Werbung
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 5,00 | 9,99 | 15,02 | |
| Fallender DAX-Kurs | 4,99 | 10,00 | 13,34 | |
|
für eine scheiss veröffentlichung....
wo sind die vielen positiven prognosen, aufträge, gewinne, übernahmen....etc.,
wie von so vielen hier vorhergesagt. :(
ihr tut jetzt alle so, als wären die zahlen unerwartet schlecht... aber sind sie denn eine überraschung???
schaut euch die zahlen mal an. das EBITDA, also das ergebnis VOR zinsen und abschreibungen liegt bei 14,2 mio. € und damit rund 2 mio. € geringer als im vorjahr. das heißt, mit den windrädern wird geld verdient, und die dinger werden nicht verschenkt. und das, obwohl laut richterichs aussage auch weniger attraktive aufträge angenommen worden sind. wie ist diese entscheidung zu werten?
1. würde ich sagen, ein auftrag mit geringerer marge ist besser als gar kein auftrag
2. wird auf dauer ein zusätzlicher umsatz durch das servicegeschäft erwirtschaftet, den man sonst auch nicht hätte.
so, das heißt weiterhin, dass der verlust durch zinsen und abschreibungen entstanden ist. und siehe da, sowohl zinsen als auch abschreibungen haben beide gleichmäßig zugelegt. überrascht das etwa jemanden? es war ja bekannt, dass nordex seine fertigung modernisiert hat und die anleihe, mit der man gld für die entwicklung eingesammelt hat, war ebenfalls bekannt.
also, mal kurz nachdenken, bevor man jetzt panik hat und die entschiedungsträger als flachpfeife darstellt. nordex investiert in die zukunft und investitionen kosten nun mal geld. und ich bin froh zu sehen, dass es die investitionen sind und nicht operative ergebnis.
vergleicht mal die bilanz von nordex mit der von q-cells, dann wisst ihr, wer ein echtes problem hat.
mal abgesehen davon, liegen die margen im maschinenbau (ich zähle nordex als maschinenbauunternehmen) zw. 3 und 5 % in einem realistischen bereich.
ich will hier nichts schön reden. ein positives ergebnis hätte mich auch sicherlich mehr gefreut. aber so interpretiere ich die zahlen. wer sie anders liest, darüber bin ich bereit zu diskutieren und stelle mich auch (sachlicher) kritik.
noch ein nachtrag: sollte es nordex wirklich schaffen, wie von richterich geplant, 50 mio € jährlich einzusparen, wäre das eine echte hausnummer. natürlich wäre es auch toll, wenn das ohne kündigungen ginge. ich persönlich bin kein freund von stellenabbau in einem gesunden unternehmen, wenn er lediglich der ergebnisverbesserung dient. aber die entscheidung treffen andere. und sollte von den einsparungen auch nur die hälfte realisiert werden....
man die Meldung hat mich umgehauen, komme gerade aus dem KH zurück, habe heute morgen um 6h schon nach neuen Infos gesucht, shit .. da kann ich mir meine Einsätze wohl noch längere Zeit von der Backe putzen, muss mir weiter A Blocker setzen und zusätzlich und B- Senker,so einen Fehlgriff hatte ich noch niemals, ausgerechnet ein Pionier der Windkraftanlagen, schafft es nicht die Konkurenz auszuknocken...50 Mio Einsparungen, langfristig wäre eh personal abgebaut worden allein durch die Fleißbandtechnik und den technischen Verbesserungen die Nordex vorwärts treibt.. Zu den 50 Mio kommen auch noch die Zinszahlungen der Anleihen 10 Mio, da hat Richterich aber eine schwere Nuss zu knacken. der Marktwert von Nordex, Börsentechnisch rückwärts auf 3 Jahre gesehen ist nur noch eine Lachnummer. Schade das ich meine Euronen in diese Aktie investiert habe, bin sehr stark enttäusch, dreimal nachgekauft und immer wieder verlustig, welches nicht mehr Lustig ist, denn irgentwann ist die Knatter zum Nachkauf nicht mehr vorhanden und an Eingemachte geht es nicht ran. Hoffentlich hat diese Hick and Hack an der Börse ein schnelles Ende, dann wird Nordex sich auch wieder erholen, denke das durch diese Turbulenzen auch wieder viele geplante Vorhaben gestrichen wurden. Besonders in den anderen EU-Ländern, die durch ihre Sparmaßnahmen gezwungen sind auch Projekte wie Windkraft esrt einmal auf Eis zu legen....
