben Wood. Der Durchbruch der Übertragungstechnologie könnte aber in 2002 kommen. Wenn dann noch zunehmend Farbbildschirme in die Handys eingebaut und neue Anwendungen entwickelt werden, steigen auch die Kaufanreize wieder, sagt Wood.
Neben Nokia war Samsung [ WKN: 881823 ] der zweite Gewinner im schwachen Jahr 2001. Der Einstieg in das Hochpreissegment glückte und die Koreaner bauten ihren Marktanteil von 5,0 auf 7,9 Prozent aus. Recht gut schnitt noch Motorola [Nasdaq: MOT ] ab. Mit 14,8 Prozent schafften die Amerikaner ein Plus beim Marktanteil von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Ericsson mit neuem Ehrgeiz
Die anderen Hersteller hatten wenig zu lachen im ersten Minusjahr der Handybranche. Siemens [ WKN: 723610 ] - im Jahr 2000 noch als ernsthafter Herausforderer von Motorola gehandelt - fiel leicht auf 8,0 Prozent zurück.
Ericsson [ WKN: 850001 ] fokussierte sich auf die Kontrolle der Kosten - was erst gegen Ende des Jahres funktionierte - und vernachlässigte bewusst den Marktanteil. Die Folge: Nach 10,0 Prozent kamen die Schweden in 2001 noch auf 5,5 Prozent.
Mit dem Joint Venture Sony Ericsson - addierter Marktanteil in 2001 bei 8,5 Prozent - soll ab sofort gewaltig Boden gut gemacht werden. Innerhalb von fünf Jahren wollen die Partner auf Platz 1 vorrücken, hieß es im Vorfeld der CeBit.
Vom derzeitigen Weltmarktführer werden die Börsianer am Dienstag eine Einschätzung zur Geschäftsentwicklung bekommen. Nokia hält Morgen eine Pressekonferenz zum bisherigen Verlauf des ersten Quartals ab.
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