Kiste. Was guckst Du?
Lack-Fetisch für Gamer
Wer sich mit seinem PC in die Welt der dreidimensionalen Spiele begibt, braucht früher oder später ein leistungsfähigeres Gerät. Bei den echten Gamern in den USA ist selbst das nicht mehr genug.
Ashland/Mesquite - "Denk dir deine Lieblingsfarbe. Und dann denk dir das Ganze in funkelndem Metallic unter eine dicken Schicht klaren Lacks ... das Gefährt deiner Träume". Nein, das ist keine schlechte Werbung für ein Auto. Es geht hier um das ultimative Finish für die Außenhaut des Mach V. Für 399 Dollar und nach zwei Wochen Wartezeit, so verspricht es der Hersteller Falcon Northwest, wird aus einem Computer-Tower ein Fetisch - lebenslange Garantie für den Lack inbegriffen.
Aber es ist ja auch nicht nur irgendeine Maschine. Es ist - so die unbescheidene Selbsteinschätzung des Herstellers "das erste und letzte Wort in Sachen Gaming PCs". Mit einem Endpreis von bis zu 10.000 Dollar gehört der Mach V zu den teuersten High-End-Maschinen, die derzeit speziell für Gamer gebaut werden.
Trotz der hohen Preise und einer allgemein sinkenden Kauflust auf dem PC-Markt haben Firmen wie Falcon Northwest oder Alienware prall gefüllte Auftragsbücher. "Das Geschäft läuft phänomenal, wir kommen gar nicht mehr hinterher", sagt Falcon-Gründer Kelt Reeves. Zwischen drei und fünf Wochen muss ein Käufer derzeit warten. Ganz egal - die Fans photorealistischer PC-Spiele üben sich in Geduld und zahlen fast jeden Preis für ihr neues Spielzeug.
Reeves, der Falcon Northwest zeitgleich mit dem Start des 3-D-Spiels "Doom" vor rund zehn Jahren gründete, besetzt eine einträglichen Marktlücke. Die immer komplexeren Computerspiele mit ihrer fotorealistischen Grafik bringen den handelsüblichen PC schnell an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Analyst Michael Gartenberg von Jupiter Research ließ sich sogar zu der Bemerkung hinreißen: "Spiele sind nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms wohl das Anspruchsvollste, was es gibt". Roger Kay von der Marktforschungsfirma IDC glaubt dennoch nicht, dass der Markt für immer schönere und ausgefallenere PCs weiter wächst: "Das ist nur etwas für Fanatiker. Der weitaus größte Teil schaut beim PC-Kauf immer noch auf den Preis", sagte er der US-Nachrichtenagentur AP.
Falcon-Gründer Reeves sieht das anders. Seiner Erfahrung nach geht es bei den Fans von PC-Spielen längst nicht mehr nur um Schnelligkeit, Grafik und Sound: "Der Wunsch, mit Schönheit und Kraft zu prahlen, nimmt zu".
Dieser Trend zur Selbstdarstellung lässt sich auch bei den Festivals der Spielefans sehen. So funkelte und glitzerte es in der Stadhalle des texanischen Ortes Mesquite, als sich dort Mitte August rund 1300 Gamer mit ihren eigenen Computern vernetzten. Unter das öde Graubeige mischen sich immer mehr Maschinen mit Sichtfenstern, strahlenden Ventilatoren und Lichtorgeln. Eine Teilnehmerin, Melinda Buckley aus Valdosta, baute ihr Gerät sogar auf das Minaturmodell eines Panzerwagens aus dem zweiten Weltkrieg. "Wenn ich das Geld dafür habe, bekommt es auch noch eine Fernsteuerung", sagt sie.
Lack-Fetisch für Gamer
Wer sich mit seinem PC in die Welt der dreidimensionalen Spiele begibt, braucht früher oder später ein leistungsfähigeres Gerät. Bei den echten Gamern in den USA ist selbst das nicht mehr genug.
Ashland/Mesquite - "Denk dir deine Lieblingsfarbe. Und dann denk dir das Ganze in funkelndem Metallic unter eine dicken Schicht klaren Lacks ... das Gefährt deiner Träume". Nein, das ist keine schlechte Werbung für ein Auto. Es geht hier um das ultimative Finish für die Außenhaut des Mach V. Für 399 Dollar und nach zwei Wochen Wartezeit, so verspricht es der Hersteller Falcon Northwest, wird aus einem Computer-Tower ein Fetisch - lebenslange Garantie für den Lack inbegriffen.
Aber es ist ja auch nicht nur irgendeine Maschine. Es ist - so die unbescheidene Selbsteinschätzung des Herstellers "das erste und letzte Wort in Sachen Gaming PCs". Mit einem Endpreis von bis zu 10.000 Dollar gehört der Mach V zu den teuersten High-End-Maschinen, die derzeit speziell für Gamer gebaut werden.
Trotz der hohen Preise und einer allgemein sinkenden Kauflust auf dem PC-Markt haben Firmen wie Falcon Northwest oder Alienware prall gefüllte Auftragsbücher. "Das Geschäft läuft phänomenal, wir kommen gar nicht mehr hinterher", sagt Falcon-Gründer Kelt Reeves. Zwischen drei und fünf Wochen muss ein Käufer derzeit warten. Ganz egal - die Fans photorealistischer PC-Spiele üben sich in Geduld und zahlen fast jeden Preis für ihr neues Spielzeug.
Reeves, der Falcon Northwest zeitgleich mit dem Start des 3-D-Spiels "Doom" vor rund zehn Jahren gründete, besetzt eine einträglichen Marktlücke. Die immer komplexeren Computerspiele mit ihrer fotorealistischen Grafik bringen den handelsüblichen PC schnell an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Analyst Michael Gartenberg von Jupiter Research ließ sich sogar zu der Bemerkung hinreißen: "Spiele sind nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms wohl das Anspruchsvollste, was es gibt". Roger Kay von der Marktforschungsfirma IDC glaubt dennoch nicht, dass der Markt für immer schönere und ausgefallenere PCs weiter wächst: "Das ist nur etwas für Fanatiker. Der weitaus größte Teil schaut beim PC-Kauf immer noch auf den Preis", sagte er der US-Nachrichtenagentur AP.
Falcon-Gründer Reeves sieht das anders. Seiner Erfahrung nach geht es bei den Fans von PC-Spielen längst nicht mehr nur um Schnelligkeit, Grafik und Sound: "Der Wunsch, mit Schönheit und Kraft zu prahlen, nimmt zu".
Dieser Trend zur Selbstdarstellung lässt sich auch bei den Festivals der Spielefans sehen. So funkelte und glitzerte es in der Stadhalle des texanischen Ortes Mesquite, als sich dort Mitte August rund 1300 Gamer mit ihren eigenen Computern vernetzten. Unter das öde Graubeige mischen sich immer mehr Maschinen mit Sichtfenstern, strahlenden Ventilatoren und Lichtorgeln. Eine Teilnehmerin, Melinda Buckley aus Valdosta, baute ihr Gerät sogar auf das Minaturmodell eines Panzerwagens aus dem zweiten Weltkrieg. "Wenn ich das Geld dafür habe, bekommt es auch noch eine Fernsteuerung", sagt sie.