Was mich wundert, das Richterich vorher keine Gewinnwarnung rausgebracht hat oder hat er erst in der letzten Nacht alles ausgerechnet.. Denke da wird wohl im Hintergrund JEMAND die Nachricht verboten haben......
Auch wie schon ein Kollege/gin hier im Board verkündet hat, Einsparungen durch Mitarbeiter Entlassungen finde total unsozial, das zeigt die Unfähigkeit der Leitenden. Vorausschauend kalkulierend, stellt man nur den Bedarf ein, da ohnehin bekannt war das die Branche noch kein OK der Bundesregierenden mit ihren jetzt erst in den letzten Monaten beschlossenen Gesetzen , hatte..da waren bei Nordex aber schon über 2 Tausd. MA....So nun wünsche ich mir das Nordex nicht weiter absackt, Richterich noch seine probleme bewältigt bekommt, Fr. Klatten den Laden weiter fest mit ihren anteilen hält und die Bude nicht absaufen lässt.. es ist keine Hinterhofschmiede, wie viele Analysten gerne behaupten würde.. apropo die Analys werden nun auch wieder mit ihren Kommentaren um die Ecke kommen und draufhauen was das Zeug hält, hoffentlich haut klatten zurück..
jetzt guckt Euch einmal diese meldung an, angeblich schießt Nordex durch die Decke
11.08.2011 15:27
Die Nordex-Aktie schießt heute in der Spitze acht Prozent in die Höhe. Auch wenn der Kurssprung im Zuge der schwächer werdenden Börse an Kraft verliert. Die Tendenz ist klar. Anleger sehen eine Chance in der selbst verordneten Schrumpfkur.
Stellenstreichungen stehen ins Haus - "Ohne Kündigungen wird das nicht gehen", räumte der scheidende Nordex-Chef Thomas Richterich am Donnerstag bei Vorstellung der Zwischenbilanz ein. In Europa, wo Nordex rund 2.100 Mitarbeiter beschäftigt, will Richterich unter anderem mit einem Stellenabbau rund 50 Millionen Euro einsparen.
Starke Schulter mit Geld gesucht
Doch mit Sparen allein ist es nicht getan. Der Nordex-Chef, der seinen im kommenden Jahr auslaufenden Vertrag jüngst nicht verlängert hatte, will kapitalstarke Partner ins Boot holen. Große europäische Baukonzerne könnten Nordex unterstützen, sagte Richterich. So könnte man die teuren Windanlagen auf See künftig in Gemeinschaftsarbeit errichten. Solche Partnerschaften schweben ihm auch für das Asien-Geschäft vor. Er wolle vor seinem Weggang noch "die Pflöcke" für den Umbau einschlagen.
Doch die Kehrtwende braucht Zeit. Von seinen Ertragszielen für 2011 verabschiedete sich Richterich daher schon mal. Wegen hoher Kosten und fallender Absatzpreise sei nur ein niedriges positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sonderaufwendungen zu erwarten. Das ursprüngliche Ziel einer Ebit-Marge von vier Prozent sei erst 2012 zu erreichen. Das Umsatzziel von rund einer Milliarde Euro hält Richterich allerdings aufrecht.
Gefährlich: Kampfpreise und hohe Kosten
Die Branche, zu der neben Nordex auch Repower mit seiner Konzernmutter Suzlon sowie Vestas gehören, leidet seit längerem unter hohen Überkapazitäten im Markt. Das sorgt für Preis- und Margendruck – und bei Nordex im zweiten Quartal für Verluste.
Laut Richterich belasten auch "Kampfpreise" von Konkurrenten, steigende Personalkosten und hohe Kapital-Anforderungen beim kostspieligen Bau von Windparks auf See. Bei den oft Milliarden-Investitionen erfordernden Offshore-Windparks wollten Kunden lieber mit "Großkonzernen wie Siemens" kooperieren, beklagte Richterich. Daher also die Suche nach starken Partnern. In Europa und den USA allerdings will Nordex eigenständig tätig sein.
Tiefrote Bilanz
Die Bilanz des zweiten Quartals ist niederschmetternd. In den Monaten April bis Juni stand ein Verlust von 2,2 Millionen Euro in den Büchern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) war dagegen positiv, es schrumpfte allerdings stark auf 1,2 Millionen Euro von 6,7 Millionen vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um rund zehn Prozent auf 220 Millionen Euro.
