Arbeitslosigkeit, Abwanderung von Betrieben, leer stehende Büros - New York wird die ökonomische Folgen des 11. September noch lange spüren. Nach neuesten Prognosen wird sich die städtische Wirtschaft auch 2002 nicht erholen - im Gegenteil.
New York - Die Zahlen, die Stadtkämmerer Alan Hevesi vorlegte, sind dramatischer als erwartet: Während das Bruttostadtprodukt, die Summe aller in New York produzierten Güter und Dienstleistungen, selbst in diesem Jahr noch um 1,4 Prozent gewachsen ist, geht es 2002 abwärts. Und zwar voraussichtlich um 3,1 Prozent. Überall sonst in den USA hingegen werden ein Ende der Rezession und ein neuer Aufschwung erwartet.
"Die städtische Wirtschaft wurde vor dem 11. September langsam schwächer, aber sie entwickelte sich besser als im Landesdurchschnitt", sagte Hevesi bei der Vorstellung der Prognose. "Aufgrund der Folgen des Angriffs auf den Trade Center wird New Yorks Ökonomie sich aber schwächer entwickeln als die im Rest des Landes."
Im Jahr 2000 war das Bruttostadtprodukt in New York noch um kräftige 5,2 Prozent gewachsen. Seit dem 11. September aber legte die Wirtschaft den Rückwärtsgang ein. Werden die Ergebnisse der letzten drei Monate 2001 annualisiert, ergibt sich bereits ein Minus von zwei Prozent.
Die Krise lässt sich auch an neuen Daten zur Arbeitslosigkeit ablesen. Im Jahr 2000 gewann New York noch 103.200 neue Jobs hinzu, in den ersten zehn Monaten 2001 waren es immerhin noch 41.600. Dieser Zuwachs wurde allein im Oktober mehr als ausgelöscht: Nachdem der WTC zerstört und viele Gebäude in der Umgebung unbenutzbar geworden waren, fiel die Zahl der Arbeitsplätze im Stadtgebiet um 79.000 - ein Rekord-Rückgang.
Steuer-Problem für Bloomberg
"Dies legt nahe, dass der Rückgang der Beschäftigung eine Folge des Anschlages ist, nicht eine Folge der allgemeinen Rezession", sagte Hevesi. New York leidet besonders darunter, dass viele Firmen aus dem Finanzdistrikt in Südmanhattan abgewandert sind und sich zum Teil in anderen Bundesstaaten wie New Jersey angesiedelt haben.
Der neue Bürgermeister Michael Bloomberg wird deshalb massive Probleme bei der städtischen Finanzpolitik bekommen - denn den stärksten prozentualen Rückgang dürfte es bei den Steuereinnahmen geben. Nach den neuen Prognosen wird New York im kommenden Jahr 7,1 Prozent weniger Geld einnehmen als 2001.
Gruß
Happy End
New York - Die Zahlen, die Stadtkämmerer Alan Hevesi vorlegte, sind dramatischer als erwartet: Während das Bruttostadtprodukt, die Summe aller in New York produzierten Güter und Dienstleistungen, selbst in diesem Jahr noch um 1,4 Prozent gewachsen ist, geht es 2002 abwärts. Und zwar voraussichtlich um 3,1 Prozent. Überall sonst in den USA hingegen werden ein Ende der Rezession und ein neuer Aufschwung erwartet.
"Die städtische Wirtschaft wurde vor dem 11. September langsam schwächer, aber sie entwickelte sich besser als im Landesdurchschnitt", sagte Hevesi bei der Vorstellung der Prognose. "Aufgrund der Folgen des Angriffs auf den Trade Center wird New Yorks Ökonomie sich aber schwächer entwickeln als die im Rest des Landes."
Im Jahr 2000 war das Bruttostadtprodukt in New York noch um kräftige 5,2 Prozent gewachsen. Seit dem 11. September aber legte die Wirtschaft den Rückwärtsgang ein. Werden die Ergebnisse der letzten drei Monate 2001 annualisiert, ergibt sich bereits ein Minus von zwei Prozent.
Die Krise lässt sich auch an neuen Daten zur Arbeitslosigkeit ablesen. Im Jahr 2000 gewann New York noch 103.200 neue Jobs hinzu, in den ersten zehn Monaten 2001 waren es immerhin noch 41.600. Dieser Zuwachs wurde allein im Oktober mehr als ausgelöscht: Nachdem der WTC zerstört und viele Gebäude in der Umgebung unbenutzbar geworden waren, fiel die Zahl der Arbeitsplätze im Stadtgebiet um 79.000 - ein Rekord-Rückgang.
Steuer-Problem für Bloomberg
"Dies legt nahe, dass der Rückgang der Beschäftigung eine Folge des Anschlages ist, nicht eine Folge der allgemeinen Rezession", sagte Hevesi. New York leidet besonders darunter, dass viele Firmen aus dem Finanzdistrikt in Südmanhattan abgewandert sind und sich zum Teil in anderen Bundesstaaten wie New Jersey angesiedelt haben.
Der neue Bürgermeister Michael Bloomberg wird deshalb massive Probleme bei der städtischen Finanzpolitik bekommen - denn den stärksten prozentualen Rückgang dürfte es bei den Steuereinnahmen geben. Nach den neuen Prognosen wird New York im kommenden Jahr 7,1 Prozent weniger Geld einnehmen als 2001.
Gruß
Happy End