Der Nordex-Chef beklagt den harten Wettbewerb: "Der Druck auf die Absatzpreise ist noch stärker, als wir das zu Jahresbeginn erwartet haben." Um im umkämpften Markt Aufträge einzusammeln, musste sein Unternehmen auch von der bisherigen Prämisse abrücken, unrentable Bestellungen abzulehnen. "Wir standen vor der Wahl, Preise zu senken oder keine Aufträge zu bekommen", erklärte der Manager. Das gelte besonders in den USA, wo die Windenergiebranche vor allem unter der Konkurrenz von billigem Gas leidet.
Nordex entschied sich für den Preisrückgang – und punktete. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen Bestellungen über 522,4 Millionen Euro ein, das sind 59 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit stellte Nordex die Konkurrenz in den Schatten, die laut Richterich nur 11 Prozent zulegte.
für Interessierte Gespräch mit Robert Halver von der Baader Bank und G. Verheugen
http://podcast.wdr.de/radio/wdr2kompakt.xml
Sendung vom 11.08.11
1. "Der Euro ist stabil." - Günter Verheugen im WDR2-Interview 2. Nervöse Börse rund um den Globus - Franzosen bangen um ihr Triple A 3. jetzt müssen Entscheidungen her
bei den Franzmännern.
Das ist Schnee von gestern. An das Gerücht glaubt keiner mehr. Der Markt ist überverkauft
zum 3. mal die Frage, die niemand interessiert.
Sind die 160 Mio Euro für das USA Werk und die Rostockfertigung schon bezahlt?
die ersten Analysten fangen schon wieder an auf Nordex herumzuprügeln
http://www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=50107
Nachrichten: Nordex: Ergebnisprognose wird deutlich gesenkt12.08.2011 (www.4investors.de) - Die Analysten bei der WGZ Bank bleiben bei ihrer Verkaufsempfehlung für die Aktie von Nordex. Allerdings senkt man die Kurszielmarke deutlich, diese liegt mit 4 Euro nun um 20 Prozent tiefer als zuvor. Der Kursanstieg sei als technische Reaktion auf vorherige Verluste einzustufen, man bleibe skeptisch für den Titel, heißt es in der Studie. Der Hintergrund für das neue Kursziel sind deutlich nach unten korrigierte Ergebnisprognosen der Experten je Nordex-Aktie. Für 2011 wird ein Verlust von 0,02 Euro nach einen Gewinn von 0,25 Euro zuvor erwartet. Die Gewinnschätzung für 2012 haben die WGZ-Analysten je Nordex-Aktie von 0,30 Euro auf 0,19 Euro gesenkt. |
die 160 MIO werden wahrscheinlich noch nicht bezahlt sein, die das Werk geplant erstellt Aufgebaut und Eingerichtet haben, werden Ihr Geld/ Dollars bekommen haben. Nur Nordex wird noch Jahre abbezahlen, auch Abschreibungen bei der Steuererklärung, somit weniger Steuern zahlen auf ca. 10 jahre
versuche das einmal zu erklären:
Zuerst wirt sich Nordex mit der Rentabilitätsplanung beschäftigt haben hier werden den Einnahmen die Ausgaben gegenübergestellt und so der Gewinn ermittelt. Dann muss der voraussichtliche Umsatz geplant werden.Es wird von unten nach oben geplant, indem man überlegt, welchen Gewinn mindestens erwirtschaftet werden muss, um Ihre Kosten zu decken. Der durch diese Mindestumsatzplanung ermittelte Soll-Umsatz muss anschließend vor dem Hintergrund von Markt- und Wettbewerbsbedingungen auf Plausibilität geprüft werden oder der prognostizierte Umsatz setzt sich aus geschätzten Absatzmengen und Verkaufspreis zusammen. Dann müssen Wareneinsatz bzw. Material kalkuliert werden. Dann folgt die Personalplanung in Abhängigkeit von den kurz- und mittelfristigen Zielen Ihres Unternehmens. Dazu müssen noch die weiteren Ausgaben wie z. B. Raumkosten, Beratungskosten, Marketing, Steuern und Zinsen/Tilgung geplant werden.Diese Positionen benötigt Nordex auch für die Liquiditätsplanung, die der Erhaltung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens dient. Sie sagt aus, wann wie viel Kapital benötigt wird, und wie die Ausgaben finanziert werden. Dann folgt die Investitionsplanung da wird das zur Durchführung der Unternehmenstätigkeit erforderliche Anlagevermögen zusammengestellt-Bezeichnung der Investition, Zeitpunkt der Investition und Kaufpreis. Diese Informationen sind Grundlage für die Abschreibungsplanung, in der Nutzungsdauer und Abschreibung erfasst werden. Nun zu deiner eigentlichen Frage ob alles schon bezahlt ist..dazu wie folgt:die Abschreibung: Abschreibungen werden vorgenommen, um stets den aktuellen Wert des Betriebsvermögens aus der Buchführung ersehen zu können und den Wertverlust durch Abnutzung oder Alterung der Anlagegüter als Kosten nachvollziehen und kostenrechnerisch in die Preiskalkulation einbeziehen zu können. Die Abschreibungen mindern als Betriebsausgabe den zu versteuernden Gewinn und müssen daher ihren Niederschlag in der Rentabilitätsplanung finden. Da wird ermittelt wie lange ein Anlagegut genutzt werden kann und dann wird die Art der Abschreibung gewählt. Da gibt es einmal die lineare Abschreibung und die progressive, kannst ja einmal in einer ruhigen Minute schauen was die bedeuten...
Als Anmerkung noch, den steuerrechtlich zu ermittelnden und als Betriebsausgabe abzugsfähigen Wertverlust nennt man Absetzung für Abnutzung (AfA), sicherlich schon einmal gehört..
Hoffe ich konnte deine Frage beantworten....
http://www.boerse-go.de/nachricht/,a2616935.html
Nordex: Analysten bleiben skeptisch eingestelltKategorie: Analysen: DAX, TecDAX, MDAX, EUROSTOXX | Uhrzeit: 11:21
Rostock (BoerseGo.de) - Die Analysten der WGZ Bank stufen die Aktien des Windenergieanlagenbauers Nordex weiterhin mit "Verkaufen" ein. Das Kursziel wurde von 5,00 Euro auf 4,00 Euro gesenkt. Das Unternehmen blieb im ersten Halbjahr hinter den Prognosen und dem Marktkonsens zurück. Der Nettoverlust betrug -3,3 Millionen Euro, bei einem Konsens von -1,3 Millionen Euro. "Wir bleiben skeptisch gegenüber der Aktie eingestellt und votieren weiterhin mit Verkaufen. Den gestrigen Kursanstieg werten wir als technische Gegenreaktion nach den Kursverlusten der letzten Monate", so die Analysten.
Aufwärtsimpulse könnte die Aktie erhalten, wenn Partner für das Asien- und das Offshore-Geschäft gefunden werden, heißt es weiter. Dennoch schrauben die Analysten die Prognosen für den Gewinn je Aktie zurück. Für 2011 erwarten die Experten neu ein EPS von -0,02 Euro (alt: +0,25 Euro) und für 2012 von neu 0,19 Euro (alt: 0,30 Euro).
http://www.svz.de/nachrichten/lokales/rostock/artikeldetails/article/218/wir-koennen-nicht-warten-bis-die-verluste-kommen.html
"Wir können nicht warten, bis die Verluste kommen"
13. August 2011
ROSTOCK - Trotz enorm gestiegener Aufträge hat die Nordex AG im ersten Halbjahr 2011 Verluste hinnehmen müssen. Das Unternehmen reagiert mit einem strikten Sparkurs. Wie der aussieht, erklärt Vorstandsvorsitzender Thomas Richterich im Interview mit NNN-Volontär Torben Hinz.
Nordex verzeichnet ein Auftragsplus von 59 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - wie passt das zum jetzt vermeldeten Halbjahresdefizit von 4,1 Millionen Euro?
Richterich: Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Ursachen. Wir haben zwar viele neue Projekte, es sind aber weniger als erwartet. Und weltweit gibt es Überkapazitäten, die zu einem starken Preisdruck führen. Die Anlagen bringen weniger Geld als erwartet. Nach allen anderen Maßnahmen - unter anderem haben wir die Energieeffizienz unserer Anlagen verbessert und wir versuchen, die Zulieferung kostengünstiger zu gestalten - bleiben nur noch Einsparungen bei den Personalkosten. Bis Jahresende wollen wir 50 Millionen Euro einsparen, je zur Hälfte bei den sonstigen Betriebskosten und bei den Personalaufwendungen.
Warum gleich 50 Millionen Euro?
Die 4,1 Millionen Euro Minus sind nur eine Halbjahreszahl. Wir erwarten auch bei unseren Aufträgen in Zukunft geringere Absatzpreise durch den Weltmarktdruck und können nicht warten, bis die Verluste kommen.
Wie viele Jobs sind in Rostock betroffen?
In Gesamteuropa gehe ich von weniger als 400 Stellenstreichungen aus, insgesamt beschäftigen wir hier 2100 Mitarbeiter. Wir müssen 15 bis 20 Prozent der Stellen streichen. In Rostock sind 800 Arbeitnehmer in Vollzeit und 200 Leiharbeiter beschäftigt. Auch um sie werden wir nicht umhinkommen. Konkrete Zahlen können wir heute aber noch nicht nennen. Für Rostock gehe ich von weit weniger als 400 Streichungen aus.
Können die Aufträge denn überhaupt mit weniger Personal erfüllt werden?
Wir haben zwar mehr Aufträge, aber immer noch weniger als erwartet. Um ein Beispiel zu nennen: In Europa hatten wir ein Auftragsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro vorausgesehen, real sind es weniger als 900 Millionen Euro. Deswegen ist die Beschäftigung gesunken. Außerdem haben wir einige Aufträge, die nicht sofort umgesetzt werden können, sondern erst 2013.
Wie beurteilen Sie die Perspektive Ihres Unternehmens?
Rostock ist und wird der Kernproduktionsstandort für Europa bleiben. Aber bei vielen Aufträgen müssen wir politisch bedingt vor Ort produzieren. Der US-amerikanische und der asiatische Markt sind Hoffnungsträger. Auch die europäischen Märkte gehen weiter nach oben. In Skandinavien und Südeuropa sehen wir hohe Wachstumsraten, auch in Deutschland wird der Absatz generell steigen.
Wann erhalten die betroffenen Mitarbeiter Bescheid?
Wir haben am Donnerstag noch am gleichen Tag der Entscheidung angefangen, in die Beratung mit den Arbeitnehmervertretern einzusteigen, um den Interessensausgleich und den Sozialplan so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Wir wollen den Prozess so kurz wie möglich halten und hoffen, im Oktober so weit zu sein, die Gespräche mit den Mitarbeitern führen zu können.
Müssen die verbleibenden Angestellten mit Lohnkürzungen oder Mehrarbeit rechnen?
Ich gehe nicht davon aus. Auch nicht, dass wir grundsätzlich an der Gehaltsstruktur etwas ändern werden.
Nordex-Arbeiter zittern um ihre Jobs
13. August 2011 | von Torben Hinz/Christine Weber
Die dreifache Kapazität erreicht Nordex mit der neuen Fließfertigungsanlage. Sie wurde am Produktionsstandort Rostock im Juni dieses Jahres eingeführt. georg scharnweber
ROSTOCK - Gedrückte Stimmung im Nordex-Werk in der Südstadt. Die Nachricht vom Donnerstag, der Windanlagenbauer plane Entlassungen im großen Stil, müssen die 1000 Rostocker Angestellten erst ein mal verdauen. "Das Arbeitsklima ist heute deutlich anders, schlechter", sagt ein Mitarbeiter am Tag danach. Die Ankündigung ihres Arbeitgebers hat ihn und seine Kollegen völlig unerwartet getroffen.
Nordex hatte bekannt gegeben, bis Jahresende 25 Millionen Euro bei den Personalkosten einsparen zu wollen. Wie viele Mitarbeiter jeweils an den einzelnen Produktionsstandorten betroffen sind, ließ das Unternehmen bislang offen. Klarheit für die Mitarbeiter soll es im Oktober geben. Konzernsprecher Ralf Peters zufolge soll sich die Zahl der am Standort Rostock abzubauenden Stellen deutlich unterhalb von 400 bewegen. Als Grund für die Entlassungen gab Nordex den Preisdruck auf dem Weltmarkt an. Verantwortlich dafür sei die steigende Konkurrenz. Außerdem bleibe die Auftragsentwicklung hinter den bisherigen Erwartungen zurück.
Sparkurs trifft alle Standorte
Nach Angaben von Peters prüfe Nordex momantan europaweit Einsparpotenziale. "Es geht gar nicht um fette Gewinne, sondern darum, keine Verluste zu machen", sagt er. Im ersten Halbjahr 2011 belief sich das Minus auf 4,1 Millionen Euro. Schon im vergangenen Jahr habe Nordex alle Kosten vom Material bis zu Reise- und Beraterkosten gesenkt. "Der letzte Punkt ist, das Personal anzupacken", so Peters. Zudem will das Unternehmen 25 Millionen Euro bei den sonstigen Betriebskosten sparen. Als Schritt zur Effizienzsteigerung nahm Nordex im Juni dieses Jahres eine Fließfertigungsanlage in Betrieb. Laut Peters stehe das aber nicht im Zusammenhang mit den jetzt angekündigten Entlassungen.
Mit Unverständnis reagiert die Gewerkschaft IG Metall Küste auf den geplanten Stellenabbau. "Uns hat die Nachricht ebenso überrascht wie viele Nordex-Mitarbeiter. Vor allem, weil das Unternehmen nach wie vor mit Gewinnen rechnet", sagt Gewerkschaftssprecher Heiko Messerschmidt. Der Schritt des börsennotierten Unternehmens, Personalkosten einzusparen, bedeute einen Einschnitt in der Entwicklung der Windenergie-Branche, die in letzter Zeit geradezu geboomt habe.
Die Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) glaubt weiter an den Aufschwung des Wirtschaftszweiges. Die Kammer hofft, dass es zu keinem Personalabbau in der Produktion in Rostock kommen wird, da die Windenergiebranche generell ein Wachstumsmarkt sei. Inwieweit der angekündigte Stellenabbau bei Nordex sich auf das Klima innerhalb der Branche und auf Zulieferbetriebe in der Region Rostock auswirken wird, ist noch völlig unklar.
www.svz.de/nachrichten/lokales/rostock/...rn-um-ihre-jobs.html
http://www.shareribs.com/green-energy/wind-und-wasser/news/article/nordex_will_nach_verlustquartal_in_china_starten_id95627.html
Nordex will nach Verlustquartal in China starten
heute Morgen eingetroffen
/OZ/LOKAL vom 14.08.2011 06:00
OSTSEE-ZEITUNG: Die Ankündigung hat Angst in Rostock verbreitet. Von bis zu 1000 Arbeitsplätzen, die europaweit wegfallen könnten, ist die Rede . . .
Thomas Richterich: Richtig ist, dass wir aufgrund der bestehenden Wettbewerbssituation gezwungen sind, Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro einzusparen. Aber die Aussage, dass 1000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, ist jenseits aller Realitäten.
OZ: Wie viele Stellen werden es denn sein? Wie viele in Rostock?
Richterich: Wir gehen von einem Stellenabbau von weniger als 400 Arbeitsplätzen in ganz Europa aus. Natürlich werden auch Stellen in Rostock wegfallen, aber wie viele, können wir noch nicht sagen.
OZ: Wann haben die Mitarbeiter Klarheit, wer gehen muss?
Richterich: Wir haben gestern erste Gespräche mit den Arbeitnehmergremien aufgenommen, gehen jetzt in die Beratungen mit den Betriebsräten. Bis September werden die Entscheidungen fallen. Im Oktober hat dann jeder Mitarbeiter Klarheit. Es tut uns leid, dass es nicht schneller geht. Auch wir wollen die Unsicherheit beenden.
OZ: Es bleibt also dabei: In Rostock werden die Turbinen gebaut?
Richterich: Ja, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, Offshore-Turbinen in China oder Korea herzustellen, um sie dann in der Ostsee zu errichten.
Das ganze Interview lesen Sie in der Wochenendausgabe Ihrer OSTSEE-ZEITUNG.
|
Werbung
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 5,00 | 9,99 | 15,02 | |
| Fallender DAX-Kurs | 4,99 | 10,00 | 13,34 | |
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 119 | 43.494 | Nordex vor einer Neubewertung | ulm000 | ohneAlternative | 11:54 | |
| 66 | 29.407 | ** News zu Nordex ** (SPAM-FREE) | Roecki | KeeneAhnung | 25.02.26 09:45 | |
| 36 | 2.298 | Nordex - Die Chance! | brodz | brodz | 10.05.24 10:26 | |
| 6 | 895 | Windenergie - Neuausrichtung der Branche | DrShnuggle | Terrist | 02.08.23 17:23 |